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 Betreff des Beitrags: Europas Wackelkandidaten
BeitragVerfasst: 29.04.2010 13:41 
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Hier mal ein wenig Statistik Zeug zum Thema der Verschuldung europäischer Länder.

Als Ausgangspunkt zum aktuellen Thema, ob man mit deutschem Geld Griechenland versorgen soll. Vielleicht heißt die Frage demnächst ja schon ganz, aber das mal zum Einstieg.

Meinungen, Statements...?

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 Betreff des Beitrags: Re: Europas Wackelkandidaten
BeitragVerfasst: 29.04.2010 14:23 
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http://www.staatsverschuldung.de/schuldenuhr.htm

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 Betreff des Beitrags: Re: Europas Wackelkandidaten
BeitragVerfasst: 29.04.2010 18:55 
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ich habe mir mal sagen lassen, dass bei einer arbeitslosenquote von 3% keine arbeitslosigkeit existiert. es gibt so viele freie stellen, dass die human resources von einem job zum anderen wechseln koennten, ja, machen was ihnen spass macht oder was mehr geld und zukunftsaussichten bringt. das bedeutet fuer den arbeitgeber, er kann keinen druck mehr ausueben, die lobby wuerde quasi ihre funktion verlieren. und jetzt wieder der alte scheiss mit banken, waehrungen, geld ist (schon lange) nichts wert ausser papier, das denken der menschen leicht zu beeinflussen. vielleicht sind ja die selben fehlplaner an der misere schuld, die eine kleine misere haben wollten um eine schreckensherrschaft aufrecht zu erhalten. es greift eben gut zu sagen, dass du bald deinen job verlierst wenn du dir nicht den arsch abarbeitest.
so leicht ist es nicht, ich weiss.


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 Betreff des Beitrags: Re: Europas Wackelkandidaten
BeitragVerfasst: 30.04.2010 03:05 
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schuldenuhr alter. hast du sie noch alle?


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 Betreff des Beitrags: Re: Europas Wackelkandidaten
BeitragVerfasst: 30.04.2010 06:47 
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Animal hat geschrieben:
schuldenuhr alter. hast du sie noch alle?


was sollte mir denn fehlen?... ich finde es einfach krass dass sich unser heimatstaat jede sekunde um 2550€ verschuldet... irgendwann werden wir auch von unseren zinsen aufgefressen... dieses Geld Thema ist echt viel zu difiziel um da alle ecken und enden zur gänze zu beleuchten. Ich bin immernoch irgendwie anhänger dieser alle werfen alles in einen topf und jeder nimmt das was er braucht, aber ich denke da wird wieder neid und gierregieren genauso wie es das jetzt schon tut...

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 Betreff des Beitrags: Re: Europas Wackelkandidaten
BeitragVerfasst: 30.04.2010 07:28 
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Um ehrlich zu sein fehlt mir schon seit einigen Jahren das Verständnis für Staatsverschuldungen in ewiger Milliardenhöhe. Wäre unser Staat ein Unternehmen, dann wäre dieses Unternehmen aber sowas von Megapleite und Ultrazahlungunfähig.

Es wäre vorbei. Aus. Ende. Firma geschlossen.

Chef in den Knast.

Aber irgendwie passiert das nicht. Angi lächelt. Diese Börse spekuliert. Der Euro wird weiter gedruckt. Alles ist super.

Und wir Bürger gehen weiter friedlich und motiviert arbeiten. Zahlen eifrig unsere Steuern, sind pünktlich auf Arbeit und freuen uns, wenn wir unser hart verdientes Geld für Konsumschrott ausgeben dürfen. Fein. Ganz fein.

Mal ehrlich, dieser Schissl Euro kotzt mich schon an wenn ich ihn in der Hand halte. Klar kann ich mir im Moment dafür etwas kaufen, aber sparen kann ich ihn nicht. Ich habe täglich das Gefühl, das die Hyperinflation nur noch einen Katzensprung entfernt ist. Und unsere Politik will diese Mistwährung um jeden Preis retten, koste es was es wolle.

Milliarden für Griechenland. No, fuck off. :facepalm:

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 Betreff des Beitrags: Re: Europas Wackelkandidaten
BeitragVerfasst: 30.04.2010 07:52 
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Schattenwal hat geschrieben:
Milliarden für Griechenland. No, fuck off. :facepalm:

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 Betreff des Beitrags: Re: Europas Wackelkandidaten
BeitragVerfasst: 30.04.2010 07:56 
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Schattenwal hat geschrieben:
Mal ehrlich, dieser Schissl Euro kotzt mich schon an wenn ich ihn in der Hand halte. Klar kann ich mir im Moment dafür etwas kaufen, aber sparen kann ich ihn nicht. Ich habe täglich das Gefühl, das die Hyperinflation nur noch einen Katzensprung entfernt ist. Und unsere Politik will diese Mistwährung um jeden Preis retten, koste es was es wolle.


Der Aussage lässt jegliches volkswirtschaftliche Verständnis vermissen! Als ob der Euro der Grund für die Griechenland-Misere oder die Staatsverschuldung in Deutschland wäre... Ob D-Mark oder Franc oder Lira... Egal wie man das Kind nennt, die gleichen Probleme wären früher oder später eh gekommen. Der Unterschied ist einzig, dass man sich heute im Sinne der Gemeinschaft besser gegenseitig unterstützen kann. Ist das ein Nachteil? Ursache für solche Phänomene wie Staatsverschuldung und/oder -pleiten sind Korruption, Angst, Gier, Missgunst (privat, in Wirtschaft, in Politik) etc. etc. Griechenland, Portugal und wie sie alle heißen müssen zwangsläufig "gerettet" werden, um noch größerem Schaden hierzuland aus´m Weg zu gehen. Ich sag nur Globalisierung und Firmen(Banken-)verflechtungen... Richtig ist die Haltung der Bundesregierung, hier auf harte Einschnitte in den betroffenen Ländern zu bestehen. Obwohl...da zahlen auch wieder nur die eh schon Ärmsten... :dozey


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 Betreff des Beitrags: Re: Europas Wackelkandidaten
BeitragVerfasst: 30.04.2010 09:04 
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Volkswirtschaft? Ich bin nicht vom Volk der Griechen.

Es will nicht in meinen Kopf rein, dass die deutsche Politik denkt ganz Europa aus der Scheisse ziehen zu können. Wo bitte kommt diese massive Fehleinschätzung her?

Und von wegen "wir müssen jetzt handeln" und der ganze Pfeffer... damit reiten wir das tote Pferd nur noch ein paar Monate länger.

Unsere Europäische Währung steht kurz vor dem Totalausfall. Hauptsächlich dadurch verursacht, weil schon mit Beginn der Währungsreform überzogene und unrealistische Zugeständnisse gemacht wurden. Das rächt sich heute.

Der Euro ist eine Illusion. Und er war es schon immer.

PS: Ich weiss meine Kommentare sind unsachlich und polemisch. Die Zusammenhänge der Europäischen Union sind mir schon bewusst.

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 Betreff des Beitrags: Re: Europas Wackelkandidaten
BeitragVerfasst: 30.04.2010 09:38 
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Naja...Isses nicht so, dass sich alle möglichen deutschen Banken in Griechenland engagieren? Wieviele deutsche Unternehmen exportieren denn nach Griechenland? Wieviele deutsche Tourismusunternehmen profitieren denn, wenn es viele Griechenland-Urlauber gibt? Wir können uns natürlich wieder alle abschotten, die Grenzen dicht machen, eigene Währungen einführen und Zölle verlangen. Frage: Wer anders als Deutschland selbst profitiert denn als (Ex-)Exportweltmeister davon, dass es anderen Staaten gutgeht? Ich meine, lt. Statistik haben wir Deutschen 2008 Waren im Wert von rund 2 Mrd. € nach Griechenland exportiert...Hinzu kommt noch der Dienstleistungssektor (TUI, Thomas Cook u.s.w. sitzen alle in Deutschland!) und das Bankenwesen...

Also, vielleicht denkt ja der ein oder andere nochmal genauer über die Konsequenzen eines grieschischen Staatsbankrotts nach...


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 Betreff des Beitrags: Re: Europas Wackelkandidaten
BeitragVerfasst: 30.04.2010 12:31 
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@Schattenwal: ich verstehe Deinen Standpunkt. Und zuweilen denke ich auch so. ABER:

Das ist zu kleinkariert gedacht. Die ganze Sache mit Euro und Eurozone und EU und alle huscheln unter der blauen Flagge hat auch, so denke ich, mit weltpolitischer Stellungnahme zu tun. Natürlich wären wir Deutschen die europäischen Bulldozer und könnten uns vielleicht Griechenland und Portugal finanziell einverleiben oder aber das war's dann schon.

Wenn man da mal seinen Blick nach rechts schweifen läßt, ich meine nicht politisch :-) sondern auf der Landkarte, kommt dann so ein großer zusammenhängender Gelber Fleck mit ca. 3Mrd Einwohnern und einer politischen und wirtschaftlichen Macht, die unsere um den Faktor 10 oder mehr überragt.

Da isses echt besser, wenn wir nicht allein da stehen...

Ich bin dem Euro gegenüber ganz pragmatisch und mag ihn. Ich kann in Estellence auf Mallorca, dem idyllischten Ort der Welt dem rauschen der Brandung zuhören und an der kleinen Bar da mein SanMiguel mit derselben Währung bezahlen mit der ich zu Hause Butter hole. :ka: ganz einfach

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 Betreff des Beitrags: Re: Europas Wackelkandidaten
BeitragVerfasst: 30.04.2010 13:30 
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bronco hat geschrieben:
...

Genau. Alles richtig.

Nur: Mir persönlich ist eventuelle Konkurrenz von den Gelben, von den Amis oder von wem auch immer völlig egal.
Niemand kann sagen, was für Auswirkungen ein Zusammenbruch von Griechenland, Spanien, Deutschland, EU, ... haben wird. Alles spekulativ. Der Mensch ist doch schließlich flexibel ;)

Nach einem alten Ausspruch der Dakota-Indianer: "Wenn Du entdeckst, dass Du ein totes Pferd reitest, steig ab!"

Oder mit den Worten von Paul Watzlawick: "Als Kapitän seines Lebensschiffes, das die Ratten bereits verlassen haben, steuert er unbeirrt in die stürmische Nacht hinein."
(Watzlawick nennt diese Herangehensweise, ein Problem mit immer der gleichen, bereits mehrfach gescheiterten Strategie, jedoch mit mehr Intensität, anzugehen, sehr treffend "Mehr Desselben").

Oder wie jeder Rollenspieler weiß: Ein Gimp (ein verskillter Charakter) kann auch alleine mit ner neuen Waffe nicht imba werden.

Es geht hier um eine Grundsatzfrage im Leben jedes Menschen: Sache X ist seit Jahren schief gelaufen und deshalb sollte man dort nichts weiter investieren! Wer das trotzdem tut, verleugnet die Realität, weil er hofft, "irgendwann wird alles gut werden". Weil er Angst vor dem hat, was kommen könnte. Das ist eine zutiefst infantile Haltung.

'Anleitung zum Unglücklichsein' hat geschrieben:
Im Lichtkegel einer Straßenlaterne kriecht ein Betrunkener im Schnee spät abends auf der Straße im Kreis herum und sucht und sucht.
Ein vorbeikommender Polizist sieht eine Weile zu und fragt dann, was er verloren habe. Der Mann antwortet: „Meinen Schlüssel!“.
Nun suchen beide. Nachdem er den Lichtkreis dreimal abgesucht hat, fragt der Polizist den Mann, ob er sicher sei, den Schlüssel gerade dort verloren zu haben.
„Nein“, antwortet der Betrunkene; „verloren habe ich ihn dort hinten!“.
„Und warum suchen wir dann hier?“ fragt der Polizist. „Weil es dort hinten kein Licht gibt!

Wir sollten dringend mal im (vermeindlich) Dunkeln suchen gehen! :roll:

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 Betreff des Beitrags: Re: Europas Wackelkandidaten
BeitragVerfasst: 30.04.2010 15:18 
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Was denn, was denn?

Wir sind doch ein reiches Land. Wir können alles. Wir bezahlen Griechenland aus, dann Spanien, Portugal und Irland, Italien machen wir im Vorbeigehen. Danach kümmern wir uns um unser eigenes Geld. Wir zahlen alle Schulden zurück und machen auf allen Ebenen ausgeglichene Haushalte. Vorsorglich für immer. Wir beseitgen jegliche Arbeitslosigkeit und alle Wohnungsmisere. Danach schauen wir uns in der Welt um, wo wir sonst noch was bezahlen könnten, wir könnten zum Beispiel:

- Die Beseitigung des Ölteppichs vor Amerika bezahlen
- Die Folgen des weltweiten Klimawandels bezahlen
- Die Erneuerung der Space-Shuttle-Flotte bezahlen
- Allen Menschen dauerhaft was zu Essen bezahlen
- ... bezahlen
- ... bezahlen
- ... bezahlen
- ... bezahlen
- ... bezahlen

Wir sind Deutschland. Wir können alles.

Was? Wo? Irgendwer braucht Geld? Hier! Tut doch nicht so, ihr wisst doch, wen ihr fragen müsst.

oder auch:

Wer bezahlts? Germany.

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 Betreff des Beitrags: Re: Europas Wackelkandidaten
BeitragVerfasst: 30.04.2010 18:34 
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So. Und nun ernsthaft:

Es gibt für die gegenwärtige Situation keine gute Lösung. Es gibt Lösungen, aber keine einzige davon ist irgendwie lustig oder macht irgendwie Spaß. Also kann die Frage nur lauten, welche der Lösungen ist nicht ganz so schlimm, wie die anderen Schlimmen.

Es gibt die meistdiskutierte Lösung der "Other Peoples Money". Also immer mehr Geld nach Griechenland. Immer mehr. Immer mehr. Wenn genug Geld hingeflossen ist, hat man das Problem gelöst. Nur weiß niemand, wieviel Geld das letztlich sein wird. Klar ist wohl nur, dass der Kosten-Nutzen-Faktor dabei nicht allzu gut weg kommt.

Ich für meinen Teil, und das mein ich ernst, bin für eine andere Lösung: Griechenland muss aus dem Euro austreten und seine alte Währung oder eine andere wieder einführen. Griechenland soll EU Mitglied bleiben. Aber wer sich den Euro mit falschen Zahlen erschlichen, sprich erlogen, hat, den kann man nicht ewig mit durchschleppen, wenn die Kriterien für den Euro im Grunde noch nie erfüllt worden sind. Wenn die alte Währung wieder da ist, kann man zwischen den Währungen Ausgleiche schaffen, was innerhalb des Euro nicht möglich ist, da man dann ja den gesamten Euroraum abwerten müsste.

Ob der Schaden für die Währung Euro dadurch gemindert wäre, ist ebenso unabsehbar wie alles andere unabsehbare auch. Aber vielleicht verbrennen wir dann nicht so viel Geld.

Persönlicher Nachtrag:
Ich könnt den Griechen aktuell an den Hals springen, da sie dort unten demonstrieren, weil der Rest der Welt nicht schnell genug das Geld rüberwachsen lässt. Oder so ähnlich...

...

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 Betreff des Beitrags: Re: Europas Wackelkandidaten
BeitragVerfasst: 30.04.2010 19:05 
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Die 2 Haupttriebfedern der Menschheit:

ANGST und GIER...ANGST davor, das zu verlieren was man hat und GIER nach dem, was man nicht hat.

Alle Konflikte gehen letztendlich darauf zurück. Auch die Griechen wollten unbedingt das, was sie nicht hatten und haben nun Angst, Besitzstände aufgeben zu müssen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Europas Wackelkandidaten
BeitragVerfasst: 03.05.2010 15:37 
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Mal was vernünftiges aus der SPD-Ecke:
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Sechzig Jahre Frieden in Europa sind ein Erfolg ohne Beispiel. Die europäische Einigung ist das Ergebnis kluger, mutiger Politik. Sie beruht auf der Erkenntnis: Wer stets auf seinem kurzfristigen Vorteil beharrt, der steht am Ende ohne Freunde da. Wer bereit ist, solidarisch zu handeln, der gehört langfristig zu den Gewinnern. Das gilt für niemanden so sehr wie für uns Deutsche in der Mitte unseres Kontinents. Wir sind der größte Gewinner der europäischen Einigung...Der Euro ist die europäische Antwort auf das globale Zeitalter. Und wieder profitieren wir Deutsche besonders davon. Zwei Drittel unserer Exporte gehen in die Staaten der EU. Die deutsche Wirtschaft spart jedes Jahr rund zehn Milliarden Euro, weil Kurssicherungsgeschäfte weggefallen sind. In der vergangenen Dekade sind in der Euro-Zone 16 Millionen neue Jobs entstanden, auch dank wachsenden Interesses globaler Investoren.

Von Peer Steinbrück und Frank-Walter Steinmeier

Den Rest des Artikels wiederum kann man glatt in die Tonne drücken. Auf so vernünftige Wort folgen sogleich Anfeidungen und Anschuldigungen an die Adresse der Regierung...Schade eigentlich...

http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,692610,00.html


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 Betreff des Beitrags: Re: Europas Wackelkandidaten
BeitragVerfasst: 11.05.2010 07:41 
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Ach, ich weiß nicht, ich weiß nicht. Bin zwar weder Betriebswirtschaftler, Banker, Kaufmann, Volkswirtschaftler oder ähnliches, aber ich habe Zweifel, dass das alles so gut aus- oder weitergehen wird.

Wir hatten und haben (auch in Bürgschaften, aber dennoch) auf der Einen Seite:
- 500 Millarden zur Rettung der Finanzwirtschaft
- 110 Millarden zur Rettung Griechenlands
- 750 Millarden zur Rettung des Euro (aktuell)

Und auf der Anderen Seite:
- 90 Millarden Haushaltsdefizit in diesem Jahr (Neuverschuldung)
- 230 Millarden Staatsanleihen, die dieses Jahr fällig sind
- 1700 Millarden Verschuldung der öffentlichen Hand

Und angeblich ist immer noch (oder jetzt wieder) alles völlig cool. Ich weiß nicht, ich weiß nicht.

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 Betreff des Beitrags: Re: Europas Wackelkandidaten
BeitragVerfasst: 11.05.2010 08:13 
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Gurney Halleck hat geschrieben:
Wir hatten und haben (auch in Bürgschaften, aber dennoch) auf der Einen Seite:
- 500 Millarden zur Rettung der Finanzwirtschaft
- 110 Millarden zur Rettung Griechenlands
- 750 Millarden zur Rettung des Euro (aktuell)


Zur Verfügung gestellt von EU und IWF...Nicht von Deutschland alleine! Nicht Äpfel mit Birnen vergleichen Gurney! :cool:


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 Betreff des Beitrags: Re: Europas Wackelkandidaten
BeitragVerfasst: 11.05.2010 08:38 
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Das klingt bei dir ja so, als wäre aus deiner Perspektive hier alles in Butter. Bloß nichts Falsches miteinander vergleichen und alles ist Friede, Freude, Eierkuchen. Bin ich denn der Einzige, der ein ungutes Gefühl in der Magengegend hat?

Die 500 Millarden für die Finanzwirtschaft sind ein rein deutsches Paket. Bei den anderen Punkten geb ich dir recht. Aber unser Anteil alles in allem liegt hier wohl auch bei etwa 100 Millarden Euro.
Und: Niemand weiß, ob das Geld gut angelegt ist, ob es für die Zwecke, die es erfüllen soll überhaupt reicht, ob man nicht später nochmal ordentlich Nachschießen muss, oder ob es später im Rückblick überhaupt jemals gut angelegt war.

Ich bin für die Europäische Idee. Immer gewesen. Aber ich weiß nicht mehr so recht. Dunkle Wolken überall.

Aber solange Frau Merkel in die Kamera lächelt, ist die Welt doch völlig in Ordnung.

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 Betreff des Beitrags: Re: Europas Wackelkandidaten
BeitragVerfasst: 11.05.2010 08:54 
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Von alles in Butter sein kann ja gar nicht die Rede sein. Aber BILD-Zeitungs-Populismus hilft uns ja auch nicht weiter oder?!?!

Und deine Abneigung gegen Angie kennen wir auch alle schon...Wenn deine Freunde von der SPD dran wären, würden die nicht´s anderes tun! Natürlich isses für Steinmeier&Co. jetzt einfach sich als Verteidiger des armen Mannes zu profilieren, in der Opposition muss man ja keine Entscheidungen treffen, sonder kann immer schön mit den Fingern auf andere zeigen...Billige Meinungsmache ohne ehrlichen Hintergrund und ohne Gehalt nenn ich das! Pfui! :peitsche:


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