Corona/ Covid-19

Die kleine info-inferno Diskussionsrunde zu politischen, netzpolitischen und wirtschaftlichen Themen. Rette unser Land mit deinem Kommentar!

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Wie sehr wird Corona/ Covid 19 die Welt in den nächsten Wochen/ Monaten/ Jahren noch beeinflussen?

Das Ding interessiert nächste Woche keine Sau mehr.
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Keine Stimmen
Alles bloß Mediengemache. Ist doch gesteuert. Als Lügenpresse-Ablenkung von den wirklichen wichtigen Themen.
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Keine Stimmen
Das wird zu hochgebauscht.
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19%
Ob wir in Deutschland gut genug vorbereitet sind, daran habe ich Zweifel.
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Wir werden alle sterben.
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Im Sommer sind wir damit durch.
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Rückblickend wird das Ding das größte Ereignis der Menschheit in der ersten Hälfte des 21. Jahrhundert sein.
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Diese Hamsterkäufe sind nun wirklich übertrieben.
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25%
Wir sollten die Grenzen abriegeln, sofort.
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Endlich mal nicht mit Klimawandel beschäftigen müssen.
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Die Börsen werden einbrechen und es wird zu Massenentlassungen kommen. 2008/ 09 war ein Witz dagegen.
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Die Schulen werden schließen. Mindestens für 14 Tage demnächst auch bei uns.
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An diesem Ding wird der Euro zerbrechen.
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Ich bleib da ganz gelassen. Dinge kommen und Dinge gehen auch wieder.
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13%
Ach lass mich in Ruhe mit deinem Mist.
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Re: Corona/ Covid-19

Beitrag von Sickboy »

Schattenwal hat geschrieben: 12.01.2021 18:17War das klar?
Sollte sowas in einem demokratischem Rechtsstaat überhaupt klar sein, ohne einen längst überfälligen gesamtgesellschaftlichen Abgleich aller Nutzen - und nennen wir das Kind ruhig beim Namen - Schäden dieser Verfahrensweise?
Für mich war es schon im Oktober so klar wie Klosbrühe. Und ich hatte es genau so hier im Forum niedergeschrieben. Ich bin kein Freund dieses Lockdowns und war es noch nie. Laut SZ ist der Altersdurchschnitt der Patienten auf den Intensivstationen bei 85 Jahren. Das stößt mir schon lange ganz böse auf.

Aber um nicht falsch verstanden zu werden: Ich möchte nicht das man den alten Menschen nicht hilft. Aber man sollte sie vielleicht vorher mal fragen ob sie überhaupt auf eine Intensivstation möchten. Ein Beispiel dazu aus meiner eigenen Familie. Meine Oma ist 93. Sie lebt schon seit mindestens 15 Jahren im Pflegeheim. Mittlerweile kann sie nur noch im Rollstuhl von A nach B bewegt werden. Und wenn da niemand den Rollstuhl schieben würde, würde sie bei A einfach stehen bleiben. Sie ist zudem stark dement. Wenn sie aber genau diese Frage noch beantworten könnte, also ob sie ins Krankenhaus oder auf den Friedhof möchte, würde sie sich mit 100%iger Wahrscheinlich für den Friedhof entscheiden.

Aber die Geschichte geht noch weiter. Erst vor wenigen Tagen wurde mein Vater darüber informiert, dass sie ins Krankenhaus gebracht werden musste. Letztendlich stellte sich heraus das sie viel zu wenig getrunken hatte und beinahe an einem Nierenversagen gestorben wäre. Die behandelnde Ärztin telefonierte mit meinem Vater und fragte ihn ob seine Mutter noch Lebensmut hat. Welcher Sohn würde darauf mit nein antworten? Natürlich lässt man seine Mutter nicht sterben, obwohl es im Grunde das beste für sie wäre.

Lange Rede, kurzer Sinn...ich denke unsere Probleme die wir gerade zu bewältigen haben, sind alle hausgemacht. Und diese Überlastung des Gesundheitssystems haben wir schlichtweg nur, weil wir alte Menschen die dem Tod geweiht sind unbedingt und aus unterschiedlichsten Gründen retten müssen. Wenn wir eventuell etwas aus dieser Pandemie lernen können, dann das wir dahingehend unbedingt umdenken müssen. Vielleicht sogar so, dass jeder Mensch für sich selber eine Patientenverfügung ausstellt, so lange er noch im Vollbesitz seiner geistigen Fähigkeiten ist.

Ich persönlich werde das auf alle Fälle in Angriff nehmen. Wenn ich über 75 Jahre alt bin und im sterben liegen sollte, möchte ich bitte sterben.

Noch kurz was zu den heutigen Meldungen. Es wurde auch berichtet das es Coronaausbrüche in 2 Pflegeheimen im Landkreis gab. Dadurch steigt natürlich die Zahl der gemeldeten Fälle im Landkreis. Dieser Inzidenzwert ist zwar leicht gesunken, wird aber dadurch wieder steigen. Also Dank dieser Ausbrüche in Pflegeheimen bleiben wir auf der Karte lila und jungen Menschen oder wir etwas älteren jungen Menschen haben dadurch Zuhause zu bleiben! Das ist nicht nachzuvollziehen und stinkt bis zum Himmel.
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Re: Corona/ Covid-19

Beitrag von Bender »

:up: :up: :up:
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Re: Corona/ Covid-19

Beitrag von Sickboy »

Sickboy hat geschrieben: 11.01.2021 19:57Und wie schon mal angekündigt, wird dieses Virus im Winter 21/22 wieder auf der Matte stehen und sein Unwesen treiben.
Südafrikanische Mutation in Deutschland nachgewiesen

Brasilianische Mutation in Japan nachgewiesen

Ich bin gespannt wie viel Medikamente irgendwann in einen Topf müssen um uns vor all dem zu schützen ;)
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Re: Corona/ Covid-19

Beitrag von Sickboy »

Mir fehlen einfach die Worte um dies zu kommentieren...

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Re: Corona/ Covid-19

Beitrag von Schattenwal »

Da haste schwer Recht Sickboy. Dazu kann man nicht mehr viel sagen.
Und als Konsequenz dazu hier auch nicht mehr: https://www.spiegel.de/politik/deutschl ... 48cddfda9a

Wer allerdings bereit ist sich 50 Minuten hochqualifiziert unterhalten zu lassen, der sollte hier unbedingt mal reinhören.
"Dr. Pieter Schleiter, Richter am Landgericht Berlin, erörtert seine beim Bundesverfassungsgericht erhobene Beschwerde gegen diverse Corona-Verordnungen und Maßnahmen im Gespräch mit dem Düsseldorfer Rechtsanwalt und Publizisten Carlos A. Gebauer und Burkhard Müller-Ullrich."

phpBB [video]


Ihr werdet schon sehen... diese ruhigen und komplett manipulationsfreien Dialoge gehen runter wie Öl. Man möchte fast weinen.
Das ist noch lang kein Grund hier so rumzuschreien.
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Re: Corona/ Covid-19

Beitrag von Sickboy »

@Schattenwal...hab's mir angehört. Nun ja, für mein Verständnis geht es mehr oder weniger um die dritte Kraft in unserem System der Gewaltenteilung. Ich habe da wenig Hoffnung das die Judikative irgendetwas bewegen kann...leider. Das fühlt sich falsch an, keine Frage.

So oder so wird das Land bald komplett stillgelegt. Oder anders formuliert...unsere Entscheidungsträger eiern seit Monaten auf der Straße hin und her und steuern trotzdem immer wieder auf einen Baum zu. Allerdings ist der Crash nun bald nicht mehr zu vermeiden. Wo in anderen Teilen der Welt Massenimpfungen stattfinden, überlegen wir noch, ob nicht alle Bürger FFP2-Masken tragen sollten und wie wir die Maßnahmen weiterhin verschärfen, um die Pandemie einzudämmen. Also quasi beschäftigen wir uns nach wie vor mit Dingen die zur Lösung des Problems nicht beitragen.
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Re: Corona/ Covid-19

Beitrag von Bender »

Sickboy hat geschrieben: 15.01.2021 14:51Ich habe da wenig Hoffnung das die Judikative irgendetwas bewegen kann...leider
Das geht mir leider ähnlich.
Die Chance war vielleicht mal da, irgendwann, aber nun sehe ich die Zeit für Argumente, Analysen, Fakten oder gar Gesetze(!) als vergangen an.

Der Kurs lautet "Weiter so!" oder "Mehr desselben!". Eine Abkehr oder gar Umkehr würde das Eingestehen von Fehlern mit sich bringen, was unbedingt vermieden werden muss.

Zu sehen ist dies an der Entwicklung aktueller Debatten:
-aus "Was bringen Masken überhaupt?" wurde "Wieso verpflichtend FFP2?"
-aus "Wie kann man nur die Kinder sozial isolieren, sind diese überhaupt gefährdet/gefährlich?" wurde "Warum kolabiert Lernsax immer wieder?"
-aus "Welche Wirkung und welche Risiken birgt die Impfung?" wurde "Warum ist der Impfstoff nicht ausreichend vorhanden?"

Es lenkt zwar von den Ursprungsfragen gut ab, ich halte dies aber dennoch für sehr gefährlich.
Analog der Frage, ob der Angriff auf Russland im Jahre 1941 ein Fehler war anstatt sich mit dem Fehlverhaltens des eigentlichen Beginn des Krieges zu beschäftigen.

Trotz allem gelingt es mir in den letzten Tagen immer mal wieder, mich in meinem imaginären Lehnstuhl zurückzulehnen und der Menschheit beim Scheitern 4.0 zuzusehen. Die eigene Ohnmacht wenigstens in Ansätzen zuzulassen. Meine Schuld daran (sofern überhaupt vorhanden) als verschwindend gering zu erkennen.
Wie tausend andere Kommandeure in tausend anderen Gefechten, warte ich auf die Morgendämmerung.

Nur die Frage Whiskey, Kaviar oder Champagner habe ich bislang noch nicht entscheiden können :bier
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Re: Corona/ Covid-19

Beitrag von Sickboy »

Bender hat geschrieben: 15.01.2021 15:42Das geht mir leider ähnlich.
Die Chance war vielleicht mal da, irgendwann, aber nun sehe ich die Zeit für Argumente, Analysen, Fakten oder gar Gesetze(!) als vergangen an.
Erstaunlich ist das das irgendwie die Mehrheit der Bürger einfach frisst. Verfechter der Demokratie und Menschen die unseren Staat unheimlich toll finden, verteidigen das Versagen der Regierung mit all ihren Beratern.

Um es hier nochmals deutlich zu machen...es geht um genau das hier. 97,6% des Landes haben sich den 2,4% unterzuordnen. Unverständnis ist noch nicht mal das richtige Wort um meine Gefühle auszudrücken.

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Re: Corona/ Covid-19

Beitrag von Sickboy »

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Re: Corona/ Covid-19

Beitrag von Schattenwal »

@Bender und Sickboy

Meine Hoffnung, dass unsere Gesetzgebung uns hier rettet ist natürlich auch minimal. Sicher.
Es tut nur hin und wieder gut sich einer nachvollziehbaren Diskussion hinzugeben.
Das wollte ich euch nicht vorenthalten.

Eine Sache habe ich jetzt aber endgültig eingesehen: ich trage für die Zustände in diesem Land keine Verantwortung, und das lasse ich mir auch in Zukunft nicht mehr unterstellen.
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Re: Corona/ Covid-19

Beitrag von Gurney Halleck »

Was ist denn eigentlich die große Hoffnung, die mit der Judikative verbunden wird hier? Dass diese der Kanzlerin und den Ministerpräsidenten in die Hand fallen und alle An- und Verordnungen rückgängig machen und für nichtig erklären?
Das darf man als unrealistisch abhaken. Vorstellbar ist für mich maximal, dass hinterher, wenn alles vorbei ist, das eine oder andere Gericht ein Urteil fällt, dass das so nicht hätte laufen dürfen und "Rügen" verteilt und sagt: Beim nächsten Mal aber anders. Mehr sehe ich nicht.

Aber mal davon abgesehen, lassen mich derzeitige Ankündigungen nach Verschärfungen eher kalt. Wir sind hier in Sachsen, wir haben hier derzeit (immer noch) hohe Werte. Die Regeln sind hier bereits hart. Was will man hier noch verschärfen, was meinen Alltag (und den meiner Familie) noch irgendwie beeinflusst oder ändert? Kann ich mir nichts mehr vorstellen, scheint mir ausgelevelt zu sein.

Und nebenbei noch folgender Gedanke und das stört mich tatsächlich in diesen Tagen:
Die Einen sitzen zu Hause und halten sich soweit an aktuelle Regeln und tragen dazu bei, das der Inzidenzwert nicht weiter steigt. Als Belohnung dafür gibt es mehr Zeit, die im Lockdown zu Hause verbracht werden soll.
Die Anderen gehen fröhlich weiterarbeiten oder sind anderweitig unterwegs. Und als Belohnung darf man weiter draußen unterwegs sein.

Wieso sitzen eigentlich die einen zu Hause und die anderen sind unterwegs? Und wer zu Hause sitzt, sitzt dort länger und wer unterwegs ist, bleibt das auch? Über Wochen und Monate hinweg? Wie kann denn so etwas sein?
Wenn man die Lasten gleich verteilen will, könnte man sagen: In dem einen Monat bleiben Kinder und Schüler zu Hause und Büros und Betriebe offen. Und im nächsten Monat wird gewechselt. Alle Mitarbeiter aus Büro und Betrieben bleiben zu Hause und alle Kinder und Schüler gehen in ihre (Bildungs-)Einrichtung. Die Anzahl der Leute, die draußen unterwegs sind, würde sich dadurch kaum ändern. Und warum sollen Schulen ansteckender sein als Verwaltungen oder Firmen?

Nochmal: Warum sollen einige die ganze Zeit zu Hause hocken während andere die ganze Zeit weitermachen?
Hat da irgendwer eine nachvollziehbare Antwort für mich bzw. kann mir den Gerechtigkeitsanteil an dieser Dauerausnahmesituation erläutern?
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Re: Corona/ Covid-19

Beitrag von Sickboy »

Gurney Halleck hat geschrieben: 18.01.2021 08:59Was will man hier noch verschärfen, was meinen Alltag (und den meiner Familie) noch irgendwie beeinflusst oder ändert? Kann ich mir nichts mehr vorstellen, scheint mir ausgelevelt zu sein.
- nur noch eine Person aus jedem Hausstand darf einkaufen gehen
- das Verlassen der Wohnung ist auf eine Stunde begrenzt
- das Entfernen vom Wohnort wird auf maximal 100m begrenzt
Gurney Halleck hat geschrieben: 18.01.2021 08:59Nochmal: Warum sollen einige die ganze Zeit zu Hause hocken während andere die ganze Zeit weitermachen?
Hat da irgendwer eine nachvollziehbare Antwort für mich bzw. kann mir den Gerechtigkeitsanteil an dieser Dauerausnahmesituation erläutern?
Das ist natürlich nicht gerecht, keine Frage. Alle Bürger machen halt das was unsere Regierung beschließt. Soll heißen, wenn morgen beschlossen wird, dass ich auch nicht mehr arbeiten gehen darf, bleibe ich Zuhause. Bisher durfte aber unsere Firma weiter arbeiten. Was soll ich zu meiner Chefin sagen? Ich komme jetzt erstmal nicht mehr arbeiten, weil andere auch Zuhause bleiben müssen? Nein, natürlich gehe ich weiter arbeiten, in der Hoffnung das mein Arbeitgeber die Krise überlebt.

Übrigens die Covid Zero Initiative verlangt so einen europäischen kompletten Lockdown. 3 Monate soll er dauern. Ziel sei es, so ein Sprecher der Initiative heute im Morgenmagazin, die Infektionszahlen auf 0 zu drücken. Dafür könne man dann im Sommer sofort alles wieder öffnen.
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Re: Corona/ Covid-19

Beitrag von Gurney Halleck »

Sickboy hat geschrieben: 18.01.2021 11:55 - nur noch eine Person aus jedem Hausstand darf einkaufen gehen
- das Verlassen der Wohnung ist auf eine Stunde begrenzt
- das Entfernen vom Wohnort wird auf maximal 100m begrenzt
Das würde für uns zu Hause doch alles nicht wirklich etwas ändern. Und wer soll das denn kontrollieren überhaupt? Wenn ich denke, dass die Familie jetzt mal rausgehen muss (ohne jemanden zu treffen) zum Spazieren oder so, dann machen wir das. (Das Ordnungsamt oder die Polizei in GRH will ich sehen, die den Stadtpark durchkämmen und Knöllchen verteilen fürs familiäre Spazierengehen.)

Sickboy hat geschrieben: 18.01.2021 11:55 Das ist natürlich nicht gerecht, keine Frage. Alle Bürger machen halt das was unsere Regierung beschließt. Soll heißen, wenn morgen beschlossen wird, dass ich auch nicht mehr arbeiten gehen darf, bleibe ich Zuhause. Bisher durfte aber unsere Firma weiter arbeiten. Was soll ich zu meiner Chefin sagen? Ich komme jetzt erstmal nicht mehr arbeiten, weil andere auch Zuhause bleiben müssen? Nein, natürlich gehe ich weiter arbeiten, in der Hoffnung das mein Arbeitgeber die Krise überlebt.
Naja sicher. Versteh ich ja auch. Diejenigen, die zu Hause hocken wollen das sicher auch. Aber mal wirklich, da könnte ja jeder kommen und meinen, dass sein Arbeitsplatz und sein Arbeitgeber und seine Firma viel wichtiger und systemrelevanter ist als Arbeitsplätze und Arbeitgebern von Leuten die bereits seit Wochen und Monaten zu Hause hocken. Ich kann mir gut vorstellen, dass diese Menschen die gleiche Hoffnung haben. (Und das sie noch Hoffnung haben, ist das positive Szenario. Wir können uns auch über das negative Szenario unterhalten, aber so viel Willenskraft bringe ich grad nicht auf.)

Sickboy hat geschrieben: 18.01.2021 11:55 Übrigens die Covid Zero Initiative verlangt so einen europäischen kompletten Lockdown. 3 Monate soll er dauern. Ziel sei es, so ein Sprecher der Initiative heute im Morgenmagazin, die Infektionszahlen auf 0 zu drücken. Dafür könne man dann im Sommer sofort alles wieder öffnen.
Eh, von kompletten Lockdown und so hab ich hier nicht gesprochen. Ich sprach von gerechter Lastenverteilung. Aktuell ist die Gesellschaft eingeteilt in "Do"s und "Don't"s, per Anordnung und Verfügung. Die Einen dürfen und die Anderen dürfen nicht. Oder aus Sicht eines, der irgendas arbeitet, worauf er eigentlich keinen Bock hat: Die Einen müssen arbeiten und die Anderen dürfen zu Hause bleiben.
Womöglich sind wir damit wieder bei der Judikative und dem Thema Gerechtigkeit.

(Aber hey, "Ihr habt recht. Wir können hier rumsitzen, den ganzen Tag reden und pausenlos Resolutionen annehmen, kluge Ansprachen halten. Das kratzt nicht einen römischen Imperialisten.")
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Re: Corona/ Covid-19

Beitrag von Gurney Halleck »

Um das nochmal zu präzisieren:
Die Einen sitzen doch nicht zu Hause, damit die Anderen arbeiten gehen können. Sondern sie sitzen zu Hause, damit der Wert runtergeht.

Oder hab ich da wieder was nicht verstanden?
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Re: Corona/ Covid-19

Beitrag von Schattenwal »

Nun ja... geben wir den "Lockdown" doch mal einen besseren, weil präziseren Namen. Ihr wisst schon, die Sprache ist ja ach so wichtig in diesem Deutschland. Nennen wir es ab jetzt einfach "Berufsverbot". Meinetwegen auch "Berufsverbot plus", um die Einschränkung des privaten Bereiches mit reinzunehmen.

Gurneys Hauptfrage dreht sich um die Auswahl: Wer darf und wer darf nicht?

Und genau hier gibt es eben keine Antworten, sondern nur die Tatsachen. Die Ministerpräsidentenkonferenz und ihre Kanzlerin legen fest, das gemeine Volk hat sich in Dankbarkeit und Solidarität zu verneigen. Studien zur Virenverteilung in Tattoostudios, der potenziellen Viruslast von geschnittenem Haar, der Übertragbarkeit von Covid durch in Mindestabstand zubereitete Bratkartoffeln oder, von mir aus, auch für die Anzahl der durch Corona verendeten Jugendlichen bei Graffitiworkshops, findet man leider nirgends. Warum nicht? Weil es nicht systemrelevant ist!
Aaaaaaber wo ist den die Studie zu dem was eigentlich systemrelevant ist?
In diesem "besten Deutschland was wir jemals hatten" gibt es zu jedem Furz irgendwelche wissenschaftlichen Erkenntnisse, nur eben keine wie das hier für die ca. 6 Millionen Arbeitsplätze in den Berufsverbotszonen weitergehen soll. Wenn mehrere Millionen Arbeitsplätze nicht systemrelevant sind, frage ich mich allerdings in welcher Gesellschaftsform wir gerade leben.

Aber egal. Wird schon.

Zum Glück haben wir derartig fähiges Personal, das nichts mehr schiefgehen kann.
Unser Außenminister und Ex-Justizminister lässt über seine Socialmediakanäle verbreiten, dass er für Wiederteilnahme am öffentlichen Leben für Geimpfte ist. Es solle eine schnelle "Rückgabe" der Grundrechte geben.

Rückgabe?
Grundrechte gelten immer.
Die können einem in unserem Rechtsstaat garnicht genommen werden.
Selbst ein Massenmörder hat sie.

Man muss fast lachen, wenn es nicht so erschütternd wäre.
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Re: Corona/ Covid-19

Beitrag von Sickboy »

@Gurney....ich weiß das mein Beruf nicht systemrelevant ist. Ich gehe nur meiner Arbeit nach, zu der ich mich mit meinem Arbeitsvertrag verpflichtet habe. Mir geht's damit auch nicht gut. Ich treffe an jedem Arbeitstag auf mindestens 15 Personen die aus allen Himmelsrichtungen zur Arbeit kommen. Aber noch gibt es keinen Anlass das wir nicht produzieren können. Also machen wir das auch. Welche Geschäftsleitung stellt aus Solidarität den Betrieb ein?
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Re: Corona/ Covid-19

Beitrag von Gurney Halleck »

Völlig richtig.

Und dennoch...
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Re: Corona/ Covid-19

Beitrag von Sickboy »

Was denn und dennoch?

Ich war von Anfang an nicht überzeugt das diese Lockdowns irgendetwas bringen. Andere Staaten haben das kurz versucht und haben es dann einfach laufen lassen. Also ich bin der falsche bei dem du dich beschweren solltest. Und um das eigentliche Thema wieder mit einzubinden....eventuell hätte die Judikative genau dieses Problem aufgegriffen. Aber die Judikative wurde durch das Pandemiegesetz einfach mundtot gemacht.
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Re: Corona/ Covid-19

Beitrag von Gurney Halleck »

Nee, nee, nee, warte mal.
Wenn's um persönliche Betroffenheit geht, kann man auch mal alle Schranken fallen lassen und das anders formulieren. Und das nach oben offen moralisch überhöhen:
Die, die draußen weiterhin unterwegs sind, nehmen, obgleich sie selbst weniger betroffen sind, billigend in Kauf, dass für die, die sowieso schon über die Maßen betroffen sind und die bereits seit Monaten alles dafür tun, dass DER WERT unten bleibt, die ganze Scheiße einfach mal noch ein paar Monate länger dauert. Inklusive aller betroffenen Kinder und Jugendlichen. Und das sind übrigens ALLE. Ist das nicht nett?

JETZT darf man sich durchaus getroffen fühlen.
Aber in diese Deutlichkeit wollte ich eigentlich nicht zwingend gehen.

(...aus dem Off: ... Achtung Regieanweisung! [Und nun schön langsam wieder zurückrudern...])

Kann ja sein, dass dieses Thema emotionale Reaktionen hervorruft. Hab ich sogar Verständnis dafür und freue ich mich auch darüber. Aber für diese Reaktion an sich bin ich nicht verantwortlich. Und ich sehe auch überhaupt keinen Grund für irgendwelche etwaig hervorgerufenen Rechtfertigungstendenzen von irgendwem. Kann sein, dass das triggert. Klar. Aber es ist wie es ist. Kann ja keener was dafür. Jeder spielt seine Rolle.
(Und nebenbei: Ich darf ja auch arbeiten gehen.)

Aber darüber muss dennoch geredet werden.

Denn frag mal, welche emotionalen Reaktionen das "da heeme sitzen" flächendeckend auslöst. Da sind dann diese Menschen, Kinder und Jugendlichen und Familien, denen es dabei nicht so superduber geht und die dennoch zurechtkommen. Und dann sind da alle Anderen. Und ja, meinetwegen kann man das für Teile der Erwachsenen auch Berufsverbot nennen. Wäre treffend.
Es bleibt die Frage nach der gerechten Lastenverteilung. Denn es darf nicht verwundern, wenn das Wasser in der Breite Oberkante Unterlippe steht, nicht nur wirtschaftlich und finanziell.
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Re: Corona/ Covid-19

Beitrag von Sickboy »

Gurney, du versuchst eine Art Solidarität hervorzurufen, die es schlichtweg im Kapitalismus nicht gibt. Im Prinzip bin ich ja bei dir. Das alles was gerade passiert, trifft alle und am meisten die schwächsten. Eventuell lese ich gerade auch ein wenig Frustration in deinem Text. Aber ich nenne das Kind beim Namen: JEDER KÄMPFT GERADE FÜR SICH SELBST.

Ich bin mir sicher, dass es sehr viele gefrustete Menschen gibt. Immerhin hält man gerade eine Gesellschaft an, die überhaupt nicht für Stillstand gemacht wurde. Die, die gerade draußen unterwegs sind, klammern sich an den letzten Strohhalm für ein einigermaßen normales Leben. Und dazu gehört eben auch früh aus dem Haus zu gehen um zu arbeiten. Was würdest du an meiner Stelle tun? (Ich fühle mich gerade angegriffen, weil ich mich erdreiste arbeiten zu gehen).
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