Würde

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Gurney Halleck
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Würde

Beitrag von Gurney Halleck » 04.10.2019 11:03

Der Schattenkönig

Wer reitet so spät durch Nacht und Wind?
Es ist die Freiheit mit ihrem Kind,
Das Kind heißt Würde und scheint etwas erkrankt,
weshalb man noch nicht um ihr Leben bangt.

"Oh Würde, was birgst du so bang dein Gesicht?"
"Siehst, Vater, du Dogmatismus und Spaltung nicht?
Die Polarisierung mit Kron und Schweif?"
"Mein Kind, das ist nur Protestwählerstreif."

"Du liebes Kind, komm', geh' mit mir!
Die einzige Wahrheit zeig ich dir;
Du musst dich entscheiden zwischen schwarz oder weiß;
Ob du bald Nazi oder Gutmensch heißt."

"Mein Vater, mein Vater, und hörest du nicht,
Was die emotionale Pest uns drohend verspricht?"
"Sei ruhig und atme es weg, mein Kind!
Vertrau auf die Wahlen, das das Gute gewinnt."

"Willst, feine Würde, du nicht mit mir geh'n?
und Greta als Teufel und Marionette anseh’n?
du kannst sie auch gerne als Messias anbeten
in beiden Fällen wirst du mir die Seele abtreten.

"Mein Vater, mein Vater, und hörst du nicht jolen
den neuen Faschismus von mehreren Polen?
"Mein Sohn, mein Sohn, ich hör es genau:
die richtige Meinung für Mann und Frau."

"Ich kriege dich und deine reine Gestalt;
Ich knechte euch alle, mit Ideologie und Gewalt."
"Mein Vater, mein Vater, jetzt faßt er uns an!
Unser eigener Schatten!" hat uns das angetan

Der Freiheit grauset's, sie reitet geschwind,
hält noch in den Armen das ächzende Kind,
Erreicht die Erkenntnis mit Mühe und Not;
Doch die menschliche Würde war da längst tot.
Bild
...im Niveau flexibel.
...und manchmal ahnungslos bis ins kleinste Detail.

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