Europas Wackelkandidaten

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Re: Europas Wackelkandidaten

Beitrag von Sickboy » 10.07.2015 19:52

Gurney Halleck hat geschrieben:Da siehste mal den Unterschied zwischen Ken FM und Dirk Müller. Die Distanz dazwischen und alles womit diese gefüllt ist, ist der Grund warum der eine akzeptabel ist und der andere nicht.
"Guter Sprecher, schlechter Sprecher" oder wie?

Na dann mal hier Dirk Müller und seine Meinung zu einem anderen Wackelkandidaten.

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Re: Europas Wackelkandidaten

Beitrag von Bender » 11.07.2015 08:35

Im Großen wie im Kleinen: das Eingestehen des Scheiterns scheint einfach unmöglich zu sein.
So wie es momentan aussieht wird der Blinddarm wieder eingenäht. Das Wundbrandbein gestreichelt. Ein Pflaster mit Herzchen auf den Krebs geklebt :roll:

Ein Auszug der Fakten (gekürzt):
SPON hat geschrieben:Am 1. Januar 2001 tritt Griechenland der Eurozone bei. [...] Erst im Jahr 2000 erfüllte es die sogenannten Konvergenzkriterien des Maastrichter Vertrages - zumindest auf dem Papier.

Im November 2004 wird klar: Die Regierung in Athen hat sich die Aufnahme in die Eurozone mit gefälschten Finanzdaten erschummelt. Alle Haushaltsdefizite vergangener Jahre waren in Wahrheit deutlich höher als zuvor an Brüssel gemeldet. [...]

Ende Oktober 2009 zeichnet sich zum ersten Mal so etwas wie eine Griechenlandkrise ab. Das voraussichtliche Haushaltsdefizit liegt bei rund 12,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts, doppelt so hoch wie zunächst angenommen. [...]

Mitte Dezember 2009 stuft die Ratingagentur Standard & Poor's Griechenlands Kreditwürdigkeit herab. Zuvor hatte dies schon die Agentur Fitch getan. Warnungen vor einer drohenden Staatspleite werden lauter. Der Kurs des Euro bricht ein. Bundeskanzklerin Angela Merkel beschwichtigt: "Ich bitte im Interesse einer sachlichen Diskussion, das nicht überzubewerten."

Im Frühjahr 2010 wird es eng: Griechenland bekommt nur noch sehr schwer Geld an den Finanzmärkten. Die Eurostaaten und der Internationale Währungsfonds (IWF) springen dem Land bei. Anfang Mai schnüren sie ein Rettungspaket mit Krediten über 110 Milliarden Euro, 30 Milliarden davon übernimmt der IWF, auf Deutschland entfallen 22,4 Milliarden Euro. Die Bundesregierung peitscht das Gesetz im Eilverfahren durch den Bundestag. Die Geldgeber sehen die Griechenlandkrise offenbar als temporäres Problem: Die Laufzeit der Kredite beträgt nur drei Jahre. Kurz darauf geraten auch andere Länder wie Irland und Portugal ins Wanken.
[...]
Zweites Rettungspaket, erster Versuch: Ein Sondergipfel der Eurostaaten beschließt am 21. Juli 2011 ein neues Hilfspaket für Griechenland mit einem Volumen von 109 Milliarden Euro.
[...]
Ende Oktober 2011 legt die Troika aus EU, IWF und Europäischer Zentralbank (EZB) einen neuen Bericht zur Finanzsituation Griechenlands vor. Die Experten zeichnen darin ein düsteres Bild: Die Lage des Landes hat sich in den vorangegangenen Monaten weiter verschlechtert. Auf einem EU-Gipfel am 26. Oktober schmieden die Staats- und Regierungschefs einen neuen Rettungsplan: Private Gläubiger sollen auf mehr als 50 Prozent ihrer Forderungen gegenüber Griechenland verzichten. Das trifft vor allem europäische Banken. Athen soll weitere 100 Milliarden Euro erhalten, mit zusätzlichen 30 Milliarden Euro soll der Schuldenschnitt abgesichert werden.

Im Februar 2012 [...] das zweite Rettungspaket. Außer dem Schuldenschnitt für die privaten Gläubiger enthält es auch die im Oktober angekündigten Hilfen in Höhe von 130 Milliarden Euro. Für die Kredite aus dem ersten Hilfspaket von 2010 werden die Zinsen halbiert.

Die Lage an den Finanzmärkten spitzt sich im Sommer 2012 wieder zu. [...] Der Chef der Europäischen Zentralbank, Mario Draghi erklärt am 26. Juli, die EZB werde "alles Notwendige tun, um den Euro zu erhalten"
[...]
Griechenland erhält weitere Zugeständnisse: Am 27. November 2012 [...] ergibt sich eine Finanzlücke von 14 Milliarden Euro, die unter anderem mit günstigen Zinsen auf bereits gewährte Kredite gestopft werden soll.

Im Juni 2013 räumt der Internationale Währungsfonds (IWF) Fehler bei der Rettungspolitik ein. Beim ersten Hilfsprogramm aus dem Mai 2010 habe man zu optimistische Annahmen zugrunde gelegt. Weder der Schuldenstand noch das Wachstum hätten sich so entwickelt wie damals angenommen. Die griechische Wirtschaft schrumpft 2013 das fünfte Jahr in Folge. Seit 2008 ist das Bruttoinlandsprodukt um gut 22 Prozent eingebrochen, die Staatsverschuldung ist wieder höher als vor dem Schuldenschnitt.

2014 scheint die jahrelange Talfahrt endlich zu Ende zu gehen. Die griechische Regierung erwartet sogar ein kleines Wirtschaftswachstum - und wird forsch: Anfang April leiht sich das Land erstmals seit vier Jahren wieder langfristig Geld am Kapitalmarkt. Die Investoren sind begeistert - und geben den Griechen drei Milliarden Euro zu 4,75 Prozent Zinsen.

Ende 2014 laufen die Hilfen der Europartner für Griechenland aus - und Ministerpräsident Antonis Samaras wird nicht müde zu betonen, dass kein neues Geld nötig sei. "Die Ära der Rettungspakete geht zu Ende", jubelt er. Ende November meldet der SPIEGEL, es werde wohl doch ein weiteres Hilfspaket geben. Zehn Milliarden Euro aus dem Rettungsfonds ESM sollten umgewidmet werden.

Wenige Tage nach der Wahl reist Euro-Gruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem nach Athen. Er will mit der neuen griechischen Regierung darüber sprechen, wie es mit dem Hilfs- und Reformprogramm weitergeht. Doch was er erlebt, ist eine knallharte Abfuhr. Griechenland weigere sich, weiter mit der Troika aus EU-Kommission, Europäischer Zentralbank und IWF zusammenzuarbeiten, sagt Finanzminister Giannis Varoufakis bei der gemeinsamen Pressekonferenz. Dijsselbloem steht auf und geht – es reicht nur noch für einen flüchtigen Händedruck.

In der Nacht vom 30. Juni auf den 1. Juli endet das zweite Hilfsprogramm – und Griechenland bleibt zum ersten Mal seit Beginn der Krise eine Kreditrate schuldig: 1,54 Milliarden Euro hätte das Land an den IWF zahlen müssen.
[...]
10.07.2015: Jetzt geht es aber vor allem um ein drittes Hilfsprogramm und Reformen. [...] Der Währungsfonds hatte vor zwei Wochen eine Analyse der griechischen Schuldentragfähigkeit veröffentlicht - sehr zum Unmut der übrigen Gläubiger. Die zwei wichtigsten Ergebnisse: Griechenland braucht bis Ende 2018 weitere 50 Milliarden Euro. Und: Die Schulden müssen runter.
Ganz ehrlich: was soll das denn alles noch? :?
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Re: Europas Wackelkandidaten

Beitrag von Gurney Halleck » 12.04.2016 15:16

Nun, die Briten sind ja nun nicht der klassische Wackelkandidat, der mit Geld der europäischen Länder (welches diese ja auch nicht haben) gepäppelt werden müsste, aber ein Wackelkandidat in der EU sind sie dieser Tage ja schon irgendwie.

Termin der Volksabstimmung über den Verbleib in der EU am 23. Juni 2016.

Kann man machen.
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Re: Europas Wackelkandidaten

Beitrag von Sickboy » 21.04.2016 15:37

Der nächste Wackelkandidat ist laut Meinung der Sparkasse der Euro selbst. Würde mich ehrlich gesagt nicht wundern. Wohl dem der nicht viel hat...

Sparkasse bereitet sich auf den Kollaps des Euros vor
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Re: Europas Wackelkandidaten

Beitrag von Gurney Halleck » 21.04.2016 17:26

... und im Fall der Fälle bedeutet ein solcher Kollaps für den Durchschnittsbürger (also nach meinem Verständis wir hier) genau was?
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Re: Europas Wackelkandidaten

Beitrag von Sickboy » 21.04.2016 18:16

Gurney Halleck hat geschrieben:... und im Fall der Fälle bedeutet ein solcher Kollaps für den Durchschnittsbürger (also nach meinem Verständis wir hier) genau was?
Bin kein Finanzexperte. Das wird man erleben wenn es so weit ist. Ich geh jetzt einfach mal davon aus das es ja dann irgendein neues Zahlungsmittel geben muß. Im günstigsten Fall ist das wieder bedrucktes Papier und Münzen aus Metall. Allerdings wird dann wohl der Wert des neuen Zahlungsmittels nicht dem des Euros entsprechen. Was dann wohl bedeutet das die die ganz viel gespart haben nicht mehr so viel besitzen und die die weniger haben weniger Verlust ertragen.

Oder man hat sehr viel Land oder Immobilien oder die Ersparnisse in andere Werte umgewandelt wie zum Beispiel Gold oder Schmuck oder was weiß ich.

Ich kann hier nur mutmaßen. Man könnte jetzt recherchieren was so in der Geschichte passiert ist wenn eine Währung ihren Wert verloren hatte. Und der Geschichtsexperte bist dann eher du Gurney.
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Re: Europas Wackelkandidaten

Beitrag von Bender » 21.04.2016 18:50

Die Erfahrung mit Menschen, speziell mit Politiker, hat mir gezeigt, dass im Regelfall nichts mehr vermieden werden muss, als der eigene Scheitern einzugestehen.
Aktuell wieder zu beobachten, indem die Flüchtlingspolitik an Erdogan weitergereicht wird, die Renten erhöht werden um die vergraulte Wählerschaft zurück zu lotsen, das Rentenalter erhöht werden soll um alles irgendwie finanzierbar zu halten...

Niemand stellt sich hin spricht es aus: das Sozialsystem in der jetzigen Form mit Millionen an Kranken, Faulen, Dummen, Alten, Immigranten, Studenten, Beamten usw. ist nicht mehr zu halten.

Von daher glaube ich nicht, dass in absehbarer Zeit an der Währung gekrittelt wird.

Fehler machen schließlich nur die Anderen!
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Re: Europas Wackelkandidaten

Beitrag von Sickboy » 21.04.2016 19:22

Bender das würde ja bedeuten das eine Inflation gesteuert werden könnte. Glaub ich irgendwie nicht.

Ich war nur verwundert das eine Sparkasse eine solche Aussage trifft und es zudem in der Sächsischen Zeitung stand. So einen Artikel hätte ich von anderen Quellen erwartet und dann auch dementsprechend weniger ernst genommen. Deswegen hab ich diese Information mal hier ins Forum gesetzt. Lust auf eine Inflation habe ich gerade nicht. ;)
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Re: Europas Wackelkandidaten

Beitrag von Gurney Halleck » 16.06.2016 09:11

Gurney Halleck hat geschrieben:Nun, die Briten sind ja nun nicht der klassische Wackelkandidat, [...] aber ein Wackelkandidat in der EU sind sie dieser Tage ja schon irgendwie.

Termin der Volksabstimmung über den Verbleib in der EU am 23. Juni 2016.
Wenn ich das richtig verfolge, stehen die Zeichen auf Abschied in einer Woche.
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Re: Europas Wackelkandidaten

Beitrag von Bender » 16.06.2016 15:02

Jupp.
Und angeblich wird das ein großes Unglück für... hm... uns? DIe Briten? Europa?

Kann ich nichtmal ansatzweise abschätzen...
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Re: Europas Wackelkandidaten

Beitrag von Sickboy » 16.06.2016 15:17

Hm....ich weiß gar nicht so recht ob sich da überhaupt Auswirkungen bemerkbar machen. Warum sollte das so sein? Ich meine sie scheiden aus der Europäischen Union aus....mehr nicht. Als Währung hatten sie "schon immer" das Pfund. Also was soll am 24.6. anders sein als heute außer das die Briten nicht mehr mit in Brüssel sitzen....nix...
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Re: Europas Wackelkandidaten

Beitrag von Sickboy » 16.06.2016 17:51

Britische Politikerin ermordet

Naja...sie war für einen Verbleib der Briten in der EU...Motiv des Täters noch unklar.
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Re: Europas Wackelkandidaten

Beitrag von Gurney Halleck » 17.06.2016 11:46

Sickboy hat geschrieben:Hm....ich weiß gar nicht so recht ob sich da überhaupt Auswirkungen bemerkbar machen. Warum sollte das so sein? Ich meine sie scheiden aus der Europäischen Union aus....mehr nicht. Als Währung hatten sie "schon immer" das Pfund. Also was soll am 24.6. anders sein als heute außer das die Briten nicht mehr mit in Brüssel sitzen....nix...
Naja. Nein.
Wenn sie aus der EU ausscheiden, heißt das z.B., dass alle Briten, die sich in Europa aufhalten, illegal da sind. Denn alle Abkommen, wie z.B. das der Freizügigkeit gelten nicht mehr. Auch alle anderen Verträge, welche wir hier als selbstverständlich erachten und uns seit den Römischen Verträgen keinen Kopf mehr drum machen, sind dann gegenstandslos. Grenzkontrollen, Arbeitnehmertum.
Theoretisch zumindest. Praktisch wird man (Übergangs-)Lösungen haben und finden.

Aber wäre dann schon so, das alles neu verhandelt werden müsste. Gilt ja nix mehr. Und ob die Briten dann auf Augenhöhe mit der EU verhandeln können, darf bezweifelt werden. Es darf ebenso die Frage gestellt werden, was die Schotten dann machen, die womöglich die EU gar nicht verlassen wollen. Machen die dann ein zweites Referendum über ihre Unabhängigkeit und falls die durchgehen sollte, stellen sie dann wieder einen EU-Mitgliedsantrag?

Keiner weiß was passieren wird. Irgendwie spannend.
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Re: Europas Wackelkandidaten

Beitrag von Sickboy » 17.06.2016 14:12

Grenzkontrollen gab es doch schon immer wenn man nach England wollte. Die Engländer gehörten doch gar nicht zum Schengener Abkommen.

Naja wie auch immer...wenn die Engländer nicht mehr dabei sein wollen und das so demokratisch abstimmen, dann bitteschön. Und wenn Verträge neu ausgehandelt werden müssen, dann sollte das wohl das kleinste Problem sein denke ich.
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Re: Europas Wackelkandidaten

Beitrag von Gurney Halleck » 23.06.2016 08:10

So heute dann.
Großbritannien stimmt ab.
Bin gespannt.
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Re: Europas Wackelkandidaten

Beitrag von Bluntman » 23.06.2016 08:20

Wollen wir auf das Ergebnis wetten?
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Re: Europas Wackelkandidaten

Beitrag von Gurney Halleck » 23.06.2016 09:46

Mein Tipp: 52% - 48% für drinbleiben.
Bei 58% Wahlbeteiligung.
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Re: Europas Wackelkandidaten

Beitrag von Fussballgott » 23.06.2016 10:01

Gurney Halleck hat geschrieben:Mein Tipp: 52% - 48% für drinbleiben.
Bei 58% Wahlbeteiligung.
Und dann brennt Westminster Abbey :d2

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Re: Europas Wackelkandidaten

Beitrag von Bluntman » 23.06.2016 10:06

Tippe auf deutlicheres 'ja' zum drinbleiben: 59 / 41.

Und ebenfalls brennende Dinge.
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Re: Europas Wackelkandidaten

Beitrag von Sickboy » 23.06.2016 13:50

Mein Tipp wäre...unter fairen Umständen verlaufendes Referendum 53% für einen Ausstieg.

Aber das Ergebnis wird solange geschüttelt bis 52% für einen Verbleib gestimmt haben.
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