Europa Wahl-o-Mat

Die kleine info-inferno Diskussionsrunde zu politischen, netzpolitischen und wirtschaftlichen Themen. Rette unser Land mit deinem Kommentar!

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Europa Wahl-o-Mat

Beitrag von Don Siggi » 03.05.2019 12:58

Jeder Spinnt auf seine Weise, der eine Laut der andere Leise!
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Re: Europa Wahl-o-Mat

Beitrag von Bender » 03.05.2019 17:06

Bereits beim Lesen der Fragen wird klar: das wird nicht so einfach mal eben zu lösen sein...

Aber dennoch: :))

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Re: Europa Wahl-o-Mat

Beitrag von Sickboy » 03.05.2019 19:18

Mein Ergebnis...

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...das mit den Grünen wundert und nervt mich zugleich. Aber ansonsten bin ich ganz zufrieden ;)
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Re: Europa Wahl-o-Mat

Beitrag von bronco » 04.05.2019 09:30

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Re: Europa Wahl-o-Mat

Beitrag von Gurney Halleck » 05.05.2019 09:41

Sickboy hat geschrieben:
03.05.2019 19:18
...das mit den Grünen wundert und nervt mich zugleich.
Mensch Sickboy, du bist ein Grüner. Schon immer gewesen.
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...im Niveau flexibel.
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Re: Europa Wahl-o-Mat

Beitrag von Sickboy » 05.05.2019 20:07

Gurney Halleck hat geschrieben:
05.05.2019 09:41
Sickboy hat geschrieben:
03.05.2019 19:18
...das mit den Grünen wundert und nervt mich zugleich.
Mensch Sickboy, du bist ein Grüner. Schon immer gewesen.
Politisch ganz bestimmt nicht ;)
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Re: Europa Wahl-o-Mat

Beitrag von Sickboy » 08.05.2019 17:38

Der Postill-o-mat ist da.

Mein Ergebnis...

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:yeah:
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Re: Europa Wahl-o-Mat

Beitrag von Gurney Halleck » 15.05.2019 12:26

Hab mich auch mal rangetraut:

https://abload.de/img/europawahl2019u4jya.jpg
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Re: Europa Wahl-o-Mat

Beitrag von Sickboy » 15.05.2019 22:03

Gibt es denn hier im Forum nur links-grün-versifftes Gesindel?! :)) Scherz ;)
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Re: Europa Wahl-o-Mat

Beitrag von Bluntman » 16.05.2019 07:02

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Re: Europa Wahl-o-Mat

Beitrag von Gurney Halleck » 16.05.2019 11:28

Sickboy hat geschrieben:
15.05.2019 22:03
Gibt es denn hier im Forum nur links-grün-versifftes Gesindel?! :)) Scherz ;)
Eine kleine Anekdote dazu.

Ich habe diese Woche dienstlich an mehreren Großenhainer Schulen das U18-Projekt durchgeführt: https://www.u18.org/europawahl-2019. Und nebenbei vor Ort den Wahlomaten hier ausgefüllt. Dabei bin ich mit verschiedenen Schülern und Schulsozialarbeitern ins Gespräch gekommen. (Natürlich, was sonst!?)

Einige Jugendliche ab Klassenstufe 9, also 15 Jahre (darunter haben wir nicht wählen lassen), haben geäußert, dass sie vom dem ganzen Kram ja gar keine Ahnung haben und deswegen gar nicht wissen, was sie wählen sollen. Ich meinte dann immer dass das völlig in Ordnung ist. Muss man mit 15 Jahren auch noch nicht wissen. Das Projekt dient ja auch dazu, Interesse an der Thematik zu wecken und wenn sie dann mit 18 Jahren eine Ahnung haben, ist es ja vollkommen ausreichend.

Was ich aber eigentlich sagen wollte... Ich selbst habe dabei gegenüber einer Schulsozialarbeiterin gestern (sinngemäß) folgendes formuliert:
"Ich wusste mit 15 Jahren auch noch nichts von Parteien und was diese wollen und wofür sie stehen. Aber ich wusste was rechts und links ist. Heute ist genau anders herum."


Was Grün meint, ist mir klar. Aber was links ist, könnte ich nicht mehr erklären.
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Re: Europa Wahl-o-Mat

Beitrag von Sickboy » 16.05.2019 16:17

Gurney Halleck hat geschrieben:
16.05.2019 11:28
Aber was links ist, könnte ich nicht mehr erklären.
Ich glaube diese Begriffe "politisch links" und "politisch rechts" bis zum letzten Fakt aufzudröseln würde hier den Rahmen sprengen. Eigentlich finde ich das diese Begriffe veraltet sind. Schließlich stammen sie aus dem 18.Jahrhundert. Was will man damit im 21.Jahrhundert?!

Wenn man aber darüber trotzdem diskutiert, so sehe ich bei den Menschen die sich als "links" einstufen vor allem das sie an die Gleichheit der Menschen glauben. Und machen wir uns nichts vor....jeder der eher diesen Fakt nicht so sieht ist vielleicht nicht gleich ein "Rechter", hat aber schon mal eine Tendenz dahin. Da reicht für mich ein "Americans first", ein "wir wollen hier keine Muslime" oder ein "wer nicht an Allah glaubt ist gottlos und wird getötet".

Nun klingt es natürlich sehr skurril wenn man einen Moslem als "Rechten" oder "Linken" bezeichnet. Aber selbst bei denen gibt es so etwas. Und da würde ich die Kurden als erstes nennen wollen.
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Re: Europa Wahl-o-Mat

Beitrag von Gurney Halleck » 16.05.2019 18:22

Sickboy hat geschrieben:
16.05.2019 16:17
Eigentlich finde ich das diese Begriffe veraltet sind. Schließlich stammen sie aus dem 18.Jahrhundert. Was will man damit im 21.Jahrhundert?!
Seh ich auch so.

Sickboy hat geschrieben:
16.05.2019 16:17
Wenn man aber darüber trotzdem diskutiert, so sehe ich bei den Menschen die sich als "links" einstufen vor allem das sie an die Gleichheit der Menschen glauben.
Hmmm. Da wird es schon schwierig. Sehr sogar. Denn: Das stimmt nicht.
Also, es stimmt schon. In der Theorie. Aber in der Praxis nicht.
Nach meiner Erfahrung, die ich in den letzten Jahren leider machen musste, sind für Menschen, die sich selbst als links einstufen, tatsächlich alle Menschen gleich ... außer Rechte. Menschen, die von (sogenannten) Linken als Rechte eingestuft werden, werden nicht gleich gesehen und behandelt. Das sind dann die, die ungleich behandelt werden dürfen, die beschimpft werden dürfen, die abgewertet werden dürfen, die ausgegrenzt und herabgewürdigt werden dürfen. Einfach weil ihnen das Etikett "Rechts" angeheftet wird oder sie es sich selbst anheften.

Und das macht leider, leider die Linken hinsichtlich Menschlichkeit und humanistischem Menschenbild nicht besser als die Rechten (wenn man in diesen Begriffen bleiben will.) Das Etikett, welches anheftet wird, könnte auch: Ausländer heißen, oder Schwul, oder Jude, oder Linker, oder Fußballspieler, Feuerwehrmann, Rote-Hosen-Träger, Frau, Linkshänder, Brillenträger, Familienvater, Übergewichtiger, Muslim, Katholik, Kaffeetrinker, Kopftuchträgerin, Fleischesser, Veganer, Obdachloser, Steuerzahler, Computerspieler, Asylleistungsempfänger, Politiker, Fahrradfahrer, Sachse, Sozialarbeiter, Krankenpfleger, Rettungsschwimmer, Popstar, Influencer oder sonst was heißen.

Das Kriterium kann also nur sein: Handelt es sich um Abwertung? Ausgrenzung? Hetze? Spaltung? Oder trägt es dazu bei Brücken zu bauen, die Würde zu erhalten und gesellschaftliche Spaltungen abzubauen.
Tja, und wie gesagt, da sehen
Sickboy hat geschrieben:
16.05.2019 16:17
Menschen die sich als "links" einstufen
nicht besser aus, als sogenannte Rechte.

Diese Erkenntnis war eine der härtesten, die ich in den letzten Jahren zu verdauen hatte. Und es hat auch lange gedauert, bis ich es begriffen hatte. Ich wollte es weder sehen noch glauben. Und ich finde das immer noch Scheiße. Ändert aber alles nichts daran, dass es so ist und läuft.
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Re: Europa Wahl-o-Mat

Beitrag von Bender » 16.05.2019 20:36

Sehr treffend formuliert, Gurney! :up:
Wobei dieses Ausgrenzungsding aber nur EIN Aspekt von "links" ist, wenngleich in den letzten Jahren einer, der recht deutlich hervortritt.

Für mich persönlich bedeutet "links" in erster Linie: mehr Umverteilung, also der Versuch einer Risikominimierung.
Wogegen "rechts" für ein Leben in höherer Eigenverantwortung mit all den dazugehörigen Nachteilen und Risiken steht.

Da ich in meiner Vorstellungswelt versuche, sowohl meine Hippie- als auch meine Nazianteile zu vereinen ("Das Beste aus zwei Welten"), habe ich große Mühe, mich für eine dieser aus meiner Sicht ALLE populististischen (sich billig anbiedern!) und extremistischen (die ANDEREN sind alle doof!) Parteien zu entscheiden und begrüße einmal mehr die jüngste Wahl in der Ukraine, was meiner persönlichen Einstellung derzeit am nächsten kommt: ehrlicher, als einen Komiker auf den Thron zu setzen, kann es nicht mehr werden (siehe: Strohhalme verbieten, Gurkenkrümmung, BER ohne Konsequenzen, eine ungediente Frau als oberster Feldherr und nun die Arbeitszeiterfassung).

Ich prophezeie also "Die Partei" noch eine große Zukunft! :))
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Re: Europa Wahl-o-Mat

Beitrag von Sickboy » 16.05.2019 20:40

Okay....wir sollten uns einigen ob wir Extremisten jeglicher Gesinnung in diese Diskussion mit einbeziehen oder ob wir über die Mehrheit der Bevölkerung mit rechten oder linken Tendenzen debattieren. Für mich sind das zwei unterschiedliche Unterhaltungen.
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Re: Europa Wahl-o-Mat

Beitrag von Gurney Halleck » 17.05.2019 09:56

Bender hat geschrieben:
16.05.2019 20:36
Für mich persönlich bedeutet "links" in erster Linie: mehr Umverteilung, also der Versuch einer Risikominimierung.
Wogegen "rechts" für ein Leben in höherer Eigenverantwortung mit all den dazugehörigen Nachteilen und Risiken steht.
Umverteilung.:dresche :ghost :d2 :viking: :wut: :zorn: Huh. Teufelswerk.

Klingt so dargestellt ganz böse. Finde ich aber nicht.

Das Argument der Versuch einer Risikominimierung stimmt. Und dass mehr Eigenverantwortung übernommen werden muss von jedem Einzelnen für das eigene Leben stimmt auch.
Jedoch brauchen wir noch mehr Umverteilung, statt weniger.
Klingt paradox? Abwarten.

Meinetwegen muss es nicht unbedingt Umverteilung sein, also das Umschichten von Geld bei der Auszahlung des Lohnes/ des Gehaltes/ des Gewinnes in Form von Steuern und Gewährung von Zuschüssen. Also zum Schluss. Meinetwegen darf es auch gern mehr Einkommensgerechtigkeit sein. Also gleichere Verteilung am Anfang.
Ja, ja, ich weiß schon, Angebot und Nachfrage und daher auch dementsprechend mehr Geld für Jobs, die mehr ... gebraucht, gesucht werden, hochqualifizierte, mehr Verantwortung tragen ... . Und weniger für geringqualifizierte, verantwortungsarme ... und so.

Allein. Ich bin da sehr, sehr skeptisch, ob das überhaupt so stimmt. Ob der (Achtung: plakativ-Beispiel) VW Vorstand (oder neuerdings ist es BMW), der 317 mal mehr verdient, als der VW Monteur an der "Fahrzeugbaustrecke" auch 317 mal mehr in seiner Arbeitszeit leistet als der Monteur ist mindestens fraglich, wenn nicht sogar großer Blödsinn.

Ich hab irgendwann das hier entdeckt: Einkommensteuer im Vergleich letztes jahr, vorletztes Jahr, irgendwann. Fast 30% aller Mitbürger, die ein Einkommen haben, zahlen 0% Einkommenssteuer. 30% zahlen NULL. Dagegen zahlen 2,3% am oberen Ende fast ein Viertel aller Einkommenssteuereinnahmen. 2,3% zahlen EIN VIERTEL.

Äh, was? Geht's noch?

Wer will mir erzählen, dass das gerecht ist? Dass das zum gesellschaftlichen Zusammenhalt beiträgt. Dass die, die diese Summe an Einkommenssteuer zahlen, und die dementsprechende Einkünfte in Form von Lohn, Gehalt, Gewinn haben, das auch genauso verdienen im Gegensatz zu denen die nichts zahlen und das ebenso "verdienen"? Und das die Lebensleistung der hohen Einkommen der Wenigen so viel "mehr wert" ist, als die der vielen, die fast nichts verdienen? Und dass die soviel mehr in ihrer Arbeitszeit leisten...als z.B. Otto-Normal-Verdiener, die "nur" Otto-Normal-Verdiener-Einkommenssteuer zahlen?
Können mir alle erzählen was sie wollen, glaub ich einfach nicht. Erschließt sich mir keineswegs.


Lange Rede, kurzer Sinn. Wenn ich an Umverteilung denke, denke ich nicht an das Geld, was z.B. ein Facharbeiter erwirtschaftet, oder ein Handwerksmeister oder ein Angestellter und welches dann "nach unten" verteilt werden soll zur Finanzierung einer Risikominimierung von irgendwem, der keine Lust auf Eigenverantwortung hat. Sondern ich denke an Finanzmittel, die von den Gehältern, die sich offenbar von der Realität abgekoppelt haben, abgezogen wird zur Finanzierung gesamtgesellschaftlicher Aufgaben.
Und wie gesagt, dass muss nicht Umverteilung sein, dass darf gern auch Einkommensgerechtigkeit heißen.

Umverteilung an sich, ist nichts schlimmes. Und es darf gern mehr davon, statt weniger geben.
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Re: Europa Wahl-o-Mat

Beitrag von Gurney Halleck » 19.05.2019 20:40

Sickboy hat geschrieben:
16.05.2019 20:40
Okay....wir sollten uns einigen ob wir Extremisten jeglicher Gesinnung in diese Diskussion mit einbeziehen oder ob wir über die Mehrheit der Bevölkerung mit rechten oder linken Tendenzen debattieren. Für mich sind das zwei unterschiedliche Unterhaltungen.
Das mit den zwei verschiedenen Unterhaltungen, hab ich tatsächlich nicht genau verstanden. Es sind meiner Beobachtung nach nicht nur die Extremisten, die so ↗ drauf sind. Ich kenne ne ganze Reihe im Grunde feiner Leute, grundsympatische Otto-Normal-Verbraucher, die zwischendurch hin und wieder solche Ausgrenzungs- und Abwertungstendenzen zeigen. Neben den willkürlich ausgewählten
Gurney Halleck hat geschrieben:
16.05.2019 18:22
Ausländer heißen, oder Schwul, oder Jude, oder Linker, oder Fußballspieler, Feuerwehrmann, Rote-Hosen-Träger, Frau, Linkshänder, Brillenträger, Familienvater, Übergewichtiger, Muslim, Katholik, Kaffeetrinker, Kopftuchträgerin, Fleischesser, Veganer, Obdachloser, Steuerzahler, Computerspieler, Asylleistungsempfänger, Politiker, Fahrradfahrer, Sachse, Sozialarbeiter, Krankenpfleger, Rettungsschwimmer, Popstar, Influencer...
werden z.B. auch gern mal die Grünen oder die Amis als Zielgruppe herausgepickt und beschimpft.
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Re: Europa Wahl-o-Mat

Beitrag von Sickboy » 19.05.2019 21:47

Das mit den zwei verschiedenen Unterhaltungen, hab ich tatsächlich nicht genau verstanden. 
Ich würde gern unterscheiden ob wir über Menschen wie dich, Bender oder mich diskutieren (um mal die Teilnehmer im Gespräch als Beispiel zu nennen) oder halt auch über diejenigen die von ihrer Meinung so dermaßen überzeugt sind das sie die Gegenpartei am laufenden Band diffamieren.

Von Bender, dir und mir gehe ich davon aus das wir uns auch mit Menschen fair unterhalten würden auch wenn sie genau die entgegengesetzte Meinung vertreten.

Sicherlich habe ich mich auch schon über Israel und die Amis ausgelassen. Aber ich habe auch immer zu verstehen gegeben das ich nicht alle so sehe...aber das nur am Rande.

Um es nochmal abzurunden...reden wir über uns Mehrheit die fähig sind faire Diskussionen zu führen oder reden wir über die Antifa oder Neonazis? Denn letztgenannte sind zum Beispiel Extremisten.

Und irgendwie habe ich gerade das Gefühl das eventuell immer noch niemand weiß auf was ich hinaus möchte. Es geht um diese Aussage...
Nach meiner Erfahrung, die ich in den letzten Jahren leider machen musste, sind für Menschen, die sich selbst als links einstufen, tatsächlich alle Menschen gleich ... außer Rechte. Menschen, die von (sogenannten) Linken als Rechte eingestuft werden, werden nicht gleich gesehen und behandelt. Das sind dann die, die ungleich behandelt werden dürfen, die beschimpft werden dürfen, die abgewertet werden dürfen, die ausgegrenzt und herabgewürdigt werden dürfen. Einfach weil ihnen das Etikett "Rechts" angeheftet wird oder sie es sich selbst anheften.
Keine Ahnung wie bzw mit welchem Wortlaut diese Leute die Gegenseite beschimpft haben. Aber auch da muss ich unterscheiden. Ist es Kritik an der Gegenseite oder sind es plumpe Beschimpfungen? Kritik sollte erlaubt sein.
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Re: Europa Wahl-o-Mat

Beitrag von Gurney Halleck » 23.05.2019 15:50

Aber natürlich ist Kritik erlaubt. Bei haltlosen, menschenverachtenden Äußerungen und Positionen unbedingt sogar. Manche Sachen sind nicht widerspruchsfrei hinzunehmen. Und manche Dinge sind auch nicht verhandelbar. Hart in der Sache? Aber sicher!

Es sind nicht nur
Sickboy hat geschrieben:
19.05.2019 21:47
plumpe Beschimpfungen
die mit Kritik in der Sache meist wenig zu tun haben. Es sind vor allem (mindestens) vier Vorgänge, die statt berechtigter und angebrachter Kritik, äh, naja irgendetwas anderes hervorbringen. Und die sich dabei auch gern mal überlagern. Zumindest meiner Beobachtung nach:

1. "Es sind immer ALLE gemeint", die zu einer bestimmten Gruppe gerechnet werden. Statt das vorgebrachte Argument zu erwidern und zu entkräften oder den speziellen, aktuellen Vorgang näher zu beleuchten und ggf. zu kritisieren, sind es stets „alle“. Bsp: Herr Trump macht irgendwas und ALLE Amis haben plötzlich einen an der Waffel. Ein Grüner Politiker sagt irgendwas und DIE Grünen sind mal wieder alle doof. (nebenbei gesagt versteh ich generell die Aufregung nicht nur weil irgendein Politiker oder eine Politikerin irgendwo, irgendwas gesagt hat.) Stichwort: Sippenhaft.

2. "Zugehörige" zu einer Gruppe werden beschimpft, obwohl diese Gruppe mit den vorgebrachten Sachen gar nichts zu tun hat. Im positiven, wie im negativen Sinn. Beispiel: Ein Katholik oder Fensterputzer geht bei Rot über die Ampel. Was er (oder sie) gesagt oder getan hat, hat nichts mit Religion und auch nichts mit Glas und Reinigungsmittel zu tun. Dennoch sind gern mal ALLE Katholiken und ALLE Fensterputzer wegen des Fehlverhaltens scheiße. (Im Zweifelsfall kann man an der Stelle statt Katholik oder Fensterputzer oder Brillenträger immer gern mal Jude einsetzen. Dann wird das meistens doch klar, falls es bis hierhin nicht verstanden worden sein sollte.)
Im umgekehrten Sinn heißt das dann, dass irgendwer (angeblich) nicht kritisiert werden darf, weil der (oder sie) "irgendwas" ist. Blödes, aber einfaches Beispiel: Wer bei Rot über die Ampel geht, kann sich nicht darauf berufen, dass er (oder sie) äh, Angehöriger einer unterdrückten Minderheit ist. Im Sinne von: Die darf man nicht kritisieren, weil... . (Ist zwar scheiße, wird aber gern in Zusammenhang mit Israel verwendet. Achtung: Hochvermientes Territorium. Im Zweifel besser die Finger davon lassen!)

3. Schuld sind immer die anderen. Erklärt sich fast von selber. Verantwortungslosigkeit. Oft zu finden auch als organisierte Verantwortungslosigkeit. Läuft etwas gut, darf man sich auf die Schulter klopfen. Läuft es schlecht, waren es "Die Anderen". Egal wer, Hauptsache nicht ich/ nicht wir. (Auch hier gern mal zum besseren Verständnis Jude einsetzen.) Als Beispiel die drei Affen, nichts sehen, nichts hören, nichts sagen.
Dieses Verhalten ist im Übrigen sehr weit verbreitet und kann in seiner Konsequenz gar nicht überschätzt werden. Siehe: Umweltverschmutzung, zum Beispiel. Oder: Schule. Oder: Der politische Gegner.
Und gern auch in der Variante von: Der Andere hat doch auch... Die Anderen haben doch auch... Dort, der hat ... Der ist Schuld, dass ...

4. Es lenkt von eigenen Problemen ab. Hier hab ich den Eindruck, das ist gar nicht so recht klar und vordergründig bewusst. Oder wird mit Absicht nicht offensiv ins Bewusstsein geholt.
Aber solange es da draußen irgendetwas gibt über das ich schimpfen und mich aufregen kann, muss ich mich ja nicht mit dem im innerenbeschäftigen.

Sickboy hat geschrieben:
19.05.2019 21:47
Um es nochmal abzurunden...reden wir über uns Mehrheit die fähig sind faire Diskussionen zu führen oder reden wir über die Antifa oder Neonazis? Denn letztgenannte sind zum Beispiel Extremisten.
Leider sehe ich da KEINEN Unterschied. Abwertung, Ausgrenzung und Herabwürdigung sind an der Tagesordnung. Ständig und Überall. Von Extremisten und von Leuten aus "der Mehrheit", wer auch immer das sein soll.

Faire Diskussionen führen? Das ist so selten, dass ich das sehr zu schätzen gelernt habe, wenn es stattfindet. Findet man nicht so oft.
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Re: Europa Wahl-o-Mat

Beitrag von Sickboy » 26.05.2019 16:59

Kein Fake...

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... :rofl :lol: :harhar:
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