Die Türkei - zwischen Ost und West, Demokratie und Despotie

Die kleine info-inferno Diskussionsrunde zu politischen, netzpolitischen und wirtschaftlichen Themen. Rette unser Land mit deinem Kommentar!

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Re: Die Türkei - zwischen Ost und West, Demokratie und Despo

Beitrag von Venom » 21.07.2016 11:49

Auch wenn er seine Gegner außerhalb des türkischen Staatsgebiets jagen lässt kann man was tun.
Das macht er doch schon, der will, dass der Gülen ausgeliefert wird und es gibt eine Verleumdungs Hotline, bei der man deutsche Türken verpetzen kann, die nicht auf Erdogans Seite sind. Dieser Mann wird noch so richig böse werden - dürfte nicht mehr allzulange dauern. Wir werden uns noch wundern, wozu der so alles fähig ist.
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Re: Die Türkei - zwischen Ost und West, Demokratie und Despo

Beitrag von Sickboy » 21.07.2016 15:17

Ich meinte eher das Bluttaten geschehen weil Erdowahn seine Gegner und Kritiker eliminieren will. Sei es wie es sei. Er spielt gerade ordentlich mit dem Feuer. Ein EU-Beitritt der Türkei wird es wohl vorerst nicht geben. Aber wie gesagt...lässt er den Flüchtlingsdeal platzen, wird die Balkanroute wohl wieder Thema in den Nachrichten. Es ist mal wieder diplomatisches Fingerspitzengefühl gefragt.
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Re: Die Türkei - zwischen Ost und West, Demokratie und Despo

Beitrag von davedigger » 22.07.2016 05:48

Sickboy hat geschrieben:Er spielt gerade ordentlich mit dem Feuer.
der spielt nicht mehr. Es brennt.
(1) Mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer
...3. eine nukleare Explosion verursacht ..." § 328 II Nr. 3 StGB gut zu wissen!
(2) Es ist einfacher ein Atom zu spalten als ein Vorurteil!

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Re: Die Türkei - zwischen Ost und West, Demokratie und Despo

Beitrag von Bender » 22.07.2016 06:37

Ich sehe die Sache mit Erdogan ähnlich wie den "Brexit": es passiert etwas, dessen Folgen momentan nicht absehbar sind.

Man könnte ja auch mal alles umdrehen und behaupten: hier beweisen einige Nationen den Mut, sich von der (tausendfach todgesagten) EU abzusetzen. Dies kann nach hinten losgehen. Oder aber gelingen!

Die Grundsatzentscheidung "teilen oder abgrenzen" ist ja selbst in unserem Land keineswegs entschieden, im Gegenteil.

Und auch auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen: in nahezu jedem RTS-Spiel geht es um Ressourcen. Je knapper diese werden, um so erbitterter werden die Kämpfe. Und die Türkei hat in dem zukünftigen Konflikt die ultimative Waffe zur Hand: Flüchtlinge. Die keiner(!) haben will!!! Wenn es anders wäre, würde die EU mit der Türkei nicht in Verhandlungen deswegen stehen.

Erdogan hat einen an der Waffel, keine Frage. Aber was er tut, ist sein Schiff für den Sturm vorzubereiten. Wir sind uns hingegen noch uneinig, ob dieser Sturm nicht vielleicht doch Rosenduft und etwas Weihrauch bringen wird.

Ich habe erst vor einigen Tagen eine Doku über Peru (auf jeden Fall was in Südamerika^^) gesehen, bei denen wird das Wasser derzeit so knapp, dass die armen Leute dort rund 80% ihres Einkommens alleine dafür aufwenden müssen. Wir leben hier in einem gigantischen Luxus und spülen nach wie vor unsere Scheiße damit weg. Es ist doch sonnenklar und völlig verständlich, dass immer mehr Menschen deswegen nun "feuchtere" Gebiete aufsuchen wollen/müssen. Und so doof das klingen mag: eine Diktatur ist vielleicht besser in der Lage, damit fertig zu werden.
Selbst Rom hat in demokratischen Krisenzeiten (Hannibal!) für gewisse Zeiten einen Diktator (Fabius Maximus) gewählt.

Zum Wohl des eigenen Volkes. Nicht zum Wohle jedes Menschen auf der Welt. Denn das sind 2050 etwa 11 Milliarden.

Die Welt befindet sich im Wandel, Freunde! :pfiff: :B :yeah: Bild :bier
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Re: Die Türkei - zwischen Ost und West, Demokratie und Despo

Beitrag von Schattenwal » 22.07.2016 07:17

So siehst aus Bender.
Ich denke auch, dass mit kommender Rohstoffknappheit auch wieder mehr "Überlebenstrieb" im Menschen durchkommt.
und zwar überall auf diesem Planeten!

Da kann man jetzt theoretisch darüber philosophieren wie man möchte, es ändert nichts: der Überlebenstrieb ist der stärkste im Menschen.
Und da kommen erst meine Familie, dann meine Freunde und Bekannten und ja gut... vielleicht auch noch Großenhain.

Auch wenn der Mensch glaubt "über" allen Dingen zu stehen. Im Kern ist auch nur ein Tier.

:henne:
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Re: Die Türkei - zwischen Ost und West, Demokratie und Despo

Beitrag von Sickboy » 22.07.2016 14:10

Offtopic 1: Wenn denn die Ressourcen immer knapper werden, wie soll dann bitteschön die Einwohnerzahl auf 11 Mrd anschwellen? Gerade wenn die Ressource Trinkwasser knapp ist, dürfte sich die Zahl eher wieder nach unten regulieren.

Offtopic 2: Vielleicht hat Bender Recht. Vielleicht ist so eine Diktatur auch dazu gut um mal wieder diejenigen zu zähmen die ständig alles nicht wollen und nur rumzuscheißen haben.

Türkei: Die USA haben wohl heute ihren Ton Richtung Türkei verschärft. Der Erdogan sollte wohl lieber mal einen Gang zurückschalten wenn er nicht bald den nächsten Putsch auf sein Amt erleben möchte. Wir wissen ja alle....Demokratie irgendwo hinbringen, darin sind die Amis Meister ;)
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Re: Die Türkei - zwischen Ost und West, Demokratie und Despo

Beitrag von Sickboy » 16.08.2016 22:39

Kurze Zusammenfassung:

-Aufbau einer astreinen Diktatur
-alle Gegner werden verhaftet
-Verlage die nicht Erdogan-treu sind werden per Gerichtsurteil geschlossen
-die Türkei arbeitet nun nachweislich mit Terroristen islamischen Extremisten zusammen
-wir können noch nicht mal den Zeigefinger heben, da sonst wieder hunderttausende Flüchtlinge auf Europa losgelassen werden
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Re: Die Türkei - zwischen Ost und West, Demokratie und Despo

Beitrag von Sickboy » 24.11.2016 16:26

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Re: Die Türkei - zwischen Ost und West, Demokratie und Despo

Beitrag von Bender » 12.03.2017 08:40

Türkei vs. Niederlande.
Oder auch: Serbien gegen Österreich-Ungarn.
Oder auch: West gegen Ost.
Oder auch: Gott gegen Götze.
Oder auch: Arm gegen reich.

Einige Fragen eines politisch naiven Menschen dazu:
-Wieso machen Türken Wahlkampf in den Niederlanden aber die Niederländer keinen Wahlkampf in der Türkei?
-Wieso leben etwa 1,4 Millionen wahlberechtigte(?!) Türken in Deutschland?
-Wann grenzen sich deutsche Politiker endlich so klar ab wie die Niederländer es gerade tun?
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Re: Die Türkei - zwischen Ost und West, Demokratie und Despo

Beitrag von Schattenwal » 12.03.2017 12:50

Die Wahlberechtigung kommt meiner Meinung nach durch die doppelte Staatsbürgerschaft zustande. Also zumindest hier in Deutschland. Das wäre dann also rechtlich wasserfest.
Und die reinen "gesetzlichen" Möglichkeiten Auftritte türkischer Politiker hier zu verhindern oder einzuschränken sind laut Versammlungsrecht auch recht dürftig. Deswegen ja die Absagen wegen Parkplatz- und Platzmangel. :cool:

Aber scheißegal wie hier darauf reagiert wird, es gewinnt am Ende immer Erdogan.
Lässt man seine Leute hier überall in Europa frei passieren und agieren, werden diese ziemlich sicher für seine upcoming Monarchie hier Stimmung machen und Europa weiter ins wackeln bringen. Oder man untersagt derartige Geschichten und hilft Ihm innenpolitisch bei seinem Wahlkampf. So nach dem Motto: Seht euch die Demokratie in Europa an, Sie halten sich nicht an ihre eigenen Gesetze. Taktisch klug, aber schon nach 3 Sekunden durchschaut.

Diese zynische Masche, dass er Argumente bringt eine Diktatur aufzubauen indem er anderen eben diese vorwirft. Lächerlich 2017.

ABER! ...es ist eben auch die Quittung jahrzehntelanger Fehlentwicklung im Bereich der Migration in Deutschland. Diese ist tatsächlich zu großen Teilen gescheitert (ich rede hier nicht von den anpassungsfähigen Akademikern und westlich motivierten Arbeitern unter den Migranten, sondern von der "Unterschicht", welche hier macht was sie will). Das ist ja kein Geheimnis.

Und nun hat unsere naive (und völlig bescheuerte) "Multikultisonnenschein" - Politphilosophie ein Riesenproblem. Wie löst man das jetzt, ohne jemanden zu enttäuschen. :?:

Den ich glaube nicht, dass ein Auftrittverbot von türkischen Politikern hier in Deutschland stillschweigend hingenommen wird. Ich befürchte brennende Straßen...

:cry:
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Re: Die Türkei - zwischen Ost und West, Demokratie und Despo

Beitrag von Sickboy » 13.03.2017 08:55

Auch hier ist wieder einmal diplomatisches Fingerspitzengefühl nötig. Auf der einen Seite darf sich Europa nicht zum Spielball von Erdowahn machen lassen. Auf der anderen Seite hält Erdowahn aber auch ca. 5 Mio Flüchtlinge von Europa fern. Die Dunkelziffer diesbezüglich soll wohl bei 7,5 Mio Flüchtlingen liegen. Sollten die alle mit einmal nach Europa losgelassen werden, stehen wir 1.) vor einer humanitären Katastrophe in Südeuropa und 2.) möglichen Unruhen der europäischen Bevölkerung. Ich möchte nicht wissen was allein in Griechenland passiert, wenn die gebeutelten Griechen miterleben müssen, das so eine hohe Zahl von Flüchtlingen in ihr krisengeschütteltes Land strömen.

Also ich möchte zur Zeit kein Politiker sein. Jeden Tag kann etwas neues in Brand geraten. So wie die Niederlande reagiert hat war mutig. Aber eventuell bekommen sie auch dafür eine Rechnung. 10000 Türken hatten ja schon in Rotterdam randaliert. Allerdings muß man auch dazu sagen das in Rotterdam 200000 Türken leben. Wie dem auch sei. Die Türkei macht sich gerade nirgendwo Freunde. Und ich denke der Bumerang kommt irgendwann zurück und erwischt den Erdogan völlig unverhofft am Hinterkopf.
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Re: Die Türkei - zwischen Ost und West, Demokratie und Despo

Beitrag von Gurney Halleck » 13.03.2017 12:18

Ich mag Herr Erdogan auch nicht. Aber das ist nur am Rande interessant.

Wenn derzeit das Thema Türkei nach vorn kommt, steht für mich die Beobachtung im Vordergrund, dass hier schon wieder gespalten wird, was nur gespalten werden kann. Das ist nicht gut. Zerwürfnisse innerhalb der Bevölkerung unseres Landes sind dabei jene, die am schwersten wiegen. Was die Türken in und mit der Türkei machen, muss mir nicht gefallen, ist aber nicht wirklich meine Baustelle.

Was das mit uns insgesamt macht, auch mit den Deutschen, die dazu noch einen türkischen Pass haben, ist mindestens beunruhigend.
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Re: Die Türkei - zwischen Ost und West, Demokratie und Despo

Beitrag von Sickboy » 15.03.2017 12:10

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....und alle so...LÜGENPRESSE, LÜGENPRESSE....
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Re: Die Türkei - zwischen Ost und West, Demokratie und Despo

Beitrag von bronco » 19.03.2017 20:42

@Sick: Was die AKP-gesteuerten gerade abziehen finde ich auch nicht ganz dicht.

Allerdings sollte bei Bildern und Zitaten vom Schlage, wie der über meinem Post, Vorsicht gelten. Woher kommt das? Das klingt mir schon so absurd, dass es auch aus einer holländischen Satire-Sendung kommen kann. Und dann so völlig aus dem Zusammenhang heraus, denkt man sich: Mein Gott sind die Türken bescheuert.

Sitzt die Nachrichten-Tante echt im Anzug und Schlips da?
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Re: Die Türkei - zwischen Ost und West, Demokratie und Despo

Beitrag von Sickboy » 20.03.2017 09:26

Ja die Tante von den Nachrichten sitzt meistens so vor der Kamera. Und das Foto an sich wurde von Türken die in den Niederlanden leben ins Netz gestellt. Vorher wurde es im Photoshop gepimpt. Also hätte es hier im Forum in den Satire-Fred gemusst. Aber hier ist es auch nicht so verkehrt, denn es veranschaulicht doch wieder mal "Die Macht der Bilder" ;)
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Re: Die Türkei - zwischen Ost und West, Demokratie und Despo

Beitrag von Venom » 21.03.2017 12:13

Hallo,
ich will hier mal die neusten Entgleisungen unseres netten Despoten Erdogan zum Besten geben: Er sagt, dass unsere gute, liebe Merkel Nazi Methoden anwendet - er duzt sie dabei! Ausserdem ruft er im Ausland lebende Türken dazu auf, mehr Kinder zu kriegen! Sowas steht übrigens auch im Koran - Thema Welteroberung desselben! Ja sagt mal, will der langfristig ganz Europa erobern??? Ja wer ist denn hier der Nazi?!? Dieser alte Faschist Erdogan sollte sich mal an den eigenen Riechkolben fassen! :facepalm:

Diesem ganz böhhhhsen Onkel gehört mal auf die Finger geklopft!!! :bussi
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Re: Die Türkei - zwischen Ost und West, Demokratie und Despo

Beitrag von Gurney Halleck » 21.03.2017 12:36

Na ja, nein. Zumindest vorerst sollte man ihm nicht auf die Finger klopfen.

Ich sehe das wie folgt: Der gute Erdogan will um jeden Preis eine - zeitlich begrenzte - Eskalation mit dem Westen. Die braucht er, damit er sein Referendum Mitte April beim türkischen Volk durchbekommt. Die aktuelle Politik der Bundesregierung - umschrieben mit wohlwollender Ignoranz - ist sehr gut. So muss man das machen. So hätte das auch schon letztes Jahr mit Kollege Böhmermann gehen können, aber nun ja.
Nicht eskalierend mitzuspielen bringt Herrn Erdogan nämlich nicht den nötigen Rückhalt bei seiner türkischen Wählerschaft. Er möchte sein Land als Opfer stilisiert sehen und dafür braucht er die harsche Reaktion des Westens, am liebsten von Deutschland. Und da er diese Reaktion nicht bekommt, wird er halt immer aggresiver, persönlicher, irrationaler.
Seine Wähler und das Referendum mit anderen Themen zu gewinnen, scheint nicht mehr in seiner Macht zu liegen. Wirtschaftlich läuft es schlecht in der Türkei, auch weil viele Mitarbeiter der Verwaltungsebenen im Gefängnis sitzen oder zu 10.000en gefeuert worden. Die Türkei als Urlaubsziel scheidet derzeit für viele Europäer aus. Das Militär hat er geschröpft, von dort es letztlich auch nicht viel Hilfe zu erwarten.

Es läuft halt nicht für Erdogan. Und - das kommt noch hinzu - er ist nahezu verdammt dazu das Referendum zu gewinnen, um sich weitere Machtbefugnisse einzuverleiben und auf seine Person zu konzentrieren. Denn sollte er das Referendum verlieren, sind womöglich auch seine Tage als Staatschef gezählt, dann mobben ihn voraussichtlich seine unzufriedenen Parteigänger weg. Und das ist das letzte, was er will, denn dafür, wie er mit dem Land und der Bevölkerung umgesprungen ist, könnte er - ohne seine Macht - selber mindestens im Gefängnis landen.

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Re: Die Türkei - zwischen Ost und West, Demokratie und Despo

Beitrag von Venom » 21.03.2017 13:09

Na ja, nein. Zumindest vorerst sollte man ihm nicht auf die Finger klopfen.
Ja das könnte sein, zumindest vorerst! Aber wenn er Referendum gewonnen hat, wird sich die Welt noch umschauen, was das für einer ist! Dann muss man ihm auf die Finger klopfen und die Türkei meiden (Urlauber und die EU), konfrontieren (Politik) und boykottieren (Wirtschaft) und hoffen, dass den jemand aus den eigenen Reihen umlegt! :bombe:
- ohne seine Macht - selber mindestens im Gefängnis landen.
Der gehört an die Wand gestellt! Todesstrafe Ahoi! Bei solchen Leuten mit bösem Mundwerk und Gehabe bin ich radikal. Und dann noch mit dem Islam wedeln - der wird mir immer unsympathischer! :B
Wollen wir doch mal hoffen, denn lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende sollte vorgezogen werden!

Was ich nicht verstehe, wie können so viele Leute diesen Ar... regelrecht anbeten... Das muss den Leuten doch auffallen, was das für einer ist. Grosse Teile der Menschheit sind so dumm!!! :wand
Ja, die Herdentiere, die kleinen Leute und die Konservativen! :bombe:

So viele dumme Menschen dass es fast schon wehtut! Sie sind sehr leicht zu verführen. Aber was Verführung und Blendung angeht haben die Menschen in der Türkei ja schon Erfahrung mit dem Islam, der für mich auch ein teuflisches verführerisches Blendwerk ist - wieso auch immer die das toll finden! Da überrascht mich der Erdogan nicht im geringsten!
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Re: Die Türkei - zwischen Ost und West, Demokratie und Despo

Beitrag von Sickboy » 21.03.2017 16:12

Vor ein paar Tagen sah ich ein Interview mit Schäuble. Auf die Frage ob man sich Sorgen um die Türkei bzw Erdogan machen müsse, antwortete er "Das ist nur vorübergehend."

So sehe ich das mittlerweile auch. Die Politik von Erdogan hat schon jetzt zufolge das die Türkei im Tourismus enorme Einbußen hinnehmen musste. Und ich glaube das der Tourismus für die Türkei so ziemlich eine der Haupteinnahmequellen ist die die Türkei auch braucht. Letztlich wird man ihn so dermaßen ausbremsen das ihm Hören und Sehen vergehen wird. Lehnt er sich zu weit aus dem Fenster, werden auch mal ganz schnell Finanzen eingefroren usw.
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Re: Die Türkei - zwischen Ost und West, Demokratie und Despo

Beitrag von Heiner Bremer » 21.03.2017 20:24

Hi,

da ist was dran, ich kenne keinen aus meinem Umfeld, welcher dort Urlaub machen möchte, auch haben sämtliche Fußballvereine, welche sonst ihr Wintertrainingslager in der Türkei abhielten, dieses Jahr umgebucht.

Das Problem dabei ist, die Betroffenen davon sind meist keine Erdogan-Anhänger, sondern selbst meist westlich orientiert. Was dann eher kontraproduktiv wirkt...

Ich glaube, es wird darauf hinaus laufen, dass​ Erdogan sich in Putins Schoß wirft und sich diesem unterordnet, um die benötigten Devisen zu beschaffen. Was das wiederum für die Weltpolitik und die Türkei selbst bedeutet, wird man sehen...
Gruß, Heiner

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