ANGESCHISSEN - Das Spiel

Rollenspiel, welches allein durch Textbeiträge unserer Mitglieder fortgeführt wird. Zur Zeit läuft hier "Angeschissen - Das Spiel".

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SPIELLEITER

ANGESCHISSEN - Das Spiel

Beitrag von SPIELLEITER » 22.03.2003 00:29

Story:

Die Erde. Zeit: jetzt. Eine handvoll Individuen, die durch einen ihnen bis dahin unbekannten Zwischenfall über den gesamten Planeten verstreut (später sollte in einigen Geschichtsbüchern "verschissen" behauptet werden) worden sind, machen sich auf die Suche nach dem Grund ihrer misslichen Lage. Verfolgt von einem willkürlich auftretenden Brummton, sowie einer Armada von militanten Flugschweinen, verdeckt ermittelnden Hautmaulwürfen, unter Zeitdruck agierenden Eintagsfliegen und was weiß ich. Schlimm. Auf jeden Fall.
Auf unerklärlich Weise ist jedem der bemitleidenswerten Zeitgenossen klar, daß quer über die Landschaft weitere ihrer Gefährten verstreut sind. Das erklärte erste Ziel ist also intuitiv, sich zu finden, um gemeinsam einen Ausweg aus der bizarren Situation zu suchen.

Die Erde. Zeit: jetzt. Die Geschichte nimmt ihren Lauf...

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Beitrag von Schattenwal » 22.03.2003 00:31

Ich schlage die Augen auf, und werde geblendet von einem ekelhaft hellem Licht. Wo bin ich. Noch am leben? Sicher, es ist die Sonne die mich anstrahlt. Aber warum verdammt ist es so heiss hier...eeeehhh.....und wo kommt der viele Sand her? Kurz entschlossen kneife ich die Augen noch einmal zusammen und versuche es ein zweites mal. Hmmm...wieder nichts. Immer noch heiss. Immer noch Sand. Sinnlos!
Ich brauche einige Zeit um mich an diese Lage zu gewöhnen, will ich es nicht einsehen was das soll. Doch schon bald merke ich, dass mir dieses Trotzverhalten nicht weiter helfen wird. Ok, dann eben systhematisch vorgehen. Wo könnte ich sein? Sand, viel Sand...sicher Wüste! Heiss, sehr heiss...keine Eiswüste! Na ja, soviel Wüsten gibt es ja auf der Erde nicht...ich breche in Tränen zusammen. Beim obligatorischen "Hände über den Kopf" zusammen schlagen bemerke ich das mir was entscheidendes abhanden gekommen sein muss. Meine Perücke...VERDAMMTE SCHEISSE!!! ICH MUSS JA FÜRCHTERLICH AUSSEHEN. Soviel Tragik gibts sonst nur im Film. Vielleicht is es einer? Ok, kann nicht sein...das Kamerateam fehlt. Ein weiterer schlimmer Gedanke ereilt mich schneller als ich mir es hätte wünschen wollen. Wasser! Wo gibt es in dieser staubigen Gegend eigentlich was zu trinken? Schon wieder die ersten Tränen im Gesicht besinne ich mich darauf mit Flüssigkeit lieber zu sparen.
Wie gelähmt beginne ich in Richtung Sonne zu laufen, was soll ich auch sonst tun. Schon nach den ersten hundert Metern entdecke ich ein schwarzes Irgendwas nicht weit von mir auf einer Dünne. Umso näher ich komme, umso schneller werden meine Schritte...es sieht aus wie ein Rucksack, es ist ein Rucksack. Ein kleines Gefühl des Glückes lässt mein Herz erfrischen. Ich mache ihn auf.

Orhhh...nein. Was für ein Hohn. 15 kg feinstes arabisches Pökelsalz.
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Beitrag von Bluntman » 22.03.2003 18:09

Der Himmel verdunkelt sich, es beginnt zu regnen. Noch bevor ich mir Gedanken über die Tatsache, daß ein normaler Grashalm bis knapp unter meine Hüfte zu reichen scheint, machen kann, erwischt mich der erste Regentropfen brutal am Kopf und wirft mich zu Boden. Es folgen weitere Tropfen, nicht weniger angsteinflößend und ich verspüre die nicht unbegründete Angst, zu ertrinken oder bestenfalls vorm Ertrinken durch eine platzierte Tropfen-Kombo ausgeknockt zu werden. Neben mir bohrt ein Regenwurm seinen Kopf oder seinen Arsch aus dem Boden, eigentlich ist es mir egal, welche Seite es ist, jedenfalls mustert er mich eindringlich, kurz darauf habe ich das Gefühl, ich belustige ihn mit meiner Situation.

"Scheiße!" ich schreie den bescheuerten Wurm an, der aber entweder gehörlos ist, oder einfach plötzliches Desinteresse vorgaukelt. Die Szenerie ist derart bizarr, daß mir nicht auffällt, wie groß die Regenwürmer heute zu sein scheinen. "Verpiss Dich wieder, verschissener Zwitter!". Der Regen wird stärker, überall schlagen kopfgroße Wasserbomben ein. Der Wurm hat das Ende, welches noch immer unverändert aus dem Boden ragt, inzwischen süffisant von mir abgewandt, nachdem er das dargebotene kurz überdacht hatte, kam er wohl zu dem Schluß, daß ich ihn nur langweilen würde.
Ein umgekippter, ausgehöhlter Baumstamm spendet mir vorübergehenden Schutz vor der Wasser-Ausgeburt des Himmels und ich finde Zeit zum Nachdenken. "Wo bin ich? Warum kann ich in einem hohlen Baustamm sitzen und wie zum Fick kann es sein, daß Regenwürmer dicker sind als mein Unterschenkel?" Zum ersten mal seit meinem Erwachen oder dem scheinbaren Neubeginn meines Lebens schaue ich an mir herab. Ich bin nackt. Geschätzte 18 - 20cm groß. Kaum kräftiger und vor allem sehr viel langsamer als ein Hamster. Mich friert.
Nach ca. einer halben Stunde voll skurriler Eindrücke meiner "neuen" Welt hört der Regen endlich auf und es wird Nacht. Ich habe den Regenwurm, der zwischenzeitlich zutraulich zu mir "gewurmt" kam, davon überzeugen können, sich von einem großen Stück seines Leibes zu trennen. Nach einer weidmännischen Eingeweide-Session, die den Begriff "Gestank" völlig neu definierte, habe ich nun wenigstens einen Latex-ähnlichen Anzug an, eng anliegend reicht er vom Oberkörper bis zu den Knien. Ich mußte ihn wegen der Bewegungs-Freiheit im Bein-Bereich etwas aufschlitzen, genau genommen sehe ich aus wie ein Transsexueller im fleischfarbenen Abendkleid. Ich knote einen ausgerissenen Darmstrang des Wurms zusammen und hänge ihn mir um den Hals. Damit hoffe ich, wie ein gefürchteter Jäger auszusehen, um wenigstens in dieser Nacht nicht gleich einer Horde Ratten oder sowas zum Opfer zu fallen. Sie sollen sich fürchten wenn sie mich sehen. Ich habe Angst. Beschissene Angst. Und mein perverses Dress ist scheißkalt.

Da fällt mir auf, ich habe mich vorhin mit einem Regenwurm über ein Stück seines Körpers unterhalten. Unglaublich. Ich kann mit Tieren sprechen. Wo bin ich eigentlich? Was ist passiert?
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Beitrag von Schattenwal » 23.03.2003 12:55

Beschissenes Salz, und das in einer Wüste. Aber hey, es war weningstens etwas anderes ausser Sand. Nun hatte ich schon zwei Sachen um mich ausgewogen zu ernähren. Eigentlich wäre es schon wieder Zeit gewesen ein paar Tränen zu vergiesen. Es wurde mir zu blöd. Mich konnte ja eh keiner trösten. Ich nahm den Rucksack auf den Rücken und lief weiter Richtung Sonne. Auf meinem Weg ins Licht beschäftigte ich mich mit so vielerlei Sachen, unter anderem auch mit der Frage wie kalt es hier wohl Nachts werden würde. Ich fand diese am spannensten, weil es so ziemlich die einzige war auf die ich in naher Zukunft eine Antwort bekommen würde. Toll. Doch nicht so hoffnungslos wie es scheint. Sicher wird sich alles von alleine klären.

Arrrrrrrrrggghhh....was war das? ein ekelhaftes Brummen weckte mich auf. Ich muss eingeschlafen sein, verdammt was geht hier ab? Ich sprang auf und blickte in die Augen eines ca. 1 Meter 30 großen Wesens mit Flügeln und Schweinegesicht. Es sah wiederlich aus und stank nach Scheisse. Ich beschloss dem Vieh in den Bauch zu tretten. Agression war genug vorhanden, schliesslich ist immer einfach andere für seine Lage verantwortlich zu machen. Ich hatte mich überschätz, das blöde Vieh zeigte sich reichlich unbeeindruckt von meinem Paradeschlag. Hmm...da standen wir nun, selbe Situation, nur zwei Minuten später. Was will dieses Ding von mir? Herkommen und blöde klotzen kanns ja wohl nicht sein. Dieser verhaltene Mist ging mir bald so auf den Sack, dass ich versuchte mit Höfflichkeit was zu erreichen. Ich bot ihm ein wenig von dem Salz an.

Schmatzend stand es nun neben mir und kaute dem Salz rum. Dann fiel es um. Ich blieb ca. 15 Minuten stehen, um zu schauen ob sich da noch was tun würde. Es war tot. Ich hatte es umgebracht. Erst jetzt bemerkte ich das alles um mich herum grün erschien, so wie als wenn man durch ein Nachtsichtgeraät schauen würde. Kalt war es auch. Komisch?
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Beitrag von Fenster » 24.03.2003 08:58

Aahhhhh, aahhhhh, Scheisse man, Schmerz lass nach......beschissen selten das ich so abartig schmerzhafte Kopfschmerzen hatte......scheisse....was geht. Ich bekomme meinen Kopf kaum einen Zentimeter angehoben ohne das mir dieser brachialle Schmerz sagt tus nicht. Krass, Shit.....gottverdammte scheisse was geht.

Mindesten 2-3 Minten liege ich da und besinne mich meiner selbst. Keine Ahnung was mit mir geschehen ist und wo ich hier bin. Ich konnte mich mal daran erinnern das sich mein Bett weich und wohlliegen anfühlt. Doch das hier ist alles andere als Weich. Warum im gottes Namen ist hier alles so Hart und elend Dunkel?
Ich vesuche meine Augen an die Dunkelheit zu gewöhnen. Weitere Minuten vergehen. Doch meine Augen erkennen nichts, rein garnichts zu erkennen.......Nur.........SCHWARZ !!!!!! . Die Dunkelheit und Stille ist allgegenwärtig. Keinen blassen Schimmer wo ich hier gelandet bin. Halt!....Nein!...Hilfe!....ein furchteinflössender Gedanke geht mir durch den Kopf, der immer noch schmerzt wie die Hölle, könnte mein Nichtssehen damit zutuen haben? Blind!? Wiso, warum?
In sekundenschnelle schiessen mir tausende von Gedanken durch den Kopf. Ahhhhh Schmerz.......ich greife mir an den selbigen und bemerke irgend etwas nasses.....mein Puls geht schneller er rast förmlich, ich rechne mit dem schlimmsten und als ich meinen Finger ablecke schmecke ich das das Blut ist.............
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Beitrag von Animal » 24.03.2003 12:08

gar schreckliches unbehagen erfüllt mich, meinen ganzen körper und meine gedanken. eigentlich denke ich nicht - nur ein dumpfes, klatschendes mit verohnmächtigenden schmerzen verbundenes geräusch geistert unaufhaltsam in meinem kopf umher. ich weiss nicht wie lange schon. ein erdiger geschmack im mund hilft mir nur wenig ablenkung zu finden. eher instinktiv spucke ich kraftlos um besser luft zu bekommen, meine nase ist verstopft. ich will die augen öffnen, aber ein schleimiger film verwehrt mir jegliche sicht, alles was ich erkennen kann, ist, dass es hell sein muss. ich will mich aufrichten, mir die augen reiben, meine sinne sammeln. doch ein stechender rücken und lähmung verwehrt mir jegliche bewegung. wieder diese schemenhaften gedankenblitze, dann wieder der wille mich aufzurichten. ich schaffe es mich ein stück zur seite zu drehen. ich ziehe die linke schulter nach, es fällt mir schwer. kraft sammeln, ein ruckartiges ziehen lässt mich unter einem (verdammt seltsam klingenden) schmerzensschrei den arm frei bekommen. es knackt mein rückgrat, als wenn sich ein wirbel einrenkt. egal, nun den anderen arm, langsam die beine nachziehen. ich schaffe es noch mich anzulehnen, dann fällt mein kopf zur seite und ich verliere wieder das bewusstsein...

Gast

Beitrag von Gast » 24.03.2003 16:02

Verflucht, was juckt hier so? Überall nur ein einziges Jucken und Brennen! Muß die Augen öffnen! Öffne sie. Na toll, das Pech scheint an mir zu kleben wie Hundescheisse an einer Schuhsohle! Bin ich doch tatsächlich gestern in einem Ameisenhaufen eingeschlafen.
Langsam aber sicher sammeln sich meine Gedanken und ich versuche mich zu erinnern wie ich hier her komme. Kann mich nicht erinnern. Strenge mich an aber es gelingt mir nicht. OK, erstmal checken wo ich überhaupt bin! Sehe Bäume, Farne, Moose, war noch nie hier. Alles in allem siehts verdammt nach Wald aus.
Verdammt es juckt noch immer! Sollte mich warscheinlich mal aus diesem Ameisenhaufen erheben! Gesagt, getan. Höre brummen in der Luft, was kann das sein? Hebe meinen Kopf und was sehe ich da? FLIEGENDE SCHWEINE!! Insinktiv gleitet mein Blick meine Arme runter- gut Heroin ist also nicht im Spiel! Was soll der Scheiss dann, bin ich hier etwa in Lewis Carrolls verfickten Wunderland? Und wenn, wo ist der beknackte Hase der mir den Weg zeigt? Natürlich nicht da, nur beschissene Ameisen.
Erstmal hinsetzen. Was drückt jetzt in meinem Rektalbereich? Der Schmerz in meinem Arsch löst den Schmerz den die Insekten auf meiner Haut verursacht haben ab. Scheissen - die einzige Art dem Schmerz auf die Spur zu kommen!
Der Schiss ist raus und der Grund des Druckes auch. Ein ZIPPO.
Was für eine bizarre Welt in der ich mich hier befinde, fliegende Schweine, Zippos im Hintern, was kommt als nächstes? Wo bin ich? Wohin soll ich gehen? Fragen auf die ich noch keine Antworten habe, aber schnell finden sollte, denn das Brummen in der Luft kommt immer näher.


Das schrieb der werte iKNOrant der sich aus einem sehr mysteriösen Grund nich ins Forum einlogen kann.

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Beitrag von Fenster » 24.03.2003 21:03

tschhhhhhhhh......völlig aufgelöst komme ich wieder zu mir. Ich rappel mich auf und renne einfach los. Ich sehe nichts, in Panik versetzt, aus welchem Grund auch immer, renne ich einfach. Egal wohin, einfach los. Während ich renne mache ich mir nur sehr flüchtig Gedanken darüber warum ich eigentlich renne, aber komme zu keinem vernünftigen Schluss.

Die Dunkelheit hat sich kein deut zu einer helleren Instanz entwickelt, im Gegenteil alles kommt mir jetzt noch viel dunkler vor. Meine Panik ist grenzenlos, das Adrenalien steigt, mein Puls rennt......wo gehts hin? Nie habe ich mir Dunkelheit so furcheinflössend und allgegenwärtig vorgestellt.
Aufeinmal sehe ich ein kleines helles Licht am Horizont, trotz meiner Panik fällt mir in diesem Moment ein riesiger Stein vom Herzen. Meine Befürchtung nicht blind zu sein, lässt mich kurz aufatmen. Ich renne und renne und irgendwie macht mir dieses Licht auf was ich da zurenne Angst. Ein kurzer Gedankenblitz lähmt meine Sinne. Ich sehe ein Bild! Was ich aber auf die schnell in dieser panikversetzten Lage nicht einordnen kann. Auf dieses Licht fixiert laufe und laufe ich was meine Füsse hergeben. Alles ist nebensächlich geworden wie von einem Geist besessen zieht die Dunkelheit an mir vorbei. Soweit ich auch die Augen aufreisse ich sehe absolut nichts.

Das Licht und meine Wenigkeit kommen sich immer näher. Im letzten Moment merke ich das nicht nur ich diesem misteriösen Licht engegenlaufe sondern auch das Licht auf mich zu kommt. Scheisse was jetzt?
In diesen sekunden schiessen Bilder von früheren Tagen, von Freunden, von Erfahrungen die mein Leben prägten durch meinen Kopf. Im letzten Augenblick erleuchtet der Lichtkegel des Lichtes, kurz den Boden und ich sehe einen kleinen Unterschlupf. Ich springe hinein und mache mich so klein und unauffällig wie es nur geht. Das einzige was mich jetzt noch verraten könnte ist mein Atem und mein Herz was dem Beat eines Thunderdoomliedes gleich kommt.
Ich schaue vorsichtig gen Himmel und sehe wie das Licht über mich hinwegfliegt. Es verschwindet in der Dunkelheit.
Minuten des rehabilitieren vergehen mein Puls wird normal und mein Kopf fängt wieder an mit Schmerzen. Was würde ich jetzt für eine Aspirin geben.
In Gedanken versunken lasse ich die Sekunden der Angst Revue passieren. Was war geschehen, was war das für ein Licht, wo bin ich hier gelandet und wieso bin ich wie ein Angestochener losgerannt.
Eingebung? Vorahnung? Was waren das für Bilder die ich da gesehen habe? Mein Kopf schmerzt, ich fasse mit meiner Hand noch mal an meine Wunde am Kopf......sie ist eingetrocknet. Und auch gleich sellt sich mir die nächste Frage: Wie lange bin ich eigentlich schon hier?

Der Schmerz im Kopf lässt mich keinen klaren Gedanken fassen. In die Überlegung vertieft und in die erbärmliche Dunkelheit starend versuche ich zu verstehen.
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Beitrag von Black Sun » 24.03.2003 21:49

langsam schländere ich durch den warmen Sand der zwischen meine Zehen rinnt - mein Kopf ist nach unten gesenkt und ich bin eigentlich richtig happy...plötzlich fährt es wie ein Blitz durch mich - warmer Sand auf dem Weg zur Arbeit?? Wo sind meine Schuhe?? wo bin ich? wohin gehe ich eigentlich? warum bin ich in einer Wüßte?? und warum verdammt hab ich ein FC Bayern Trikot an?!?!?
Mein Blick richtet sich nach vorne - überall nur Sand - wie kommt das?
Panisch schau ich um mich - aber nur Sand, nichts als Sand....ICH HASSE SAND!!!
Absolut geschockt setz ich mich erstmal hin, stütze meinen Kopf mit den
Armen auf und versuch mich angestrengt zu erinnern wie ich nur hierher gekommen bin?!

Ich merke plötzlich wie ein Schatten über mich huscht - ich versuch zu erkennen was das war, aber meine Augen können in dem hell erläuchteten Himmel nichts sehen. Nichtmal den Stand der Sonne kann ich nachvollziehen - Sie ist einfach überall....alles viel zu hell für mich...

Und wie ich so da sitze und die Welt nicht mehr verstehe vernehm ich ein leichtes brummen - kann aber nicht erkennen woher es kommt - ist mir eigentlich auch scheiß egal - will nur wissen wo ich hier bin...

Ich denke an den bisherigen Tagesablauf - aber wo wollte ich gerade hingehen - warum hab ich nicht gemerkt dass ich plötzlich in einer Wüste bin?! Ich versuch mir einzureden dass alles nur ein Traum ist und ich sicher bald erwachen würde...aber irgendwie passiert nichts...

Das brummen wird nun immer lauter - hört sich irgendwie an wie eine Art Sirene - irgendwie unangenehm...und es wird immer lauter - auf die dauer spühr ich einen leichten Schmerzen in den Ohren der immer stärker wird - ich versuch sie mir zuzuhalten - dabei fällt mein Blick erneut auf den grellen Himmel - und auch das blendet nicht nur, es schmerzt in den Augen- was soll das - mir kommt es vor als würden meine Sinne verrückt spielen... das muß aufhören!!!!!
Zusammengerollt lieg ich im heißen Sand - versuch mir die Augen und Ohren zuzuhalten - aber der Schmerz durchdringt meinen Körper und gelangt in jede einzelne Ritze...
Alle Verallgemeinerungen sind falsch! Und zwar immer! Und
überall!

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Beitrag von Fenster » 25.03.2003 10:04

Verstehen, verstehen...nie hatte dieses Wort für mich mehr Bedeutung als in den letzten Minuten, Stunden oder gar Tagen? Meine noch so gut ausgebildete Zeiteinschätzung verlor völlig an Bedeutung in einer so endlosen Dunkelheit. Meine Gedanken schweiften von einer Ecke des Universums zur anderen. Keine plausible Erklärung ergab sich mir. Tausende von Fragen warfen sich auf und beschäfftigten mich auf neue und mein ständiges Kopfbrummen machte mir die Beantwortung nicht gerade leichter. In all diese Überlegungen vertieft, vergass ich alles um mich herum. Für kurze Zeit gab sogar mein Schmerz nach.
Verstehen, verstehen..........ich bin jetzt alles tausendmal durchgegangen und doch fange ich immer wieder von vorn an. Es reichts! Ich muss jetzt herausfinden was mit mir passiert ist. Vielleicht geht es ja anderen auch so und ich habe Glück im Unglück und finde Antworten auf meine Fragen. Ich stehe auf und versuche mit langsamen und ertastenden Schritten mir einen Weg durch die Dunkelheit zu bahnen. Einen Fuss vor den anderen, ganz sachte. Ich weiss nicht wie lange ich so lief, doch mit der Zeit merke ich das sich mein Körper langsam aber sicher nach dem Lebenselexier Wasser sehnt. Wärend ich laufe verschwendete ich keine Gedanken mehr an die vorher doch so oft gestellten Fragen. Ich lief einfach in die Dunkelheit hinein in der ich mich befand.

Lange laufe ich, doch mit jedem Schritt den ich mache gebe ich ein Stück Hoffnug den Laufpass hier jemals rauszufinden. Auch der Durst drängte sich immer mehr auf. Was tut man in so einer Situation wenn man rein garnichts sieht? Ich überlege mir das ich schon an tausenden Wasserquellen vorbei gegangen sei, links und rechts wenige Zentimeter neben mir hätte ich fündig werden können. Doch nichts, kein knistern, kein plätschern, nichts ausser des permanente Brummen meines Kopfes. Aussichtslos!
Ich falle auf die Knie und verliere kurz die Fassung, schreie aus vollem Hals und letzter Kraft "SCHEISSE". Das Echo ist in dieser Phase mein einziger Begleiter und natürlich dieses Brummen meines Kopfes, welches ich aber schon nicht mehr so richtig wahrnehme. Aber auf einmal bemerke ich das dieses Brummen lauter wird. Ich erhebe mich und mache eine 360° Drehung doch mir fällt es schwer eine Richtung auszumachen. Bisher hatte ich gedacht das dieses Brummen eine Folge meiner Wunde gewesen ist. Doch Fehlanzeige. Ich drehe mich nochmals um meine eigene Achse und bemerke ein kleines leuchten in sehr weiter Ferne. Mir schiesst ein vollig verwischtes Bild vor Augen auf dem ich nur flüchtig ein fliegendes Schwein mit blutverschmierter Schnauze erkennen konnte. Ich traue meinen Augen nicht doch irgendwie fange ich an mit laufen. Und zwar diesmal nicht diesem Licht entgegen sondern so schnell wie möglich weg. Ich schaue nicht mehr nach hinten, nur noch nach vorn auch wenn ich nichts erkennen kann. Schritt für Schritt grab ich mich auf flinken Beinen durch "The Darkness" wie ich die Dunkeheit schon scherzhaft nannte.
Da von einem Schritt zum andern ist er verschwunden, der Boden unter den Füssen. Meine Schreie übertrumpften das Brummen um ein tausendfaches. Der Freie Fall ins ungewisse stieß mich in ungemein gauenvolle Panik. Mein Leben vorbei, ohne ein Grund dafür zusehen oder eine Antwort gefunden zu haben? Mit panischen Schreien versinke ich auf einmal in einer Flüssigkeit.......ist es das was ich gesucht hatte?
Zuletzt geändert von Fenster am 28.03.2003 12:06, insgesamt 1-mal geändert.

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Beitrag von Bluntman » 25.03.2003 16:18

Die Nacht verlief ohne besondere Vorkommnisse. Da mir jegliches Instrument zum Messen der Uhrzeit abhanden gekommen ist, schätze ich die Zeit, zu der ich durch eine angeregte Diskussion geweckt werde, auf Zehn Uhr morgens. Nicht weit vor meinem Schlafgemach haben sich zwei Heuschrecken in der Morgensonne niedergelassen und unterhalten sich wild gestikulierend.

Heuschrecke 1: "Aber er ist ein Mensch. Wenn er uns entdeckt, wird er uns defintiv töten."
Heuschrecke 2: "Hör mal zu Horst. Er wird uns nicht töten. Er wird uns nichtmal bemerken. Menschen sind dumme ...äähh... Dinger. Ihr Handeln nicht rational. Es ist doch überliefert: Menschen sind wie Ameisen. Sie scheinen intelligent zu sein, zugegeben, aber wenn man genauer hinsieht, endeckt man keine Anzeichen von Vernunft."
Horst: "Aber sie bauen und konstruieren."
Heuschrecke 2: "Dazu sind auch Vögel fähig, Horst."
Horst: "Ja, aber..."

Ich beschließe, Horst und seinen Freund, die schrägen Möchtegern-Grillen, mit ihrer Weltanschauung allein zu lassen. Es scheint ein wunderschöner Tag zu werden, selbst die Tatsache, daß ich auf ein Zehntel meiner eigentlichen Größe geschrumpft bin, wird auf eigenartige Weise erträglich. Vorübergehend. Während ich mich auf den Weg in eine mir unbekannte Richtung mache, schätze ich die Chancen ab, hier eine verlorene Barbie-Puppe vorzufinden, mit deren Klamotten ich mich eindecken könnte. Ich verwerfe den abartigen Gedanken wieder, als sich in erreichbarer Entfernung eine Art Tümpel abzeichnet. Das Wasser hat zu meiner Überraschung einen recht erträglichen Geschmack. Nach einem kurzen Bad, in dessen Verlauf ich plötzlich panische Angst vor Raubfischen bekomme, fühle ziemlich gut und mein Regenwurm-Dress beginnt wieder zu stinken. Nächstes Mal ziehe ich es vorher aus.

Ich setze meinen Weg in der Richtung fort, die ich schon nach dem Aufstehen eingeschlagen hatte. Irgend ein Gefühl sagt mir, daß es die richtige Richtung ist. Nein, daß es die richtige Richtung SEIN MUSS. Mir bleibt nichts anderes übrig, als meinen Weg mit einer Geschwindigkeit von ca. 500m pro Stunde fortzusetzen, auf verdächtige Geräusche zu achten und damit potentiellen Feinden aus dem Weg zu gehen. Irgendwo da draußen gibt es Gleichgesinnte, irgend jemanden hat es mindestens genauso angeschissen wie mich. So muß es einfach sein, alles andere wäre einfach absurd und furchtbar traurig.
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Beitrag von Animal » 27.03.2003 02:01

mit einem panischen huster erwache ich. nach luft ringend richte ich meinen kopf aus der schmerzhaften nackenlage auf und spucke den rest erde aus, der mir ein gefühl gibt als wäre er im offenen mund getrocknet worden und hätte dann meine luftröhre penetrant bearbeitet . das gefühl eines wahren pappmauls, die schmerzen der unbequemen erinnerungsblitze und das stechen im ganzen körper lassen mich fast kacke kotzen...aufstehen, in den augen reiben. beim umschauen erkenne ich eine neblige landschaft. die umrisse karger, kleinwüchsiger bäume zeichnen sich in meinem schmierigen sichtfeld ab, binsengewächse vom feinsten, und erst jetzt fällt mir die drückende stille meiner umgebung auf. nichts reizt den hörsinn, ausser ein verschwindend leises, gedämpftes lebenszeichen um mich herum. alle sinne auf 180 und noch nie so wenig gewusst. ich steige aus einem sumpfigen loch, das annähernd meine körperform besitzt und erkombiniere eine dampfhammer-landung in diesem moLoch, egal, kommt vor. als ich so dastehe wird mir klar, dass mir das nichts bringt. und ich laufe los, dem matten sonnenball aus irgendeinem grund folgend stapfe ich los um die klarheit zu suchen. zach - stolper ich über ein ding und bleibe mit den armen in der suppe am boden stecken. schmatzenderweise ziehen sich meine arme aus dem untergrund, noch im aufrichten klemme ich mir die hürde unter den arm, ohne wissen zu wollen was es ist, denn ich will weiter.

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Beitrag von Schattenwal » 27.03.2003 14:52

Salz tötet also Schweine mit Flügeln. Nicht schlecht. Eine Antwort mehr als ich gedacht hätte. Aber zurück zu meiner ursprünglichen Frage: "wie kalt wird es wohl nachts werden?". Kalt ist es ja, hundekalt sogar...aber dunkel ist es nicht. Stattdessen sieht alles so aus, als würde ich durch eine Wand aus Götterspeise blicken. Grün.
Na ja...ist ja auch egal. Trotz dieses eher skurillen Vorfalls habe ich das Gefühl auch nicht nur einen Schritt vorangekommen zu sein, zumindest mit dieser ganzen "ich-allein-in-Wüste-Scheisse". Ich beschliesse einfach wieder Richtung Sonne zu schlendern, aber halt, schon nach den ersten Schritten merke ich, dass ich für diesen Plan auf die Sonne angewiesen bin. Mist...wie find ich die in dieser neuen Optik. Es kotzt mich an. Ich gehe zurück zu diesem totem Ding und lege mich daneben. Vielleicht wird dieses "Flugschwein" ja vermisst und jemand kommt es holen. Da kann ich ja nach dem Weg fragen. Ich schlafe ein.

Ein harter Tritt in meinen Unterleib lässt mich blitzartig erwachen. Ich springe auf um im selben Moment wieder niedergeknüppelt zu werden. Noch bevor ich nach dem Weg fragen kann werden mir die Augen verbunden und ein riesiger Stoffbalen in den Mund geschoben. Schöne Scheisse, aber wenigstens nicht mehr allein.
Es wird eine Sprache gesprochen die ich nicht verstehen kann...was müssen das für komische Leute sein, die sich mit Grunzlauten unterhalten. Wer weiss, fremde Länder - fremde Sitten.
Ich werde in irgend ein Behältnis gesteckt, und hebe ab. Jetzt dämmert mir langsam was hier los ist. Ich erinnere mich an dieses blöde Schwein mit Flügeln. Es war abzusehen, dass seine Freunde nicht begeistert sein würden, aber mich gleich gefangen zu nehmen geht mir ein Stück zu weit. Da meine Lage vorerst aussichtslos erscheint, gefesselt und geknebelt durch die Luft zu fliegen, entscheide ich mich vorerst für keine weiteren Aktionen. Mein Souveränität schwindet dahin. Nun kann ich die Tränen nicht mehr zurückhalten..."Mama hilf mir".
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Beitrag von Watusnik » 27.03.2003 18:57

Ein Schrei der zu einem Kreischen anschwillt und plötzlich abricht....

Ich schrecke hoch, die Augen noch verklebt, taste ich meinen nähstes Umfeld ab, rechts neben mir ist etwas warmes, pelziges...
Ich reibe mir den Schlaf aus den Augen und bin genauso erstaunt wie dieses,...dieser...ähm diese Sau mit Flügeln deren borstiges Karee ich mit meinen Tatsversuchen erkundet hatte.
Erinnerung und Ekel treffen mich...diese Sau, oh mein Gott, ich Unmensch...ich übergebe mich.
Sexuelle Versklavung funktioniert also auch bei Tieren...der hörige Blick lässt keinen Zweifel.
Ich drehe der Sau, die ich ab jetzt Lotte nennen will den Rücken zu und sammle mich.
Es ist morgen, ich bin auf einem erloschenen Vulkan, im Westem eine grüne Ebene und fast glaubt man einen gigantischen See erkennen zu können.
Im Osten (oder das was ich dafür halte) erstreckt sich ein Wald, der bis zum Horizont nicht enden zu wollen scheint, angeordnet wie ein Mosaik, ohne das man das Bild erkennen könnte. Wie Planquadrate auf einer Karte, sind die Grüntöne der Gipfelkronen in Gebiete gepfercht, ein Quadrat aus vornehmlich Blautannen, eins hellgrün aus Birken, viele mischen sich erst durch unterschiedliche Baumarten zum Farbton...Mich schaudert, ich blicke nach Norden.
Der Vulkan auf dem ich mich befinde ist der Vorposten eines Gebirgszuges, der sich wie ein Wall direkt gen Norden erstreckt, ich vermag nicht zu sagen, ob er unterbrochen ist oder wo er endet.
Süden. Der Wald scheint aprupt zu enden und direkt in die Ebene überzugehen, doch nicht für lang, deutlich erkennt man in der Ferne, das fehlen von grün, dort, im Süden ist nichts, rein gar nichts ausser Sand.

In diesem Moment spüre ich dich feuchte Schnauze von Lotte auf meiner Schulter, sie scheint zu weinen...ich deute nach Süden, Sie nickt und ich verstehe,...Mord!!!! Kaltblütiger, hinterhältiger Mord hinter Fratze der Hilflosigkeit.
Wut steigt in mir auf, Lotte würde für mich sterben, weil ich Sie benutzt habe, ich Schwein...doch will ich Sühne tun und abwaschen die Schuld von meinen Händen (und von allen anderen betroffenen Körperteilen)...

ICH BIN DER HERR DER FLUGSCHWEINE!
und ab jetzt auf der Jagd!!!

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Beitrag von Fenster » 28.03.2003 13:33

Wasser?
In Angst und Jubel befindend verschlucke ich mich mehrmals an diesem für mich noch unidentifizierbaren Nass. Vor einer Stromschnelle mit gerissen sehe ich im Augenwinkel nur noch flüchtig den Schein des nach mir suchenden Lichtes. Das wenige Licht welches in das trübe Nass einfällt wird immer dunkler bis es schließlich verschwindet. Die Dunkelheit hat mich wieder.
Ich merkte das langsam die Luft knapp wird. Nur noch wenig bei Kräften und um Luft ringend versucht ich irgendwie auf zutauchen doch es gelingt mir nur schwer. Meter für Meter kämpfe ich gegen die Schnellen.
In meiner panischen Angst zu ertrinken tuen sich mir ungeahnte und letzte Kräfte auf. Ich kämpfe immer weiter gegen die Stromschnelle an, bis sich mir der suchende Lichtschein wieder zu erkennen gibt.

Das Schwein sucht also immer noch nach mir!
Was soll ich tuen? Mir stehen nur zwei Wege zur Wahl entweder ertinken oder sich diesem elenden Flugschwein zu stellen. Mein Wahl war getroffen. Sterben kann ich später auch noch. Ich erreiche die Oberfläche und sehe auch gleich wie sich das Schwein auf mich stürzt. Wie ein Seeadler kommt es im Sturzflug auf mich zu. Am Nacken greifend zieht es mich Blitzschnell heraus. Im selbem Augenblick jedoch springt ein riesiges Etwas aus dem Nass. Ich höre nur noch die Zähne des unbekannten Wassertiers in der Leere zusammenschlagen. Ich weiss garnicht wie mir geschieht, aber ein weiss das ich die richtige Wahl getroffen habe. Ich schliesse meine Augen und lasse ein kuzes Gebet in die Dunkelheit schwallen. Völlig duchgeweicht und glücklich noch am leben zu sein, lasse ich mich in das ungewisse tragen. Nach kuzer Flugstunde setzt mich das Schwein auf festem Boden ab. Ich bin total erschöft und muss mich so oder so kampflos ergeben. Das Licht was ich sehe erschliesst mir nicht wirklich viel, ich sehe nur einen Scheinwerfer, gebunden an einen pelzigen Schweinebauch, der den Boden beleuchtet. Das Schwein grunzt vor sich hin und ich höre nach kurzer Pause und einem mir leicht vertauten knacken und pfieben ein anders Schwein grunzen.(Funken die etwa?)Im selben Moment wird mir ein Stofffetzen in den Mund gesteckt und ich werde in irgendein Behältnis gezwängt. Scheisse man was passiert hier mit mir? Hört das auch mal wieder auf? Eine Scheisse nach der anderen!. Ich begreifs nicht!
In dieses Behältnis gezwängt ereilen mich wieder Panik und diese Bilder. Die ich immer noch nicht so richtig einordnen kann und nicht weiss wo sie herkommen! Ich sehe ganz kurz eine Person die auch auf diese Weise gefangen genommen wurde. Doch die Bilder verschwinden wieder bevor ich erkennen kann wer diese Person ist. Aufs Neue befinden sich Fragen im Raum die ich nicht beantworten kann.

Doch bis jetzt Lebe ich noch.

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Watusnik
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Beitrag von Watusnik » 28.03.2003 15:51

Eine Holzkeule gespickt Stosszähnen, an den Kanten geschliffenes Horn als Wurfgeschosse, gekleidet in kurzärmeligem Flugschweinlederwams steige ich auf einen grossen Basaltbatzen in der Mitte des riesigen Vulkankegels. Umringt von mehreren dutzend Keilern und Sauen, Lotte neben mir. Die Luft knistert, ich verzögere noch einen Moment, bevor ich dröhnend meine Stimme erhebe. Wohl etwas zu laut, das Echo dröhnt sekundenlang. Nochmal von vorn...

"...daher haben wir nun ein Ziel. ...Rache an einem Mord, feige und hinterhältig, Rache für einen von uns! ... Fliegt und holt sie alle, lasst uns im Angesicht des "Grossen Keilers" ( so glaube ich ist der Vulkan unter Flugschweinen bekannt) richten,..."

Lotte grunzte synchron, da wir zwei zur Einheit verschmolzen der Sprache im herkömmlichen Sinne nicht mehr bedürfen.
Enschlossenheit. Zustimmung. Grim.
Ein tiefes Brummen, durch das Echo verstärkt, schwillt an zu einem Brüllen, als sich der Himmel mit Flugschweinen füllt.
Einge wenige bleiben zurück, um mit mir Gruben auszuheben, für alles was auf zwei Beinen entdeckt und gefangengenommen wird.
Ich lächle grimmig, wohl wissend, dass verstecken nutzlos ist, gegen die feinen Nasen meiner Freunde.

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Schattenwal
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Beitrag von Schattenwal » 28.03.2003 18:31

AUUUUA, ich schlage mit einem dumpfen Knall auf. Diese sinnlosen Viecher haben mich fallen lassen. Wahrscheinlich bin ich ihnen zu schwer gewesen, und da haben sie sich kurzerhand entschlossen mich irgendwo gefesselt und geknebelt liegen zu lassen...früher oder später würde ich schon verrecken...Aber nein, jemand ist bemüht mir die Augenbinde zu lösen. Das helle Licht beist in meinen Augen. Ich bekomme eine Tritt in den Rücken und falle. Der Aufschlag muss derartig hart gewesen sein, dass ich für einige Zeit das Bewusstsein verliere.
Als ich wieder erwache befinde ich mich in einem Erdloch, ca. 3 Meter tief und nicht größer als ein Klo einer Einraumwohnung. Der Stoffballen in meinem Mund ist weg aber ich bin immer noch an Händen und Füssen geknebelt. Quasi bewegungsunfähig. Ein Scheiss ist das, denke ich mir. Man lässt mir auch nicht nur eine Minute um mich zu erklären. Stattdessen wird man getreten und geschupst als wäre man aus Plüsch. Ich fange an laut zu schimpfen. Alles was mir einfällt. "Ihr Grunzschwuchteln, Assischweine...Borstenpiloten, ihr Flugwurstlieferranten"...nach ca. 5 Minuten fällt mir nichts weiter ein. Ich höre auf.
Plötzlich tritt ein menschengrosses männliches Geschöpf an meine neue Behausung, er steht direkt vor dem Sonnenlicht, so das ich nur seine Silhouette erkennen kann. Es kommt noch eins von diesen Flugschweinen dazu, welches sich zutraulich an dessen Becken schmiegt. Ein ekelhaftes Bild, wie ich finde.
Er beginnt zu sprechen:
"Du bist also der Typ, der Heinz Dieter auf dem gewissen hat! Was denkst du wohl was ich jetzt mit dir machen werde?"
Für kurze Zeit ist es mir völlig egal was er mit mir machen wird, da ich feststelle diese Stimme schon mal gehört zu haben. Sie ist mir bekannt, sehr bekannt sogar. Ich bitte ihn sich doch erst mal vorzustellen, bevor er hier ein auf dicke Hose macht. Er macht es nicht. Stattdessen läuft er eine Runde um das Erdloch, die Augen immer auf mich gerichtet. Als ich sein Gesicht erkennen kann begreife ich nichts mehr. MEIN BRUDER! MEIN EIGENER BRUDER...gekleidet in einem bescheuerten Lederwams. Nein , kann nicht sein. Ich schaue noch mal genau hin, er ist es...ohne Zweifel.
Zuletzt geändert von Schattenwal am 28.03.2003 21:24, insgesamt 4-mal geändert.
Das ist noch lang kein Grund hier so rumzuschreien.

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Beitrag von Animal » 28.03.2003 20:06

während ich so laufe und mit meinen krampfhafte ruhe simulierenden gedanken noch keinen meter weitergekommen bin, sehe ich in diesem – inzwischen glaubte ich immerhin mich in einem moor zu befinden – moor eine eintagsfliege an mir vorbei fliegen, die es verdammt eilig zu haben scheint. eigentlich nicht verwunderlich...ich fragte sie mit einem tragischen gesicht(oder was auch immer mein aussehen prägte, denn mittlerweile klarten meine augen und tastsinne auf und ich konnte meinen körper als ziemlich haariges, geschlechtsloses vieh abtun und wollte folglich nicht wissen wie meine fratze aussieht) ob sie wüsste, wer ich bin. was zur hölle ich hier mache. ob sie halt was wüsste, aber sie flog einfach nur weiter.

vielleicht acht stunden laufe ich und es ist schon fast dunkel. unterwegs habe ich an den etwas weniger modrigen wasserstellen nach trinkwasser gesucht, aber das wasser schien schlecht zu sein. das wohltuende trinken wurde mit schweissausbrüchen und einem unangenehmen brummen im kopf vergolten. übelst nervig...man kann sich vorstellen dass sich nach so einem marsch irgendwelche anzeichen für zivilisation wie eine fata morgana anfühlen. dementsprechend und nahezu erbärmlicher haltung gehe ich - dennoch zielstrebig – auf eine art verhau zu. das sieht doch aus wie eine verdammte offene touristen-informationsstelle im sumpfigen irgendwo. weil es praktisch ist und es mich einfach dort hinzieht, schaue ich mir die hütte an und entdecke den ausschnitt einer landkarte. schön übersichtlich, die wanderwege eingezeichnet und ganz einfach hilfreich. hier und da märchenhaft illustrierte tiere...nein, wesen. ich glaube es sind gimmicks, um hobby-wanderern so richtig die extra-portion fürchten zu lehren. kennt man ja, das biest vom bodensee, lough ness – man liest den schmalz, macht (unter anderen umständen) vielleicht eine bootsfahrt mit und grinst, wieder zu hause, beim präsentieren des „i’ve seen it all“-t-shirts. mein blick schweift weiter über die karte, einem dicken roten strich folgend zu einem hausähnlichen punkt, unter dem in alten buchstaben „zum keiler“ steht.
„oah, saufen“ – kommt mir in den sinn geschossen, geplatzt und ich mache mich ohne weitere umschweife auf den weg.

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Beitrag von Animal » 31.03.2003 14:14

“Haarig. Ich bin also haarig…” kommt es mir beim am mir runterschauen. Braun und eigentlich eher fellartig, ziemlich dichtes Fell. Aber nicht zu lang, gar nicht schlecht an sich, es ist schliesslich kalt. Schlimmer war, dass an der Stelle, wo bei einem Mann das Modul ist, nichts ist. Beim Abtasten meiner sonstigen Anatomie dachte ich zuerst an ein Schimpansen-Gorilla-Experiment, war aber froh um den aufrechten Gang. Zwar eine Gesichtsform wie dir der Menschen, aber auch haarig, so eine Scheisse. Dann noch ein Horn am Kopf, ziemlich lang und schräg nach oben gebogen. Aber zur Sicherheit nur auf der linken Seite, rechts konnte ich ein unförmiges Loch in meinem Schädel ertasten, es tat aber nicht weh und war eine Art knochige Aushöhlung.
Um mir den Rest zu geben würde ich normalerweise in ein stilles, klares Wässerchen schauen, von dem es hier im Moor genug gibt, aber es hatte den ganzen Tag über gewindet und die Oberfläche der zahlreichen Pfützen und modrigen Wasserstellen zu sehr aufgewühlt. Und nun war es fast vollends dunkel. Der volle Mond am Himmel stand zwar schon ziemlich hoch, aber wurde meist von schnell vorrüberziehenden Wolken verdeckt. Also bildete ich mir beim dahintrotten mein Äusseres vorerst im Kopf zusammen.
Den Trabunt immernoch unter meinen rechten Arm geklemmt, erreichte ich nach geraumer Zeit die Gaststätte. Beim Näherkommen war ich mir sicher, dass jetzt der Moment gekommen sei, ein Gasthaus als Taverne bezeichnen zu können. Sehr gelungen für diese Umgebung, das schwache Licht des Mondes erlaubte mir, das dunkle Bauholz zu erkennen. Ein etwas gedrungen wirkender Bau, mit einem etwas krummen Turm über der schweren Eingangstür. Die Fensterläden waren bereits geschlossen und bestanden aus schweren Holzbrettern, die Wände waren stellenweise mit irgendwelchen Geweihen und sonstigen toten Tierteilen behangen. Auf der Vorderseite brannten an jeder Seite des herausstehenden Eingangsportals eine Laterne und beleuchteten mit ihrem flackernden Licht den mächtigen, ausgestopften Kopf eines grimmigen Wildschweines.

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Beitrag von Watusnik » 01.04.2003 19:07

Wieder sitze ich auf dem Plateau und lasse meinen Blick schweifen und frage mich das erste mal was ich hier eigentlich mache, wie es weiter gehen soll, was zum Geier los ist.
Es dämmert. Der grosse See im Westen wirft Blitze von tiefrotem, reflektiertem Sonnenlicht, der voranliegende Sumpf und die weite Ebene die sich bis in den Süden erstreckt scheint zu brennen. Das Spaltergebirge (so hatte ich beschlossen, die gerade nach Norden laufende, geschlossenen Bergkette an dessen Ende "der Grosse Keiler" sich ja befindet, zu nennen) warf lange Schatten gen Osten und brachte dem anstehenden Wald die Nacht. Unaufhaltbar kroch die Dunkelheit voran und brachte bedrohliches mit. Im Süden war die Welt unruhig - Sandstürme.
Und plötzlich hatte auch mich der Mantel der Nacht erreicht, schlagartig wurde es kühl, mich fröstelte und ich begann vorsichtig wieder abzusteigen.
Wie eine Pralinenschachtel lag das Lager mit seinen frisch ausgehobenen Gruben unter mir, aber nichts Süsses war dort zu finden, nur Gestank, Dreck und der Geruch von getrocknetem Blut.
Gerade als ich anfing mich zu ärgern über den beschwerlichen Abstieg, kam mir der Mond, rund und fett vor rot, zur Hilfe.
Es war an der Zeit.
Entscheidungen mussten gefällt und Urteile gesprochen werden, für zwei Kreaturen war es die Nacht über Tot und Leben.
Meinen fliegenden Gefährten stand es nach Rache, Blut sollte fliessen und ob es den/die richtigen träfe, war ihnen egal. Zugegeben, unsympathisch waren beide, der eine stank erbärmlich und sah auch so aus. Der andere laut, widerspenstig aber eigentlich sprach aus ihm Verwirrung, Angst und Hilflosigkeit. Auch hatte man einen Rucksack bei Ihm gefunden mit etwas das Schnecken schmerzreich sterben liess.
Doch waren Sie Mörder? Sollte man sie von Ihrer jämmerlichen Existenz erlösen und Sie nicht unnötig leiden lassen?
Ich wusste es nicht, was ich wusste war, dass mich bei dem Gedanken an ein Todesurteil stets ein ungutes Gefühl überkam.
Fragen hatte ich genug und obwohl ich nicht glaubte Antworten zu erhalten, so wollte ich es doch versuchen, denn wenn mir jemand gesagt hätte, ich würde mich einst mit einem Flugschwein einlassen, naja..lächerlich.

ich liess alle Keiler zum Lager kommen und Sie sammelten sich vor einem Podest auf dem Lotte ein grosser, alter, völlig weisser Keiler und ich saßen. Ich beauftragte vier junge Keiler die Gefangenen zu reinigen und angekleidet vor das Tribunal zu bringen. Kurze Zeit später schaute ich in vier Augen und die Befragung begann.
Einige Stunden später hatte ich die Gewissheit das einer von nichts wusste, hungrig war und Angst hatte. Ich hatte vom Fänger gehört, dass er verzweifelt versucht hatte zu entkommen und nur durch Zufall später gefasst werden konnte.
Der andere war aus anderem Holz, glatzköpfig und sturr. Dennoch verriet er sich als Mörder, versuchte einen Angriff vorzulügen (lächerlich, angesichts der Tatsache das Heinz Dieter einen wirklichen an der Klatsche hatte und zu nicht viel mehr ausser Fliegen und blöd Grinsen in der Lage war.) Er war also der Mörder.
Dennoch etwas hielt mich ab ihn den Schweinen zu frass vorzuwerfen, ich beschloss ihm eine Chance, eine hoffnungslose zwar, aber immerhin, zu geben.
Der Unschuldige sollte als Geisel behalten werden, bis zum Hals eingegraben in der Mitte des PLatzes. Der vermeintliche Mörder sollte um sein Leben rennen. Den "Heiligen Weg der garstigen Borste", ein schmaler, steiniger Pfad, mit mehr als einer todbringen Kante, Scharte, Lücke. Sollte er vor dem schnellsten Flugschwein, gegen welches er anzutreten hatte, ankommen, sollten er und sein Leidensgefährte leben. Falls nicht, und davon war auszugehen, erwartete beide der Tod.
Bei Sonnenaufgang sollte gestartet werden.
Damit hatte ich den Bogen wohl überspannt, wütendes Knurren, Schnaufen und Brummen warf sich mir entgegen. So ein Urteil gefällt werden sollte, so musste dies heute geschehen, war der unmissverständliche Inhalt des Wutgegrolls.
Ich blickte nach oben, der Mond rund und jetzt kalt und gelb beagb sich schon wieder Richtung abwärts und ich schätzte die Zeit, die er noch scheinen würde auf weniger als zwei Stunden. Zu kurz um den heiligen Pfad zu absolvieren und tödlich für jemanden der Ihn nie zuvor beschritten hatte, wenn nicht sogar für Geübte.
Binnen weniger Minuten standen beide Kombatanten bereit da. Und mir schien als hätte der Glatzkopf keine Ahnung was Ihn erwartete, gelassen stand er da. Ich verdrängte jeglichen Gedanken aus meinem Kopf das letzte was ich wollte, war seinen zerschmetterten Leichnam von triumphierenden Schweinen geschändet im Morgengrauen betrachten müssen.
Ich schüttelte mich, blickte beiden in die Augen, glaubte etwas ja, fast vertrautes im Blick des Todgeweihten zu sehen. Ich sah weg.
Trat hinter die beiden Läufer, hob die Hand, ein wildes Toben und Grunzen erhob sich. Ich hilet die Hand noch einen Moment ....und liess sie dann fallen.
Beide stürtzen los, der Keiler verschwand zuerst aus meinem Blickfeld.

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