Corona/ Covid-19

Die kleine info-inferno Diskussionsrunde zu politischen, netzpolitischen und wirtschaftlichen Themen. Rette unser Land mit deinem Kommentar!

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Wie sehr wird Corona/ Covid 19 die Welt in den nächsten Wochen/ Monaten/ Jahren noch beeinflussen?

Das Ding interessiert nächste Woche keine Sau mehr.
0
Keine Stimmen
Alles bloß Mediengemache. Ist doch gesteuert. Als Lügenpresse-Ablenkung von den wirklichen wichtigen Themen.
0
Keine Stimmen
Das wird zu hochgebauscht.
3
19%
Ob wir in Deutschland gut genug vorbereitet sind, daran habe ich Zweifel.
2
13%
Wir werden alle sterben.
1
6%
Im Sommer sind wir damit durch.
1
6%
Rückblickend wird das Ding das größte Ereignis der Menschheit in der ersten Hälfte des 21. Jahrhundert sein.
1
6%
Diese Hamsterkäufe sind nun wirklich übertrieben.
4
25%
Wir sollten die Grenzen abriegeln, sofort.
0
Keine Stimmen
Endlich mal nicht mit Klimawandel beschäftigen müssen.
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Keine Stimmen
Die Börsen werden einbrechen und es wird zu Massenentlassungen kommen. 2008/ 09 war ein Witz dagegen.
0
Keine Stimmen
Die Schulen werden schließen. Mindestens für 14 Tage demnächst auch bei uns.
1
6%
An diesem Ding wird der Euro zerbrechen.
1
6%
Ich bleib da ganz gelassen. Dinge kommen und Dinge gehen auch wieder.
2
13%
Ach lass mich in Ruhe mit deinem Mist.
0
Keine Stimmen
 
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Re: Corona/ Covid-19

Beitrag von Bluntman » 10.06.2020 14:47

Ist so legitim wie einfach, den Lockdown nach den aktuellen Zahlen, bzw. nach dem heutigen Wissensstand zu kritisieren. Obwohl man nicht mal weiß, ob Herr Streeck das alles wirklich genau so gesagt hat, gerade bei WELT.de. Ich meine, noch vor 10 Wochen konnten die Schlagzeilen auf dieser Seite nicht angsteinflößend genug sein. Jeder neue Hotspot fett und in Arial 200 - aktuell kippt die Stimmung bisschen, da kippt man halt gern mal mit. In Punkto Berichterstattung und -qualität sehe ich die in etwa auf einem Level mit den anderen, großen 4 Buchstaben.

Egal, ich glaube nach wie vor, dass "wir" das gut und richtig gemacht haben. Ja, wirklich, mit allen Konsequenzen. Irgendwer hat hier (oder war das in der ii-Gruppe auf Whatsapp?) vor geraumer Zeit das so genannte Präventionsparadox erwähnt. Und meiner Meinung nach kann man sowohl den Infektionsverlauf, als auch die (gefühlt) vorherrschende (und typisch deutsche?) Unzufriedenheit genau darauf runterbrechen.

Anders Tegnell, einer der Verantwortlichen des vielfach gefeierten schwedischen Wegs, meinte neulich:

"Wenn nochmal die gleiche Seuche im Anzug wäre, würde ich bei gleichem Wissensstand einen Mittelweg zwischen dem restriktiven europäischen Mainstream und dem freizügigen schwedischen Kurs empfehlen."

Damals, als die oft zitierte "erste Welle" wie in einem beschissenen Michael-Bay-Film auf einen komplett unvorbereiteten Kontinent zurollte, musste halt eine Entscheidung getroffen werden. So richtig mit Kommendozentrale und Ansprache zum Volk (ebenfalls wie in einem beschissenen Michael-Bay-Film). Die Entscheidung hieß Lockdown und nur, weil hier nicht jeder fünfte erstickt ist, gehen jetzt Menschen demonstrieren und schreien Polizisten an. Kann man machen, keine Frage. Guter Kommentar dazu aber auch:

"Das geilste an der Sache ist ja, das genau das passiert ist, was eigentlich klar war (überraschenderweise aus anderer Richtung als ich zumindest erwartet habe), nämlich das dieses gebetsmühlenartige Mantra Gesundheit-Über-Alles in dem Moment zerbrochen ist, als man sich für eine neue Sache in seiner moralischen Überlegenheit suhlen konnte."

Mein Fazit: Absatz zwei, Satz eins.
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Re: Corona/ Covid-19

Beitrag von Sickboy » 10.06.2020 21:52

Ich bin noch immer zwiegespalten.

Was haben wir denn so gut gemacht? Wir haben das ein oder andere Menschenleben geschützt bzw erhalten. Dafür kann man sich auf die Schulter klopfen, keine Frage. Ansonsten ist bisher noch nix passiert, außer das wir vielleicht durch den "Lockdown" die ein oder andere Existenz zerstört haben oder zumindest ins Wackeln gebracht haben.

Und jetzt passiert folgendes. Der Tourismus bekommt die Chance Geld zu verdienen. Jede Menge dumme Menschen packen gerade die Koffer um endlich in ihren Billigurlaub zu fliegen. Herzlichen Glückwunsch! Das begünstigt für meine Begriffe die Chance das tatsächlich eine zweite Welle kommen wird.

Und dann sehe ich den schwedischen Weg ganz weit vorn. Paar Tote in kauf genommen, kleine und mittlere Geschäfte überleben lassen, Durchinfektion der Bevölkerung....die werden über uns lachen insofern es die zweite Welle geben wird.
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Re: Corona/ Covid-19

Beitrag von Gurney Halleck » 11.06.2020 08:10

Schweden ist mir egal. Italien und Spanien auch. Auch Amerika. Mir ist sogar wurscht, was Bayern oder Nordrhein-Westfalen macht, wenn die dortigen Provinzherrscher nicht der Meinung wären, sie hätten irgendwie mitzubestimmen über den Weg, wie das in Sachsen läuft. Haben sie formaljuristisch nicht, haben die dennoch gemacht.

Ich halte mal fest, was aus meiner Perspektive Fakten sind:
- Die Bevölkerung wurde in einen kollektiven Zustand der Unsicherheit versetzt.
- Es wurde planvoll Angst geschürt. Auch (mal aus meiner beruflichen Sicht) unter Kindern und Jugendlichen.
- Schulen schließen und Kindergärten. Und alle jungen Menschen wurde nach Hause verbannt, ohne dass ihre Bedürfnisse irgendwie irgendwo eine Rolle spielten.
- Die Krankenhäuser wurden leergeräumt, da eine riesige Welle anrauscht, und jeglicher Bettenplatz benötigt werden wird.
- Alte Leute sterben allein ohne dass ihre Angehörigen sich irgendwie verabschieden können. Soviel zum Thema Würde.
- Firmen und Einzelpersonen werden an den Rand des Ruins getrieben oder gar darüber hinaus. Nicht vorsätzlich, aber wird einfach in Kauf genommen.
- Freiheitsrechte sind ausgesetzt worden. Ohne dass freiheitliche Menschen darüber ihre Zustimmung erteilt hätten
- Wochen- und monatelang gab es von allen Entscheidungsträgern und auf allen Kanälen der Medien nur EIN Monothema. Und dieses auch nur aus einer Monoperspektive.
- Diese Monoperspektive stimmte zur keiner Zeit mit der Wahrnehmung überein, die einem die eigenen fünf Sinne jeden Tag erzählten.

Und was war nun tatsächlich?
- Die erwartete Welle, weswegen man Krankenhäuser leerräumt, gab es nicht.
- stattdessen machen Krankenhäuser von der Möglichkeit der Kurzarbeit gebrauch, weil es überhaupt nicht zu tun gibt vor Ort.
- Allein das zeigt, dass die Grundannahmen der Entscheidungsträger grundlegend falsch waren.
- Und es kann sein, dass wir hier ein Präventionsparadox haben. Es kann aber genauso gut sein, dass die Wissenschaftler, die von Anfang an sagten, dass wir hier maßlos übertreiben und überziehen - und willentlich und vorsätzlich nicht gehört werden wollten(!) - von Anfang recht hatten. Diese Perspektive gibt eine genauso gute Erklärung ab.
- Was zum Geier kostet eigentlich der ganze Scheiß. Man kann es täglich lesen, es kommen immer neue Beträge und Forderungen obendrauf.
- Abzubezahlen von uns, unseren Kindern und Kindeskindern. Wofür?

Und diese Entscheidungsträger,
- denen eine Diskussion zum Thema, wie sie einer demokratischen Gesellschaft würdig wäre, nicht wichtig war und diese gar unterdrückten
- mit allen Medien im Schlepptau,
- die alle Menschen bevormundeten,
- die Menschen vorsätzlich und planvoll in Angst versetzten (!)
- einfach alles einem Thema unterordnen, das es so in dieser Größe nicht gegeben hat.
- sich über Menschen aufregen, die (als Montagsspaziergänger) mit mehr wissen, wohin mit ihrer Unsicherheit
- Unmengen von Geld ausgeben, dass wir nicht haben und das in der Zukunft erst erwirtschaftet werden muss
- und sich dafür feiern lassen wollen
- und vermutlich mal wieder alles alternativlos war
sollten als nächstes nicht darüber beraten wer hier irgendwo Vorsitzender oder Kanzlerkandidat wird. Sondern sollten sich bereit machen für die Anwälte von Bürgern und hoffentlich Staatsanwälte, die das Thema von selbst für sich entdecken. Ich hoffe sehr, dass dieses Überthema auf verschiedenen Ebenen kritisch verhandelt wird. Mit offenem Ausgang.

Wer so mit seiner Bevölkerung umgeht, und da reicht mir allein der Fakt des planvollen Schürens von Angst bei Kindern, hat sich
1. zu verantworten
2. disqualifiziert sich für jedes weitere Dasein als Entscheidungsträger.

Ich kann also nicht erkennen
Bluntman hat geschrieben:
10.06.2020 14:47
dass "wir" das gut und richtig gemacht haben.
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Re: Corona/ Covid-19

Beitrag von Sickboy » 11.06.2020 09:12

Ich denke das es aktuell noch zu zeitig ist um abzuwägen ob wir richtige oder falsche Entscheidungen getroffen haben. Deine Aussagen Gurney sind allesamt richtig. Trotzdem muss man über den Tellerrand bzw die Grenzen von Crime City/Landkreis Meißen/Sachsen/Deutschland blicken, um die aktuelle Lage der jeweiligen Regionen mit in die Waagschale werfen.

In Brasilien gehen die Zahlen durch die Decke. Ja na klar leben die da eng beieinander. In Afrika wird gleich gar nicht getestet, wahrscheinlich weil da sowieso täglich ganz viele Menschen sterben. In den USA ist ein Menschenleben nicht viel wert. Denen ist es egal ob da mal eben 200000 Menschen sterben. Wir haben dahingehend andere Entscheidungen getroffen.

Wie gesagt, ob die alle richtig waren, wird sich noch herausstellen. Ein hoher Prozentsatz von den 20-40jährigen haben wahrscheinlich für dieses Jahr kaum noch Urlaubstage...dank Homeschooling usw. Ob daraus tausende Fälle von Depressionen oder Burnout werden, bleibt auch abzuwarten. Auch abzuwarten bleibt wie viel Familienväter im Laufe des Jahres entscheiden, mitsamt ihrer Familie mit 180 gehen den Brückenpfeiler zu rasen, da deren Existenz zerstört wurde.

Ich denke gegen Ende des Jahres kann man die Situation 2020 bewerten.
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Re: Corona/ Covid-19

Beitrag von Bender » 11.06.2020 17:37

Gurney Halleck hat geschrieben:
11.06.2020 08:10
Schweden ist mir...
Bei deinen Ausführungen gehe ich voll und ganz mit.
Sickboy hat geschrieben:
11.06.2020 09:12
Ich denke das es aktuell noch zu zeitig ist um abzuwägen ob wir richtige oder falsche Entscheidungen getroffen haben.
Dazu nur mal ein Bild:

Wenn es draußen plötzlich laut knallt, so gibt es verschiedene Möglichkeiten, darauf zu reagieren:
a. den Knüppel schnappen und das Schwein suchen, das dafür verantwortlich ist
b. die Polizei rufen
c. sich verstecken
d. sich verbarrikadieren
-u.a.

Keine dieser Optionen ist erstmal "richtig" oder "falsch", sondern eine Entscheidung, die getroffen werden muss, sofern man kein Rehkitz ist und sich totstellen kann/will.
Insofern ist EINE Reaktion immer noch besser als KEINE.

Wenn sich aber nun nach einiger Zeit herausstellt, dass die Knaller mit 20 Mann vor Ort sind, ist Option a extrem dämlich.
Wenn klar wird, dass die Polizei durchdreht und Bürger jagt, wäre Option b nicht zu empfehlen.
Falls die Bude brennt, machen Optionen c und d keinen Sinn.

In diesen Fällen dennoch an dem zuerst eingeschlagenen Weg festzuhalten, ist, besonders wenn man Verantwortung für Andere trägt, schlicht verantwortungslos.
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Re: Corona/ Covid-19

Beitrag von Sickboy » 11.06.2020 18:09

Keine Studie dieser Welt zum Thema ist vertrauenswürdig. Das sind Studien (egal zu welchem Teil des ganzen Themas) die höchstens 10 oder 12 Wochen alt sein können. Deswegen halte ich an meiner Aussage fest...es ist noch viel zu früh um alles zu beurteilen.

Und es gibt da auch verschiedene Blickwinkel. Wir hier in Crime City sind bisher fast schadlos durch diese Geschichte gekommen. Unser Landkreis ist relativ schadlos durchgekommen. Selbst Sachsen ist vergleichsweise gut durchgekommen. Ich kann deswegen nachvollziehen, dass in unserer Region das Unverständnis über all die Maßnahmen groß ist.

Im allgemeinen ist es vielleicht so das unser Gehirn so gepolt ist, dass es gern Vorhersagen macht, was als Nächstes passiert, damit es sich besser darauf einstellen kann. Derzeit wissen wir aber nicht, wie lange welche Einschränkungen gelten werden. Also können wir auch die Folgen für die Wirtschaft und unser Sozialleben nicht abschätzen. Das Leben wird plötzlich unplanbar. Das ist ein großes Problem was noch immer vorherrscht.
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Re: Corona/ Covid-19

Beitrag von Gurney Halleck » 12.06.2020 07:37

phpBB [video]


Ein Ausschnitt des "Runden Tisches" zu den Maßnahmen der Staatsregierung zur Eindämmung der Corona-Pandemie vom 08.06.2020
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Re: Corona/ Covid-19

Beitrag von Gurney Halleck » 15.06.2020 10:05

Wer möchte:
Ein Beitrag aus der Frankfurter Rundschau: https://www.fr.de/panorama/corona-arzt- ... 81334.html

Und da das Video aus dem vorherigen Beitrag nicht mehr da ist, das gibt es noch hier: https://www.youtube.com/watch?v=WEHStkUx1eo
Und hier: https://www.youtube.com/watch?v=-HgsCED0ks4

oder der gesamte Runde Tisch (knapp 3h) hier: https://www.youtube.com/watch?v=-m208IO5YL8
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Re: Corona/ Covid-19

Beitrag von Bluntman » 15.06.2020 11:22

Grundsätzlich bin ich genau so zwiegespalten wie wir alle. Wobei, sind wir das alle? Zwiegespalten? Oder überwiegt eine Art Ohnmacht? Oder gar Wut? Die letzten Antworten lassen das ziemlich deutlich durchklingen. Antwortmöglichkeit Wut: Auf wen? Die Regierung? Oder auf einen unsichtbaren Feind (das Virus)? Oder gibt es das womöglich gar nicht? Ernst gemeinte Fragen.

Mal bisschen was aufgreifen, Diskussion und so.

1. Die Bevölkerung wurde in einen kollektiven Zustand der Unsicherheit versetzt. / Es wurde planvoll Angst geschürt. Auch unter Kindern und Jugendlichen.
Stimmt. Geschuldet der Tatsache, dass die gesamte fucking Welt in einen kollektiven Zustand der Unsicherheit versetzt wurde. Daran hat sich im Grunde genommen noch nichtmal was geändert. Ob bewusst Angst geschürt wurde, vermag ich nicht zu beurteilen. Verunsicherung ja, ganz bestimmt. Aber wie gesagt: Schon auch nachvollziehbarerweise, oder nicht? Angst habe ich meinen Kindern genommen, zumindest haben wir viel darüber geredet und geltende Maßnahmen erklärt. Was sonst?

An dieser Stelle muss ich gleich mal einwerfen, dass sich das leicht sagt und noch leichter umsetzen lässt - im ländlichen Raum und mit großem Garten, dies das. Ist klar. Diejenigen, die mit ihren Kinder nicht wie gewohnt zum Spielplatz gehen durften, werden direkt den Mittelfinger zeigen. Ähnlicher Konflikt bei Menschen mit Berufen, die vom Lockdown so gut wie gar nicht, oder eben zu 100% betroffen sind/waren. Sehr beschissene Situation.

2. Schulen schließen und Kindergärten. Und alle jungen Menschen wurde nach Hause verbannt, ohne dass ihre Bedürfnisse irgendwie irgendwo eine Rolle spielten.
Ja. Wie soll ein Pandemie-Notfallplan auch anders funktionieren?

3. Die Krankenhäuser wurden leergeräumt, da eine riesige Welle anrauscht, und jeglicher Bettenplatz benötigt werden wird.
Siehe 2.

4. Alte Leute sterben allein ohne dass ihre Angehörigen sich irgendwie verabschieden können. Soviel zum Thema Würde.
Unerträgliche Vorstellung. Und trotzdem isses genau so passiert. Zigtausendfach. Rechtfertigt Punkt 3 für mich.

5. Schweden ist mir egal. Italien und Spanien auch. Auch Amerika.
Ok krass. Mir nicht. Und das passt auch irgendwie weder zu dem Weltbild, welches ich dir (in meinem Kopf) über die vergangenen Jahr(zehnt)e angeheftet habe, noch zu Punkt 4. Denn diese beschissenen Bilder stammen ja hauptsächlich aus den dort angesprochenen Regionen.

Was dann kommt, können wir eigentlich auch auf "Ja, aber" - Tischtennis runterbrechen. Der Vorwurf der Verantwortungslosigkeit, Staatsanwälte, Entzug der Entscheidungsgewalt usw. ... quasi der Sturz der aktuellen Regierung? Weil sie gehandelt hat, wie sie gehandelt hat? Im Angesicht einer Bedrohung, die "hier" - also zumindest in Sachsen - kaum spürbar war, links und rechts aber teilweise dramatisch einschlug und deren Ausmaß nach wie vor von niemandem belastbar einzuschätzen ist?

Halte ich für diskussionswürdig.
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Re: Corona/ Covid-19

Beitrag von Schattenwal » 15.06.2020 17:26

Bluntman hat geschrieben:
15.06.2020 11:22
Halte ich für diskussionswürdig.
Das ist es seit der ersten Minute. Corona war und ist das erste globale, tatsächlich auch "spürbar wirkende" Szenario einer neuen Welt. Einer Welt die zwar wirtschaftlich schon seit fast 50 Jahren absolut global funktioniert aber bisher nicht zu fühlen war. Und ich nehme jetzt einfach mal an, dass so ziemlich jeder "ein wenig" was gefühlt hat... in den letzten 12 Wochen. Bei mir war es ehrlich gesagt eine permanente Mischung aus Angst und verdammter Wut. Dieses "eingeschlossen und weggenommen" Feeling, über Wochen, ...ekelhaft wie Hausarrest aus Kindertagen. Schwer zu ertragen.

Heute allerdings. In meinem Kopf ist kein Corona mehr - die äußeren Umstände und Erfahrungen haben es geschaft mich zu beruhigen. Ich kann wieder arbeiten gehen, was als Kulturschaffender derzeit eher die Ausnahme ist. Soweit erstmal wieder zurück im Leben - CHECK!

Doch was ist jetzt? Wie soll es weitergehen in dieser globalen Welt?
Wie geht das mit uns jetzt weiter?
Klima, Rassismus, Menschenwürde ... Virus.
Das ist noch lang kein Grund hier so rumzuschreien.

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Re: Corona/ Covid-19

Beitrag von Sickboy » 16.06.2020 10:47

Schattenwal hat geschrieben:
15.06.2020 17:26
Doch was ist jetzt? Wie soll es weitergehen in dieser globalen Welt?
Wie geht das mit uns jetzt weiter?
Klima, Rassismus, Menschenwürde ... Virus.
Ich denke jede Generation hatte bisher mit gewissen Problemen zu kämpfen und mussten sich damit auseinandersetzen. Klima ist gerade bisschen in Vergessenheit geraten. Das Mädchen welches freitags nie in die Schule geht wurde quasi vorübergehend auf die Ersatzbank verbannt.

Im Prinzip kann man jetzt nur die Lehren aus der Pandemie ziehen, um bei der nächsten (ich hoffe es kommt keine mehr) vieles besser zu machen.

Ich war ja einer der ersten hier, der der Meinung war, dass das alles "zu hochgebauscht" ist. Und diese Meinung habe ich noch immer. Klar sind Menschen gestorben und sterben immer noch. Dennoch muss man, um die Sache zu bewerten, die regionalen Umstände berücksichtigen. In Italien war der Hotspot der mit Corona verstorbenen Menschen in einer Region in der überdurchschnittlich viele alte Menschen leben/lebten. Und dazu kam das in dieser Region die höchste Luftverschmutzung herrscht.

In Brasilien leben in den Favelas tausende Menschen eng beieinander. Das da die Ansteckungsgefahr viel höher ist und dazu da noch sehr viele schwache Menschen leben (Mangelernährung etc) begünstigt die hohe Sterberate.

Aber zurück zu Deutschland. Ich hoffe einfach das unsere Experten unseren Pandemie-Notfallplan überarbeiten und aus den jetzt gemachten Fehlern lernen. Wie schon erwähnt bewerte ich nicht nur die Toten die mit Corona gestorben sind, sondern auch die die im Laufe der Zeit den Freitod wählen, aufgrund von finanzieller Nöte. Die wird es auf jeden Fall geben. Auch müsste man diejenigen mit in die Bewertung einfließen lassen, die Opfer häuslicher Gewalt geworden sind. Ich denke da gibt jetzt jetzt schon eine Dunkelziffer, an die keiner denkt.
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Re: Corona/ Covid-19

Beitrag von Gurney Halleck » 16.06.2020 12:35

Also, diese Sichtweise,
Bluntman hat geschrieben:
10.06.2020 14:47
dass "wir" das gut und richtig gemacht haben. Ja, wirklich, mit allen Konsequenzen.
teile ich nun überhaupt nicht. Das ist eine Sichtweise, die ich schon in "normal-verrückten" Zeiten nicht einnehmen kann. Aber das dürfte ja deutlich geworden sein. Und wenn es das Ziel sein sollte, die verschiedenen Sichtweisen sinnvoll übereinander zu bringen, wirds wohl eher schwierig.
Jedoch kann man ja weiterhin drüber sprechen.

Aus meiner durchaus nicht sehr wohlwollenden Sichtweise ein
Bluntman hat geschrieben:
15.06.2020 11:22
quasi der Sturz der aktuellen Regierung?
herauszulesen, ist dann doch überzogen. Das hat jetzt wer nochmal gesagt? Ich sicher nicht.

Bluntman hat geschrieben:
15.06.2020 11:22
Halte ich für diskussionswürdig.
Ganz grundsätzlich halte ich alles für diskussionswürdig. Weil grundsätzlich alles eine Diskussion darüber wert ist.

Die beiden großen Zauberworte heißen Notwendigkeit und Verhältnismäßigkeit.

Nun, mal unter uns:
Wenn man davon ausgeht, dass
a) der Pandemie-Notfallplan in vollem Umfang so ausgepackt werden musste,
b) die Entscheidungsträger daher sehr, sehr gut gehandelt haben,
c) indem alles dem Einen Ziel der Erhaltung der Gesundheit untergeordnet wurde
d) und das auch ausschließlich genau so gemacht werden musste und gar nicht anders ging,
dann hab ich natürlich in meinem Beitrag vom 11.Juni viel Blödsinn erzählt.

Das a) bis d) allerdings so stimmen und genauso richtig waren, daran hab jedoch erhebliche Zweifel.

Ich fang also noch mal an:
1. Dass die anderen Länder keine Rolle spielen, ist keine Erfindung von mir, sondern ist genau so in der Krise gemacht worden. Wir machen erstmal die Grenzen zu. Wir wussten zwar noch nicht, was genau los ist und wie sich hier irgendwas entwickelt, aber Grenzen zu und nur auf sich selber schauen war erstmal eine der ersten Maßnahmen. Andere Länder dienten doch nur noch als Vergleich, wie gut wir doch mit der Krise umgehen. Andere Länder waren "der Feind" als es um die Beschaffung von medizinisch wertvollem Material ging. Und fasziniert starrten alle auf sich täglich entwickelnde Fallzahlen und fast war die Häme zu spüren, dass das Geschehen bei uns besser verlief als z.B. in Großbritannien. Und fast gab es noch mehr Häme, als Schweden auch nicht mehr uneingeschränkt als Paradebeispiel für alternative Wege gelten konnte.
Gurney Halleck hat geschrieben:
11.06.2020 08:10
Schweden ist mir egal. Italien und Spanien auch. Auch Amerika. Mir ist sogar wurscht, was Bayern oder Nordrhein-Westfalen macht,
Weil es nicht der Maßstab sein kann. Es kann doch nicht darum gehen, irgendwie besser zu sein als andere. Es ist erfreulich, dass wir a) ein Gesundheitssystem haben und b) dieses scheinbar besser funktioniert als das der anderen. Und es ist mindestens bedauerlich, was "woanders" passiert. Über das Spektrum der restriktiven chinesischen Methode bis hin zur fahrlässigen, ja fast vorsätzlichen brasilianischen Verleugnung und ihren jeweiligen Ergebnissen kann man sich nur gruseln.
Nicht die anderen Länder sind das Vergleichsmoment und der Fixstern am Horizont, sondern der "bestmöglichste Weg", um da gemeinsam durch zu kommen. Und meinetwegen kann man das als "Jammern auf hohem Niveau" betrachten, aber gut und richtig geht dann doch noch mal ein bissl anders.

2. Wenn wir ein gemeinsames Europa sind, und wir hier einen weltweiten Virus, eine Pandemie haben, dann wäre es vielleicht auch sinnvoll diesen weltweit zu bekämpfen. Oder zumindest kontinentweit. Wenn Belgien große Fallzahlen hat und Nordrhein-Westfalen auch, dann wäre es wahrscheinlich sinnvoll gewesen, diese gesamte Region als ein Gebiet zu betrachten, welches besonderer Aufmerksamkeit und besonderer Maßnahmen bedarf.
Ebenso die Region Ostfrankreich/ Baden Württemberg. Oder der Alpenraum mit Norditalien, Österreich und Bayern. Das wurde aber so nicht gemacht oder betrachtet, sondern die weltweite Pandemie sollte nationalstaatlich bekämpft werden. Also, ich finde da kann man schon mal drüber nachdenken, ob das so richtig war. Und das ist kein Hinterher-ist-man-immer-schlauer-Rumgequake, sondern das sind Gedanken aus der ersten Lockdown-Woche.

3. Stattdessen wurde auf nationaler Ebene allen Regionen eine Glocke mit Maßnahmen übergestülpt. Bayern (Fälle Stand heute: 47.490) genauso wie Mecklenburg-Vorpommern (Fälle Stand heute: 784). Was in Bayern am ehesten notwendig war, war in MV sicher am wenigstens verhältnismäßig. Ich räume gern ein, dass man das am Anfang nicht so recht einschätzen konnte, aber deswegen war noch lange nicht alles gut und richtig.
Für die Härte der Maßnahmen bestand in Landkreis Meißen zu keiner Zeit Notwendigkeit. Ich kann auch nicht erkennen, dass die Maßnahmen im gesamten Osten der Republik (Berlin ausgenommen) notwendig waren.

4. Man ist nach ca. 7 Wochen darauf gekommen, dass man den Regionen und den Gesundheitsämtern vor Ort die Entscheidungsgewalt über zu verhängende Maßnahmen gibt. Je nach Notwendigkeit vor Ort. Ich erinnere mich noch, da das nach Wochen die erste Meldung in den täglichen Nachrichten war, der ich uneingeschränkt zustimmen konnte. Ich erinner mich noch gut, dass daraufhin in der Presse von einem undurchsichtlichen Flickenteppich gesprochen wurde. Aber das war richtig. Das hätte ich mir von Anfang an gewünscht.

5. Stattdessen haben Herr Söder und Herr Laschet die angehende Krise als Spieleplattform für zukünftige Vorsitzenden- und Kanzlerkandidatenbewerbungen missbraucht. Profilierung auf dem Rücken der Menschen. Und haben durchgesetzt, dass überall das gleiche gemacht wird. Und noch jeden "blöde gemacht" der das als Ministerpräsident vielleicht anders sah.

6. Es gibt Maßnahmen, die stelle ich nicht in Frage. Z.B. das Reiseverbot. Das ist schlecht für die Fluggesellschaften und auch für die Reisebüros. Aber im großen Stil umherzufliegen, wäre wahrscheinlich gar keine so gute Idee gewesen. Das soll heißen: Nicht alle verhängten Maßnahmen waren sinnlos oder überflüssig.

7. Und da komm ich zum wichtigsten Punkt. Die Bevölkerung und der Umgang mit ihr. Dieses vorsätzliche Angstgeschüre, als Maßnahme zur Pandemieeindämmung. Das geht so nicht.
Die Bürger haben sich offensichtlich ganz ordentlich verhalten in der Zeit. Maßnahmen galten und wurden befolgt.
Aber hätte man das nicht auch damit erreicht, dass man das individuelle Verantwortungsgefühl eines jeden Bürgers in die Pflicht nimmt? Muss man das über Angst machen? War das notwendig? War das verhältnismäßig? Und zeigt das nicht eine Sichtweise auf die Bevölkerung als eine Masse von verantwortungslosen Objekten mit denen man das so machen muss, statt eine Gemeinschaft von verantwortungsvollen Subjekten zu sehen?

Bei Kindern und Jugendlichen und den Umgang mit Ihnen hab ich scheinbar eine fundamental unterschiedliche Sichtweise. (Obwohl ich mir das persönlich gar nicht vorstellen kann.) Kinder- und Jugendlichen einfach mit einem Quasi-Federstrich als ein
Bluntman hat geschrieben:
15.06.2020 11:22
Ja. Wie soll ein Pandemie-Notfallplan auch anders funktionieren?
-Kollateralschaden abzutun, ist nicht. Und ja, es kann sein, ich vertrete hier durch meine berufliche Perspektive eine radikale Maximalposition. Und ja, Gefangene oder Kompromisse werden hier nicht gemacht. Keine Krise dieser Welt und keine "höhere Macht" rechtfertigt diesen Umgang mit Kindern und Jugendlichen. Dieser Umgang ist verantwortungslos. Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen dürfen nicht als letztes Thema hintenan stehen. Die Reduzierung von jungen Menschen auf "Virenschleudern", "Corona-Party-Besucher", "Verordnungsregelbrecher" oder einfach "Schüler" ist grundsätzlich falsch.

Und ich wiederhole es: Es geht nicht um den Sturz der Regierung, sondern um persönliche Verantwortung im Umgang mit der Bevölkerung. Von Entscheidungsträgern und Publizisten. Und da müsste eigentlich von selbst aus soviel Verantwortungsgefühl da sein, dass Konsequenzen oder wenigstens rückblickend öffentliche Zweifel angebracht wären, um persönlich sich im Spiegel noch anschauen zu können nicht vor Scham im Boden versinken zu müssen.
Stattdessen kommt das Mantra der Alternativlosigkeit und ein "Wir haben alles richtig gemacht." Das glaube ich nicht und glaube auch nicht, dass das die Zeiten überdauert.

8. Jetzt kommt die große Überraschung: Herr Ministerpräsident Kretzschmer. Ihm habe ich nichts vorzuhalten. Nachdem er die Informationen und Perspektiven des RKI in dieser Kanzlerin/ Ministerpräsidentenrunde präsentiert bekommen hat, konnte er wahrscheinlich gar nicht anders, als so auch für Sachsen mitzuentscheiden. Das hat er auch genauso gesagt: "Ich wollte diese Verantwortung nicht haben." (wenn er anders entschieden hätte und es wäre schief gegangen) Ich hätte wahrscheinlich an seiner Stelle genau das Gleiche gemacht und genau so entschieden.
Das heißt aber nicht, dass alles genau so richtig war. Und das muss von unabhängigen Instanzen überprüft werden.

Fazit: Was musste sein? Was war übertrieben? Wo hat Vater Staat überzogen? Und auch: Wo hat er nachlässig gehandelt?

Eine Überprüfung der Entscheidungen der Entscheidungsträger halte ich daher für nicht so abwegig. Auf welchem Weg auch immer. Und ich habe bewusst geschrieben "Mit offenem Ausgang." Vielleicht ist das überlesen worden. Wenn das auf anderen Ebenen gemacht wird, müssen es nicht die Gerichte sein. Die seh ich jedoch bemüht, bei z.B. der Verantwortlichkeit von Firmenmanagern gegenüber ihren Aufsichtsräten oder Aktionären (oder gern auch ne Nummer kleiner) bei der Frage ob es denn notwendig war, dass das Unternehmen so abstürzt und wer eigentlich dafür Verantwortung trägt? Klingt vielleicht abwegig, aber ich kann mir da zukünftige Schadensersatzforderungen von Unternehmen gegenüber dem Bund durchaus vorstellen. Wäre nicht überrascht, wenn das so käme.

Insgesamt MUSS sich das alles genauer angeschaut werden. Nicht zuletzt wissenschaftlich. Das schließt objektiv mit ein. Immer mit den Fragen der Notwendigkeit und Verhältnismäßigkeit. Denn noch einmal solch einen Umgang mit der Bevölkerung, das Schema-F-passt-für-alle-Denken oder noch einmal eine solche wirtschaftliche Zwangspause mit allen Konsequenzen können wir uns gesellschaftlich, als Verunsicherung und Spaltung, und finanziell, wer soll das alles bezahlen?, einfach nicht leisten.
Was richtig gemacht wurde, kann auch bei einer nächsten Krise angewendeten werden. Und dann wird es eine Reihe von Maßnahmen und Entscheidungen geben, von denen man feststellen wird, das man das beim nächsten so nicht mehr macht.

Man könnte nun sagen: Die Hoffnung stirbt zuletzt.
Man könnte aber auch sagen: Das wäre notwendig und verhältnismäßig.
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Re: Corona/ Covid-19

Beitrag von Bluntman » 16.06.2020 13:29

Guter Beitrag, schreibe ich später gern auch noch was mehr dazu. Aus Zeitmangel und nach dem ersten Drüberlesen will ich nur mal schnell einen wichtigen Punkt aufgreifen:

Gurney Halleck hat geschrieben:
16.06.2020 12:35
Keine Krise dieser Welt und keine "höhere Macht" rechtfertigt diesen Umgang mit Kindern und Jugendlichen. Dieser Umgang ist verantwortungslos. Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen dürfen nicht als letztes Thema hintenan stehen. Die Reduzierung von jungen Menschen auf "Virenschleudern", "Corona-Party-Besucher", "Verordnungsregelbrecher" oder einfach "Schüler" ist grundsätzlich falsch.

Es geht (mir hier) doch in keinster Weise darum, Kinder oder Jugendliche in irgend einer Weise auf irgend etwas zu reduzieren, oder gar zu übergehen / beiseitezuschieben / whatever. Es geht einzig und allein darum, dass die beschlossenen Maßnahmen - jetzt mal abgesehen davon, für wie sinvoll oder eben unsinnig die hier betrachtet werden - besagten, dass der allergrößte Teil der Bevölkerung

- außerfamiliäre Kontakte
- die Ausübung des (nicht systemrelevanten) Berufs
- den Besuch einer Bildungs- oder Betreuungseinrichtung
- Freizeitaktivitäten

bis auf Weiteres einstellt, oder kurz: Zu Hause bleibt. Ich sehe überhaupt nicht, wo das impliziert, dass dabei die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen irgendwo anders stehen, als die von Erwachsenen und Rentnern. Die Scheiße betraf und betrifft alle in gleichem Maß.

Vielleicht reden wir hier auch komplett aneinander vorbei. Mittlerweile halte ich das sogar für sehr wahrscheinlich, weil mein Fazit in dieser Sache so einfach wie unübersehbar ist.

Wenn dem so sei: Erklär nochmal.
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Re: Corona/ Covid-19

Beitrag von Bender » 22.06.2020 11:47

Der Maaz sollte ja mittlerweile im Forum kein Unbekannter mehr sein.
Derart emotional wie gegen Ende dieser Rede erlebt man ihn aber selten.

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Re: Corona/ Covid-19

Beitrag von Schattenwal » 22.06.2020 14:13

Bender hat geschrieben:
22.06.2020 11:47
Derart emotional wie gegen Ende dieser Rede erlebt man ihn aber selten.

So habe ich Ihn noch nie erlebt. Sein "Schämt euch Journalisten" bebt förmlich.
Und man erfährt auch direkt warum: Es geht hier nur um den Umgang mit Kindern während der Krise.
Wie auch der Gurney meinte und Bluntman kommentierte.

Bluntman hat geschrieben:
16.06.2020 13:29
Guter Beitrag, schreibe ich später gern auch noch was mehr dazu. Aus Zeitmangel und nach dem ersten Drüberlesen will ich nur mal schnell einen wichtigen Punkt aufgreifen:

Gurney Halleck hat geschrieben: ↑
Di. 16. Jun. 2020, 13:35
Keine Krise dieser Welt und keine "höhere Macht" rechtfertigt diesen Umgang mit Kindern und Jugendlichen. Dieser Umgang ist verantwortungslos. Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen dürfen nicht als letztes Thema hintenan stehen. Die Reduzierung von jungen Menschen auf "Virenschleudern", "Corona-Party-Besucher", "Verordnungsregelbrecher" oder einfach "Schüler" ist grundsätzlich falsch.


Es geht (mir hier) doch in keinster Weise darum, Kinder oder Jugendliche in irgend einer Weise auf irgend etwas zu reduzieren, oder gar zu übergehen / beiseitezuschieben / whatever. Es geht einzig und allein darum, dass die beschlossenen Maßnahmen - jetzt mal abgesehen davon, für wie sinvoll oder eben unsinnig die hier betrachtet werden - besagten, dass der allergrößte Teil der Bevölkerung

- außerfamiliäre Kontakte
- die Ausübung des (nicht systemrelevanten) Berufs
- den Besuch einer Bildungs- oder Betreuungseinrichtung
- Freizeitaktivitäten

bis auf Weiteres einstellt, oder kurz: Zu Hause bleibt.
Ich glaube hier wird von zwei unterschiedlichen Sachverhalten gesprochen, die nur scheinbar gleich sind.
Bei Bluntman lese ich den völlig logisch und nachvollziehbaren Umgang mit einer Pandemie von staatlicher Seite heraus, und bei Gurney dreht sich die Frage zwar auch um die Pandemie, aber Gurney fragt nach dem "Wie" wird es gemacht - nicht "Was" wird gemacht, bzw. ist in solch einer Situation notwendig.
Ich würde mir, angeregt durch Benders Videobeitrag, wünschen, dass wir hier mal weiter dran bleiben. Und erst einmal klarer trennen wovon wir sprechen.
Und by the way ... ich denke keiner von uns hier Diskutierenden zweifelt an Maßnahmen, die im Pandemiefall getroffen werden müssen. Wir kennen uns ja. :ass:
Aber über das "WIE?" ...da sehe ich schon Alternativen.
Das ist noch lang kein Grund hier so rumzuschreien.

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Re: Corona/ Covid-19

Beitrag von Gurney Halleck » 24.06.2020 10:22

...also ich hab die letzten Tage schon ein paar mal angesetzt hier für eine Antwort ... und doch wieder alles gelöscht und verworfen. Ich weiß nicht so richtig, wie wir hier weitermachen, wo ich ansetzen soll.

Schattenwals
Schattenwal hat geschrieben:
22.06.2020 14:13
...wir hier mal weiter dran bleiben. Und erst einmal klarer trennen wovon wir sprechen.
ist ein guter Vorschlag.

Und
Bluntman hat geschrieben:
10.06.2020 14:47
Vielleicht reden wir hier auch komplett aneinander vorbei. Mittlerweile halte ich das sogar für sehr wahrscheinlich, weil mein Fazit in dieser Sache so einfach wie unübersehbar ist.

Wenn dem so sei: Erklär nochmal.
Stimmt wohl auch und wäre ein guter Ansatz.

Aber bei allem, was ich schreibe, kommen mir das hier (1):
Bluntman hat geschrieben:
10.06.2020 14:47
ich glaube nach wie vor, dass "wir" das gut und richtig gemacht haben. Ja, wirklich, mit allen Konsequenzen.
und das hier: (2)
Bluntman hat geschrieben:
15.06.2020 11:22
können wir eigentlich auch auf "Ja, aber" - Tischtennis runterbrechen.
in den Sinn und ich weiß nicht, wo ich da ansetzen soll.

Alles, was ich dazu sagen könnte, würde wahrscheinlich gegen (1) verstoßen und/ oder (somit) (2) locker vom Tisch gefegt werden.
Macht mich ratlos.
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Re: Corona/ Covid-19

Beitrag von Sickboy » 25.06.2020 20:02

Gurney Halleck hat geschrieben:
24.06.2020 10:22
...also ich hab die letzten Tage schon ein paar mal angesetzt hier für eine Antwort ... und doch wieder alles gelöscht und verworfen.
Geht mir genau so. Ich meine das Thema rattert jetzt einfach so vor sich hin. Im Alltag ist mittlerweile wieder Routine eingezogen...zumindest bei den meisten....obwohl noch Regeln zu befolgen sind....das aber die meisten nicht machen....bis auf so das was im öffentlichen Raum einfach strafbar ist wenn man es nicht macht.

Im Prinzip bin ich der Meinung das eine große Anzahl von Menschen zurück im geselligen Leben sind und keiner hat es gemerkt.
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Re: Corona/ Covid-19

Beitrag von Gurney Halleck » 27.06.2020 08:03

Bluntman hat geschrieben:
16.06.2020 13:29
Ich sehe überhaupt nicht, wo das impliziert, dass dabei die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen irgendwo anders stehen, als die von Erwachsenen und Rentnern. Die Scheiße betraf und betrifft alle in gleichem Maß.

[...]

Wenn dem so sei: Erklär nochmal.
So langsam erwächst sich eine Idee, wie wir hier weitermachen können. Es reift. Aber ganz so weit isses noch nicht.



Und bis dahin. Quasi zur Überbrückung mal das hier. Von heute: Robert Koch-Institut und der R-Wert Ungefähr 1,0
Wenn das der Umgang mit Zahlen ist mit denen hier in den letzten Monaten die Maßnahmen (und Schließungen und Pleiten und ...) begründet worden, dürften die Zweifel am Großen Ganzen doch eher wachsen.
Und den Bundestagsvizepräsidenten mit seinen Fragen und seinen Zweifeln jetzt eventuell in die Verschwörungstheorieecke zu drücken, will wahrscheinlich keiner.
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Re: Corona/ Covid-19

Beitrag von Bender » 07.07.2020 09:40

»Das Leben muss bis zum Tod hin gelebt werden können, sonst kann der Tod nicht gestorben werden.«
Josef Bierbichler.

Ein "Urgestein" des deutschen Kinos (z.B. "Das weiße Band", "Im Winter ein Jahr") mit einem wirklich guten Text.

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Re: Corona/ Covid-19

Beitrag von Sickboy » 10.07.2020 21:19

Text ist natürlich kopiert...1:1...viele Fragen, die hier wahrscheinlich keine Antworten finden werden...aber irgendwie liest sich der Text so als ob Professor Streeck vor der Kamera steht...

Na besser geht es nicht!
Das kann man wunderbar für Diskussionen vorbereiten! 😎

FRAGEN:

- Wie kann es sein, dass das RKI (WHO) keine Obduktionen wollte?

- Wieso wurde die Pandemiedefinition so verändert, dass es nur noch „viele Infizierte“ (PCR POSITIVE) braucht? Wieso wurde Sterblichkeit entfernt?

- Wieso wurde der offizielle PCR Virentest nicht klinisch validiert und kann so auch auf andere Coronaviren positiv reagieren?

- Wieso reicht es für eine Corona-Todesfall-Statistik verstorben zu sein und lediglich einen positiven PCR Test zu haben?

- Wieso stellt man die verwendeten PCR Tests nicht mit spezifischeren PCR Tests auf die Probe, wenn man doch weiß, dass die verwendeten Tests auch auf Coronaviren reagieren, die bei Rindern auftreten, wenn wir positive Tests in Schlachtereien haben?

- Wieso hält man durch die Falsch-Positiv-Rate dieser PCR-Tests die „Pandemie“ am Laufen und befördert sie noch durch immer mehr Tests, wodurch die Falsch-Positiven Ergebnisse immer weiter steigen?

- Wieso spricht man von Corona-Ausbrüchen, wenn vereinzelt PCR-Tests positiv ausfallen und nur deshalb Hunderte in Quarantäne müssen, ohne, dass diese auch tatsächlich krank sind?

- Wieso wird durch deutlich mehr Tests pro Woche ein exponentieller Anstieg an Neuinfektionen suggeriert?

- Wieso haben bzw. machen wir keinen Vergleich der getesteten Infektionen und Todesfälle durch verschiedene Viren und Erreger, um so auch die Ursache genauer bestimmen zu können?

- Wie sichert man, dass nicht das Influenza Virus ausschlaggebend war, sondern Sars-Cov2? Die häufigsten Auslöser sind:
Rhinoviren (verursachen 40 % aller Erkältungen), Respiratory-Syncytial-Viren (verursachen 10 – 15 % aller Erkältungen), Coronaviren (verursachen 10 % aller Erkältungen). Auch Adenoviren, Myxoviren, Echoviren, Parainfluenzaviren und Influenzaviren können an einer akuten Infektion der oberen Atemwege beteiligt sein

- Was ist mit Keimen die sich im Krankenhaus auf die Lungen legen und Menschen töten?

- Wieso gab es in Ländern wie Italien und Spanien sowie teilweise in Großbritannien und den USA zuvor schon Grippewellen, die zu einer Überlastung der Krankenhäuser geführt haben und warum wird das heute nicht dazu gesagt. Derzeit müssen zudem bis zu 15% der Ärzte und Pfleger, auch ohne Symptome, in Quarantäne.

- Wie schließt man aus, dass die gefunden Gene nicht Gene von einem SarasCoV2 Virus sind, das unser Immunsystem bereits zerstückelt hat?

- Wieso wird gesagt, es gäbe keine Immunität, wenn bis zu 60% aller Personen bereits über eine gewisse zelluläre Hintergrundimmunität gegen Covid-19 durch den Kontakt mit bisherigen Coronaviren (d.h. Erkältungsviren)haben? Die ursprüngliche Annahme, es gebe keine Immunität gegen Covid-19, war und ist nicht wahr.

- Wieso ist das Medianalter der Verstorbenen in den meisten Ländern (inkl. Italien) bei über 80 Jahren (z.B. in Schweden bei 86 Jahren)? Und nur circa 4% der Verstorbenen hatten keine ernsthaften Vorerkrankungen. Das Sterbeprofil entspricht damit im Wesentlichen der normalen Sterblichkeit.

- Warum ist in den Sentinelerhebungen des RKI seit KW16 kein Sars-CoV-2 mehr zu sehen?

- Warum erfüllt Sars-CoV-2 / Covid 19 nicht die Koch'schen Postulate?

Definition: Vier von Robert Koch aufgestellte Forderungen, die erfüllt sein müssen, damit ein Mikroorganismus als Erreger einer bestimmten Krankheit bezeichnet werden darf.

1. Kochsches Postulat
• Der Mikroorganismus muss in allen Krankheitsfällen gleicher Symptomatik detektiert werden können, bei gesunden Individuen jedoch nicht.

2. Kochsches Postulat
• Der Mikroorganismus kann aus dem erkrankten Individuum in eine Reinkultur überführt werden (Isolation).

3. Kochsches Postulat
• Ein vorher gesundes Individuum zeigt nach Infektion mit dem Mikroorganismus aus der Reinkultur dieselben Symptome wie das, aus dem der Mikroorganismus ursprünglich stammt.

4. Kochsches Postulat
• Der Mikroorganismus kann aus den so infizierten und erkrankten Individuen wieder in eine Reinkultur überführt werden.
(Die führenden Wissenschaftler geben zu, dass keiner von Ihnen ein Virus isoliert hat!).

- Wieso wird behauptet, nur ein starkes Covid-19 könne, im Unterschied zur Influenza, Thrombosen und Lungenembolien verursachen, wenn seit 50 Jahren bekannt ist, dass auch eine starke Influenza das Risiko für Thrombosen und Emobolien stark erhöht?

- Wieso wurde nicht auf die Empfehlungen gehört, eine rasche natürliche Immunisierung der Allgemeinbevölkerung zu erreichen und so den Schutz von Risikogruppen zu erzeugen? Wieso geht es nicht ohne RNA Injektion / Impfung?

- R war vor dem Lockdown unter 1, wozu war der Lockdown?

- Wieso stellt man die positiven Tests nicht zur Anzahl der gemachten Tests in den Kurven, die wir präsentiert bekommen, ins Verhältnis?

- Wieso gibt es immer noch eine Maskenpflicht, obwohl es real keine Infizierten und schon gar keine Kranken gibt?
Die WHO sagt doch inzwischen: Ohne Symptome ist eine Übertragung SEHR unwahrscheinlich. Die Hauptübertragungswege sind direkter Körperkontakt und Tröpfchen beim Husten und Niesen wie bei jeder Grippe.

- Wo soll man sich hier bitte anstecken und wieso kam die Idee mit der Maske erst, als die Infektionszahlen schon im Keller waren?

- Wieso haben Länder ohne Ausgangssperren, wie z.B. Japan, Südkorea, Weißrussland und Schweden keinen negativeren Verlauf, als viele andere Länder erlebt. Schweden wurde von der WHO sogar als vorbildliches Modell gelobt und profitiert nun von einer hohen Immunität.

- Wie geht man mit den (Folge)-Todesfällen, die durch die Maßnahmen entstehen um, die wohl über die potentiellen Todesfälle hinausgehen, als das Virus selbst hätte erreichen können?

- Bitte „Profiteure der Angst“ gucken und unsere Politiker damit konfrontieren !!! Das ist eine ARTE Dokumentation.

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