Corona/ Covid-19

Die kleine info-inferno Diskussionsrunde zu politischen, netzpolitischen und wirtschaftlichen Themen. Rette unser Land mit deinem Kommentar!

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Wie sehr wird Corona/ Covid 19 die Welt in den nächsten Wochen/ Monaten/ Jahren noch beeinflussen?

Das Ding interessiert nächste Woche keine Sau mehr.
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Alles bloß Mediengemache. Ist doch gesteuert. Als Lügenpresse-Ablenkung von den wirklichen wichtigen Themen.
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Das wird zu hochgebauscht.
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Ob wir in Deutschland gut genug vorbereitet sind, daran habe ich Zweifel.
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Wir werden alle sterben.
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Im Sommer sind wir damit durch.
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Rückblickend wird das Ding das größte Ereignis der Menschheit in der ersten Hälfte des 21. Jahrhundert sein.
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Diese Hamsterkäufe sind nun wirklich übertrieben.
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Wir sollten die Grenzen abriegeln, sofort.
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Endlich mal nicht mit Klimawandel beschäftigen müssen.
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Die Börsen werden einbrechen und es wird zu Massenentlassungen kommen. 2008/ 09 war ein Witz dagegen.
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Die Schulen werden schließen. Mindestens für 14 Tage demnächst auch bei uns.
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An diesem Ding wird der Euro zerbrechen.
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Ich bleib da ganz gelassen. Dinge kommen und Dinge gehen auch wieder.
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Ach lass mich in Ruhe mit deinem Mist.
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Bender
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Re: Corona/ Covid-19

Beitrag von Bender » 03.08.2020 21:16

Wir Sachsen, wir sind helle... wir machen unsere eigenen Studien.
Die akute Ansteckung mit dem Coronavirus an Schulen in Sachsen lag laut einer Studie zuletzt bei null. Allerdings zeigten sich psychische Folgen der Schulschließungen.
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Gurney Halleck
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Re: Corona/ Covid-19

Beitrag von Gurney Halleck » Heute 14:02

Verschiedene Gedanken als Diskussionsbeitrag. Vielleicht lässt sich an die einen oder anderen Stelle wieder andocken.


Vor drei Monaten hat's hier an gleicher Stelle mal ordentlich gerumst. Kommt vor. Das Echo dazu kann ich heut noch hören.

Das Thema ist irgendwie immer noch präsent. Zuletzt am Freitag, als im Gespräch zwei erwachsene, intelligente mitten im Leben stehende Menschen darin übereinstimmten, dass wir im Frühjahr alles gut und richtig gemacht haben. Und zack, war ich erneut gefangen zwischen Überraschung, Schock und Entsetzen. Und auf der Autofahrt dahin kam auch wieder das Thema. Es will nicht Ruhe geben.
Ich erinnerte mich am nächsten Tag daran, dass das ja hier so ähnlich war vor ein paar Monaten und ich ja wieder was dazu schreiben wollte. Irgendetwas, was den (subjektiv wahrgenommenen) entstandenen Graben vielleicht etwas kleiner macht und wieder einebnet. Irgendwas mit Verständnis und so. Aber auch hoffentlich nicht zu lang.

Wissend, dass man mit einem kleinen Beitrag die Komplexität des Themas niemals vollständig wird abbilden können und dass man an einer solchen Aufgabenstellung scheitern muss, wollen wir es dennoch frohen Mutes angehen.

Am Freitag sprachen wir zu viert über Corona. (ja, schon wieder) Und das Ganze wurde ausschließlich gesundheitlich, also medizinisch betrachtet. War auch kein Wunder, denn der eine Gesprächspartner ist Arzt. Viel weiter sind wir nicht gekommen. Aber der Freitagabend lieferte eine gute Vorlage hierfür.
Die beiden Sätze "war alles gut und richtig" und "wie soll man das in einer Pandemie auch anders machen" nagen an mir. Seit Mitte Juni. Genauso fiel das auch Freitag wieder. Ich merkte dann schnell, wie ich mich wieder ärgerte, dass wir (schon wieder) das Thema nur gesundheitlich diskutieren. Und wenn wir es nur „corona-gesundheitlich“ diskutieren, dass dann das Argument kommt: "na, man muss ja nur nach Amerika, Spanien, Italien und so gucken, dann wisse man doch, dass wir alles richtig gemacht haben."

Nun gut, seit den Tagen dieser Argumentation hat sich die Welt auch ein wenig weitergedreht. Mittlerweile ist mein "damaliger Wunsch", dass das alles regionaler und lokaler betrachtet wird, längst Politik geworden. Freu ich mich. Unser Ministerpräsident ist allerdings dann wieder heute (glaub ich) ins Kanzleramt geladen, wo über die bundesweite Vereinheitlichung von Maßnahmen diskutiert werden soll. Warten wir mal auf die Ergebnisse...

Zuletzt ist das Überthema Corona" nicht mehr nur gesundheitlich diskutiert worden. Oder anderes, es haben nicht nur Gesundheitspolitiker die Debatte bestimmt. Sozial- und Familienverträglichkeit ist ein Thema. Wirtschaftliche Stabilität ein noch viel Größeres. Zusammen mit dem Erhalt der Arbeitsplätze. Sportevents. Kultur. Reisen. Gemeinschaftliches Miteinander. Das ist gut.

Ich ärgere mich jedoch auch weiterhin über verschiedene Aspekte des großen Themenkomplexes.
- Die allzu leichtfertig drübergeschütteten Bezeichnungen Verschwörungstheoretiker, Coronaleugner, Covidioten oder ähnliches über Menschen, die sich kritisch oder zweifeln äußern.
- Dieses Angstgeschüre. Ist es tatsächlich so, dass den Entscheidungsträgern im Frühjahr nicht besseres eingefallen ist, als die "frohe Botschaft" per Angst an die Menschen ranzubringen? Und dass diese Praxis immer noch nicht verschwunden ist? (Und äh, beinhaltet Jesus' originale "frohe Botschaft" nicht den Kernsatz: "Fürchtet euch nicht!"? [Bloß mal so ne Frage Richtung CDU/ CSU.])
- Diese mediale Gefolgsbereitschaft. Oder vielleicht besser Indifferenz. Zeitungen und Fernsehen. Und gar nicht mal mit der Berichterstattung wie alles ist, sondern immer mit der Drohung: Wie viel schlimmer es noch kommen wird….
- Diese bereits erwähnte Unterordnung von ALLEM unter das Monothema Corona und Handlungen abgeleitet aus Monoperspektive.
- Der Umgang mit bestimmten Bevölkerungsgruppen. Jungen Menschen zum Beispiel.
Die Punkte haben bei mir gesessen. Wenn ich gedanklich hin und wieder drüber nachdenke, stelle ich immer noch Ärger darüber fest. Und befürchte das wird haften bleiben.

Was der Lockdown gebracht hat, weiß ich nicht. Masken, Abstand, keine Ahnung. Und was immer medial erzählt wird, gerade in diesen Tagen wieder, weiß ich auch nicht. Ich schaue in die Stadt in der ich wohne und denke mir, hier ist nichts. Dasselbe dachte ich im Frühjahr. Entweder sind wir Sachsen super gut darin, die Abstandsregeln und alles einzuhalten und können das so unglaublich viel besser, als z.B. die Bayern, so dass selbst nach Dynamo-Spielen mit 10.000 Zuschauern kein Anstieg zu verzeichnen ist. Oder aber: Hier ist nichts.
Und wenn hier nichts ist, wo ist dann eigentlich die Notwendigkeit? Und wofür dann dieses ganze Rumgeschreie?

Irgendwie ist es, als ob ständig einer schreit: „Es brennt“ oder „der Wolf ist da“. Und nie ist irgendwas. Und wenn immer nie was ist, was macht das mit den Menschen?

Noch ein Wort zur ausschließlich gesundheitlichen Betrachtung. Und "alles gut und richtig" und, und "andere Länder" und so.
Für eine abschließende Beurteilung dürften wir ca. 20 Jahre zu früh dran sein. Aber diese vier Beurteilungsmöglichkeiten sehe ich. Und je nachdem, welchen der Maßstäbe man anlegt, fällt die Antwort anders aus. Man kann sogar in den ersten drei Kategorien wunderbar dastehen und dennoch gleichzeitig in der vierten fürchterlich versagen.

Insgesamt könnte es sein - dass durch die Bank weg - alle so sehr in ihren Grundfesten erschüttert und verunsichert worden sind, dass jeder zum neuen Gott erhoben wird, der das große Sicherheitsversprechen anzubieten hat. Dieses Zipfelchen Sicherheit muss nun verteidigt werden, und es gilt zu vermeiden, dass die nächste Verunsicherungswelle es wieder entreißt.
Das letzte halbe Jahr könnte man auch lesen als große Erzählung von Bedürftigkeit und dem Versprechen auf Erlösung.
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...im Niveau flexibel.
...und manchmal ahnungslos bis ins kleinste Detail.

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Re: Corona/ Covid-19

Beitrag von Bluntman » Heute 19:04

Wieder andocken. Find’ ich gut.

Das "Intro" dazu allerdings, speziell die Formulierung
Gurney Halleck hat geschrieben:
Heute 14:02
Das Thema ist irgendwie immer noch präsent. Zuletzt am Freitag, als im Gespräch zwei erwachsene, intelligente mitten im Leben stehende Menschen darin übereinstimmten, dass wir im Frühjahr alles gut und richtig gemacht haben. Und zack, war ich erneut gefangen zwischen Überraschung, Schock und Entsetzen (...)
mag ich weit weniger, impliziert es doch, dass diese - auch meine - Ansicht eher von Leuten zu erwarten wäre, die als nicht erwachsen (?) und/oder dämlich und/oder weltfremd einzuordnen wären. Warum denn? Ich vertrete diese Meinung nach wie vor. Selbst wenn es nur 5.000 Leute waren, die durch die (zu Recht) diskutierten Maßnahmen davor bewahrt wurden, als Zahl der an oder mit oder durch dieses Virus gestorbenen Menschen zur Statistik zu werden, war’s das wert. Hätte dein(e)/mein(e) Mutter/Vater/Onkel/Tante/insertrandomfamilienmitglied sein können.

Aber ich hab neulich ein ganz anderes Intro gelesen. Nämlich* das dieses Threads.
Gurney Halleck hat geschrieben:
28.02.2020 12:27
So, liebe Gemeinde...

...wenn ich hier Corona in die Suchfunktion eingebe, dann kommt nur ein Beitrag und in dem geht's um Bier.
Good ol’ times :(

*Offtopic: Aufgrund meines Einstiegs in diesen Beitrag hatte ich kurz krass Lust, nämlich mit "h" zu schreiben. Wie gut wäre der Gag gewesen?
You can not imagine the immensity of the f*ck I do not give.

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