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BeitragVerfasst: 28.10.2003 14:25 
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So gern ich auch meinem Bruder in die Arme gefallen wäre, es ging jetzt nicht. Ich befinde mich, entgegen aller so grossen Gefühle die momentan vorherrschen, in massiv schlechter Stimmung. Huftiere, Flugschweie, Flügelfotzen... kotzt mich alles derartig an, dass ich nur noch an eines denken kann. Durchdrehen. Jetzt.
Es fällt nicht schwer einen Anfang zu finden, schliesslich verfolgen uns diese Hufwesen schon seit Stunden. Langsam bewege ich mich in Richtung des Grössten dieser komplett unbehaarten Wesen mit Pferdefüssen. Komisch sieht es aus, ca. 3 meter hoch, auf zwei Beinen stehend wie ein Mensch, Pfoten oder Hände wie Flussbieber... tja und Farbe kann ich nicht sehen. Nachts ist alles grün.
Schritt für Schritt versuche ich mich ihm zu nähern, doch diese derartig feige Kreatur mit Schlitzaugen läuft rückwärts. Ich spiele noch 1, 2 Minuten mit, bis es mir komplett reicht. Schnell hebe ich den nächsten Stein vom schmandigen Erdboden und ziele Richtung Kopf. Schuss... yeah getroffen, direkt in die hässliche Pferdefresse. Ich schreie und stürze in Richtung des Huftieres, noch 4 meter vor dem Scheissvieh springe ich ab, und treffe nur wenige Millisekunden später mit brutalster mir innewohnender Kraft in seinen Brustkorb wieder auf. Fuss zuerst versteht sich. Es fällt um und scheint diesen Angriff nicht überstanden zu haben. Mir egal... mit Jean Claude van Dame Manier nehme ich den Kopf des Pferdewesens und drehe ihn mit aller Wucht um 180 Grad. Es knackst mörderisch, ich freue mich und steche ihm zu allen Überfluss noch seine beiden Augen aus. Endlich fühlen sich die anderen Huftiere durch mein Verhalten provoziert, und kommen, wenn auch langsamen Schrittes, immer näher. Mir recht! In meinem perversen Wahn beschliesse ich nicht mit den Händen zu kämpfen, auch ein Ast erscheint mir zu harmlos... ich zerre solange an dem Kopf des gerade erlegten Pferdewesens bis sich dieser mit samt der Wirbelsäule vom Rest des Körpers löst. Muhar, kein Lichtschwert, aber ein ca. 1,30 meter langer Wirbelhammer.
Nun stehe ich da, mit Puls 200, verkleidet in einem halben Schweinekostüm, nach vertrockneten Blut stinkend und eine Wirbelsäule mit entstelltem Schädel daran schwingend. Nichts, rein garnichts kommt mir komisch vor an dieser Situation... ganz im Gegenteil, so gut habe ich noch nie gefühlt.
Ich schwinge noch mal ruhig durch, hole kräftig aus und lasse den toten Schädel gegen meinen ersten wirklichen Feind prallen. Da dieser grad im Begriff war seine Handpranke gegen mich zu erheben, trifft ihn mein Wirbelhammer direkt am Ellenbogen. Sein Arm bricht noch im selben Moment in entgegengesetze Beugerichtung. 1:0 für mich.
Derweil beginnt eine heroische Melodie in meinen Kopf zu spielen... "There is no Hope for all us... Kill them and smoke his ass..."

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BeitragVerfasst: 28.10.2003 21:22 
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ich heule, verdammt.
bäche von salzigem feucht rinnen meine wangen hinab, tropfen auf meinen wams und vermischen sich mit den verflucht hartnäckigen schweissflecken unter meinen achseln.
irgendwie hat das aber nichts mit trauer zu tun. ich bebe vor rührung, freude.
zusammengesackt im schneidersitz, vergesse ich die ganze scheisse um uns drei herum.

ein knacken, holt mich zurück, ich wische den schleier von den augen.
der mond muss sich erst vor wenigen minuten, prall, fett und kalt über die baumkronen geschoben haben, die lichtung silbern und in der mitte der grund meiner tränen.
adrenalin pumt sich in jede pore, die schweissflecken unter meinen achseln taugen zu ersäufen, im mondlicht schaue ich meine linke hinunter, sehe meinen handersatz. ich spüre, der borstige gefährte zittert.
ich lächle grimmig: "tut mir leid, freund. nichts geht über blutsverwandtschaft!"
mit kaum geahnter wut stürze ich mich auf die lichtung, wenn draufgehen, dann wenigstens kämpfend, seit an seit mit meinem BRUDER!

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ein kultivierter mensch wird einen genuss niemals bereuen. ein unkultivierter mensch weiss nicht einmal was genuss ist.


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BeitragVerfasst: 30.10.2003 20:21 
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PHUUUU,was geht?

Durch den aufgegangenen Mond sehe ich nur noch wage Umrisse davon was hier im Wald vor sich geht. Reden ist ja nicht viel. Die Überrasschung das Brainbug und der Führer der Schweine, sich zukennen scheinen, lässt mich immer noch einwenig baff aus der Wäsche schauen. Ganz zuschweigen davon das hier ein riesige Horde von Kreaturen um uns sind, die ich mir nur mit sehr viel Fantasie vorstellen kann. Durch das dichte Walddach habe ich nur sehr wenig Spielraum den Geschöpfen und meinen Freunden zufolgen. Eigentlich garkeinen. Diese scheiss Dunkelheit macht mich noch Krank. Was würde ich jetzt darum geben, auch einwenig mehr zu sehen. In naher Umgebung höre ich es nur knacken,krachen,stampfen,stönen und heulen. Was macht Brain da?? Ich sehe nichts, rein garnichts, SCHEISSE.
Ich versuche mich auf das wenige Licht, welches auf auf die Lichtung fällt zu konzentrieren. Ab und zu sehe ich etwas durch den Wald huschen, aber alles verwindet zu schnell wieder in der Dunkelheit. Drehend und auf alle vorbereitet was mich anspringen könnte aus dem dunklen Wald, sehe ich aufeinmal wie Barin mit einer Art Morgenstern in der Hand gegen eines dieser Huftiere kämpft. Nur die Siluetten der beiden sehe ich in einem durchscheinenden Mondstrahl. Mir stockt der Atem die Huftierkreatur holt aus und wird Brainbug treffen, doch sie hat nicht mit einem in der Nachtsehendem Menschenwesen gerechnet. Yeah, ich jubel einwenig für mich. Ich höre ein lautes knackendes und ein aufstönendes Geräusch.
Doch aufeinmal verdunkelt sich alles. Ich schaue hinauf und sehe wie der Mond hinter einer schwarzen Front Wolken langsam verschwindet. Ein Tropfen trifft mich. Ich sehe wieder garnichts mehr. Scheisse....Geräusche von allen Seiten. Planlos wirre ich umher.

Es regnet. Nur gut das wir uns noch im Wald befinden, denn das Plätschern, hört sich nicht gerade nach Nieselregen an.
Als ich mir so kurze Gedanken über den Regen mache, packt mich aufeinmal irgendenjemand oder irgendwas am Kopf und drückt mich nieder mit dem Gesicht direkt in den modriger und steinigen Waldboden. Ich versuche mich zu befreien, schlage um mich soweit das in dieser Situation möglich ist. Doch das Unbekannte drückt mich immer weiter mit dem Gesicht in den Boden. Alles Zappel und ummichschlagen fruchtet nicht.
Ich stämmte die Arme gegen den Waldboden und versuchte mit meiner letzten Kraft mein Gesicht und meine Körper hoch zu drücken. Der erste Versuch scheiter kläglich, ich bekomme gerademal mein Gesicht vom Boden weg, aber ich kann kurz tief Luft holen. Abermals stämme ich mich gegen die aufmir drückende Last. Mir kommt fast die Wurst, ich stelle ein Knie auf und machte eine halbe Brücke. Mit einem tiefen Atemzug drückte ich meine Körper in Linkslage und aufeinmal rutscht wie von Geisterhand diese schwere Last von mir ab. Ich merke das ich schon sehr durchnässt bin. Neben mir krachte es und ich lieg auf der Seite. Schnell spring ich an die Stelle wo ich dieses für mich nicht zusehende Wesen vermute. Volltreffer! Ich umschlinge dieses Getier mit Armen und Bienen. Einfach erstmal in Schach halten. "Tja mein kleiner jetzt wird der Spiess mal umgedreht". Mit ganzer Kraft drücke ich zu, ich weiss nicht wo ich diese Vieh erwischt habe. Doch ganz egal, hauptsache meine Kraft reicht. Ich drücke und drücke und als gerade gerade meine Kraft zu schwinden scheint, knackt es mörderlich. Die Spannung lässt sofort nach, über meine Arme fließt irgendeine Flüssigkeit und mein Angreifer gibt kein Mucks mehr von sich.
Ich sacke zusammen. Föllig erschöpft untersuche ich den Kadaver, taste von Stelle zu Stelle um mir ein Bild zu machen wie es wohl aussieht. Aufeinmal bemerke ich etwas was sich nicht wie Fleisch, Fell oder sontiges anfühlt. Es fühlt sich an wie eine Beutel aus feinem Leder oder grobem Samt mit hartem Inhalt. Ich nehme es an mich.

In der Zeit meines Kampfes hatte ich nicht mehr auf die Geräusche in der Umgebung geachtet, doch irgendwie was es sehr ruhig geworden. Nur noch das plätschern des Regens. Was ist geschehen sind sie etwa alle Tot?

Ich rufe nach Brainbug und nach dem Führer der Schweine. Doch keine Antwort! Doch aufeinmal leise und langsam bewegende Schritte die auf mich zu kommen. Kurze Angst macht sich breit, doch ich spüre das die Gefahr gebannt ist.

Anscheind hatte der Regen die anderen Hufkreaturen vertrieben.

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BeitragVerfasst: 31.10.2003 09:04 
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Ich kann nicht mehr, völlig entkräftet stehe ich in Mitten der Lichtung. Unweit neben mir mein Bruder. Es hat in Strömen zu regnen begonnen und die Hufwesen sind auf einmal weg.
"Watusnik, alles ok?"...gut. Gemeinsam mit meinem Bruder bewege ich mich in Richtung Fenster. Den scheint es wieder mal am schlimmsten erwischt zu haben, er lehnt an einem Baumstumpf hat nichts als Leere in seinem Blick. In anbetracht der Lage, schlage ich vor, dass wir uns erstmal ein wenig schlafen legen. Die Gefahr scheint vorerst gebannt und
nur etwa 30 meter vor uns liegt eine kleine Höhle, die sollte reichen um uns vor dem Regen zu schützen.

Ich schlafe ein...

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BeitragVerfasst: 31.10.2003 18:36 
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Zusammen gefercht in der von Bainbug ausgemachten Höhle suche ich nach Ruhe. Augen auf, Augen zu, Augen auf, Augen zu........."NEIN." Ein kalter Schauer läuft mir den Rücken runter und lässt mich zusammenzucken. Brainbug und den Führer der Schweine "Watusnik" wie Brain ihn vorhin nannte, hat die Müdigkeit und Erschöpfung übermannt. "Schlaf" im Moment kann ich dieses Wort nicht mal aussprechen, geschweige den ein Auge zu machen. Ich beschliesse die heutige Nacht Wache zu halten. Es wird mir zwar verdammt schwer fallen ohne meine Augen, doch ich werde mich auf meinen Sinne verlassen müssen. Was bleibt mir auch anders übrig.
Im Schneidersitz am Höhleneingang sitzend wird mir immer mulmiger, mein Bauch knurrt, mein kopf schmerzt seit langem mal wieder. Und diese allgegenwärtige Angst lässt meinen Körper vibrieren. Es ist als sei ich kurz vorm verrecken, obwohl ich bisher keinen realen vergleich zum Sterben habe. Doch es Fühlt sich alles so scheisse an.
Bei meinen Ganzen körperlichen Streikerein habe ich die Geschehnisse nicht vergessen. Nein! Sie Beschäftigen mich mehr als jeh zuvor.
Der Regen, das Atmen von Brain und Watusnik, das bewegen der Bäume im Wind fügen sich zusammen zu einem seltsamen Spiel. Es ist fast wie eine schöne, wohltuende Musik in einer verdammten Welt. Drehen setzt ein, ich fühle mich schwummrig. Ein Blitz tritt vor meine Augen und ein sehr skurilles Bild von einem seltsamen Stein der auf mich zurast. Immer schneller und näher kommt er, schnell und schneller schiesst er auf mich zu. Kurz bevor der Stein meinem Gesicht trifft weiche ich instinktiv aus. Es knirscht............

Ich öffne meine Augen. Mit beiden Händen halte ich mir den Kopf, er Schmerzt schrecklich.
Was war nun schon wieder passiert? Scheisse ich bin in Ohnmacht gefallen und das die ganze Nacht. Drehe mich erschrocken um und schaue nach Brainbug und Watusnik. Sie schlafen noch. Phuuu, alles in Ordnung.

Es Regnet immer noch, aber es ist schon wieder hell, nicht Taghell aber ich kann schon wieder meine Hand vor Augen sehen.Heller wird es auch nicht. Sogleich fällt mir dieses misteriöse Beutelchen ein was ich in dieser Nacht bei dieser Kreatur gefunden habe.
Ich mache es auf und was ich darin finde lässt mich stauen. Ein kleines Buch festgebunden in sehr altem dunkelbraunem Leder und gelblichen Seiten. Auf dem Buchrücken steht nichts. Ich schlage die Seiten durch aber auf keiner Seite ist irgendetwas geschrieben oder zu erkennen.

Überlegend am Höhleneingang sitzend, was es wohl aufsich hat mit diesem Büchlein, beuge ich mich immer weiter vor um mehr Licht zuerhaschen und vielleicht irgendetwas zu erkennen. Ein Tropfen fällt auf die aufgeschlagene Seite, ein zweiter und ein dritter...........
Gerade als ich das Buch wieder zuschlagen will zeigt sich eine komische Reaktion auf dem Papier.....Buchstaben werden erkenntlich. Ich halte es noch ein wenig mehr in den Regen und nach wenigen Sekunden ist die ganze Seite mit Buchstaben gefüllt. Krass...ich freue mich kurz das der Regen noch ne Zweite gute Seite hat. Erst verscheucht er die Waldkreaturen und nun das. Ich blätter weiter im Buch und lasse auf alle Seiten einwenig Wasser kommen doch nichts geschied. Nur eine Seite beschreiben.

Schnell blätter ich auf die Seite zurück und lese.

Die Steine des Untergangs


Ebenenen der ewigen Schönheit, Dünen des Treibsandes , Weiden
des Bösen, Land der Dunkelheit, die hohen Spalten des
Untergangs, Moor des Vergessenen und Wald der Kreaturen.

„Die Last liegt auf den Schultern der Verdammten die in diese
Welt gekommen.
Auf ewig eingeklemmt im Strudel des Bösen.
Geister, Demonen, Kreaturen mächtige Beschwörungen, hinterhältige Fallen kreuzen ihren Weg.
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Das Podest zum Tempel des Zeilon hat seit tausenden von Jahren nie einer Betretten.
Nur ein kleiner Spalt
Zwischen Sieg und Niederlage wird das Schicksal der Verdammten
Entscheiden.
Ein jeder ist seines eignen Schicksals Schmied. Nur einige Ausnahmen bestättigen die Regel.“

Wachet meine Sechs Wächter des Tempel von Zeilon


Was hat das alles zu bedeuten? Und irgendwie fehlen da einige Worte.

Brainbug und Watusnik regen sich.

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BeitragVerfasst: 27.11.2003 20:49 
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Da liegt sie nun auf dem Rücken vor mir, diese menschliche Kanonenkugel. Ohne grossartig nachdenken zu müssen, beschliesse ich, ihn "Durch's-Dach-krach-Dan" zu nennen. Ich würde ihn am liebsten fragen ob das in Ordnung geht, aber der Gute ist bewusstlos. Ich trete vorsichtig auf ihn zu; wer weiss, in dieser verrückten Welt ist man nie sicher ob Freund oder Feind.

Klapps. Ich patsche ihm zuerst auf die rechte Wange - kein Mucks. Sein Kopf liegt leicht zur rechten Seite geneigt, ruhend auf einem Stück Mastdarm...glaube ich zumindest. Ich klatsche fester auf seine Linke, nichts, nochmal und nochmal. Schlafende soll man nicht wecken, also lasse ich ihn erstmal so liegen.
So, was tun? Ich schau mich um...ein umfassendes Angebot alkoholischer Getränke hinter der Bar, testen testen und die Zeit vertreiben. Immer noch keine Wirkung:
Locker mal die halbe Flasche "Flanschlander Bärenbrand" (der schmeckt nach Kot), runtergespült mit einem Hellen. So grünes Zeug in einer vergilbten Glasflasche, ich glaube irgendein Kräuter. Der geht in Ordnung, denke ich mir als mir der locker gesteckte Korken auf einer Flasche mit klarem Inhalt runterfällt. Ich hebe den Korken auf und der Neue regt sich im selben Augenblick. Aber mehr als ein Stöhnen kommt nicht bei raus, er sackt zurück in seine alte Position. Ich sehe von hinter der Bar aus, dass die Gedärme schon fast getrocknet sind, sie glänzen nicht mehr. Das klebt doch...

Ach, langweilig...und was tut man da? Ein Liedchen pfeifen. Ich habe keinerlei Erinnerungen an irgendwelche Ohrwürmer, trotzdem gelingt es mir, ein ordentliches Liedchen zu trällern, es macht Spass, immer neue Elemente zu einer wachsenden Melodie zusammen zu setzen. Am liebsten würde ich tanzen, die geht gut ab. Bevor ich mich ins obere Stockwerk aufmache, checke ich Dan nochmal kurz ab, ziehe seinen Kopf an den Haaren hoch und lasse ihn auf den Boden plumpsen.
"Plock...plock...plock..." Nichts.

Ich gehe durch die Tür hinter der Bar, in der vorhin auch der Schweinewirt verschwunden ist. Die spärlich eingerichtete Vorratskammer mit eingebauter Küche hält mich nur kurz auf, vielleicht kann man hier nachher etwas Proviant mitnehmen, für die Reise ins sonstwo.
Der kleine Aufgang nach oben ist ziemlich dunkel, ich muss mich an der Wand entlang nach oben Tasten. Ich öffne die Tür am Ende der Treppe und komme in ein gemütliches, kleines Dachzimmer. Weiter hinten steht die Tür offen, Mondschein durchflutet das respektable Loch, durch das der gute Dan seinen Dampfhammerarsch gepresst hat - ich glaube zumindest, dass er so rum aufgeschlagen ist.
Das einfallende Licht erlaubt mir, die miese Einrichtung dieser Bude zu sehen. Die senkrechte Wand links von mir ziert ein übergrosses und geschmackloses Bild von einem Berg...erinnert mich irgendwie an das Matterhorn. Daneben aber hängt eine Karte...von der Gegend hier. Ähnlich der, die ich heute mittag in dem Holzverhau gesehen habe, nur viel besser gezeichnet. Ich nehme sie mit.
In einer Ecke steht das durchgelegene Bett vom Wirt...gibt es auch Frauen, die auf sowas stehen? Auf Alles hier? Schweinekopf und so, ab ins Bett gegen Geld mitten in einem verkackten Sumpf? Verdammt, aber ich bin doch auch elendshässlich...wie auch immer. Der Lederrucksack neben dem Nachttisch wird geschultert, das Buch dort kann nicht schaden, vielleicht wirds mir ja mal langweilig. Rausgerissene Seiten befinden sich unter dem Buch, ich packe auch sie ein, lege sie zwischen die Seiten des...oh mann..."Kochbuch für echte Fabelwesen".

Ich gehe nun wieder runter, gucken ob der Neue aufgewacht ist...ich sollte das nicht verpassen, denke ich mir.


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BeitragVerfasst: 08.04.2004 14:37 
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da sich madame als potenter trink- und zeitvertreibgenosse entpuppt hat, ist es nur logisch, dass wir zusammen weiterziehen. stefanie ist von dem vorschlag begeistert, kotzt erst einmal (das bier!) und setzt sich dann auf meine schultern (der suff!). dann lallt er etwas von einem kochbuch, das er gefunden hat. wie man in dieser bruchbude an essen denken kann, is mir ein rätsel. wir verlassen die kneipe und stehen in einem wald. alles dunkel, viele bäume, keiner zu sehen. „angeschissen!“, entfährt es stefanie. ich gebe ihm recht.
wir beschließen einfach drauflos zu gehen.... irgendwo werden wir schon jemanden finden. aber vorher muss stefanie von meinen schultern absteigen.
auf einem wegweiser lesen wir „grünwald“ - das ist absurd, denn wozu auf einen wald hinweisen? aber es zeigt uns, dass irgendwer schon einmal hier gewesen sein muss.
noch immer haben wir beide keine ahnung, wo wir sind, weshalb wir da sind und vorallem wohin wir wollen. da wird es plötzlich finster über uns, ein schatten, der immer größer wird, rast auf uns zu..-wir ducken uns...., hinter eine böschung, verdammt, in gnomkacke gelatscht oder so etwas... der schatten kommt näher--- und verschwindet wieder, wird kleiner und ist bald weg... wir schauen nach oben. was ist das? ein fliegendes schwein??? müssen wohl noch die nachwirkungen des sturzes sein.... stefanie grinst feist und ich will endlich wissen, was hier vor sich geht. was hat es mit den schweinen auf sich? und was zur hölle wollen die von uns....?

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Haarscharf. So finde ich die Kanonenkugel in Menschengestalt, als wir im Schatten einer riesigen Eiche über die Flugschweine grübeln (Hässliche Viecher...Ich habe beschlossen sie nicht mehr zu mögen!). Kein Schwein wüsste warum, aber in meinem Zustand finde ich den Kerl geil, einfach weil er so normal aussieht. Ausserdem ist er irgendwie nett, ein freundlicher Geselle in einer Fremde, die sich nicht so richtig zu Bildern zusammenfügen will. Zuviel Alkohol. Ja, das wird es sein, geht es mir durch den Kopf und ich stopfe mir eine Pfeife.
Kaum habe ich ein paar Züge genommen, da wird es mir auch schon schwindlig.
"Hier, Mensch."
"Ich bin kein Mensch."
Er raucht genüsslich an dem Teil und ich laufe ein wenig herum. Noch ein Stück weiter. Da sehe etwas mehr Licht als sonst durch die Bäume schimmern, irgendwo dort hinten. Fürwahr, eine Lichtung eröffnet sich vor mir, als ich weiter auf dieses Licht zulaufe. Und ich sehe dort zwei, nein, drei junge Flugschweine. Sie müssen jung sein, weil sie klein sind. Ihre Flügel sind ausgebreitet und fangen die Wärme der Sonnenstrahlen ein, die auf die freie Fläche bretzeln. Ich verstecke mich hinter einem Gestrüpp, das etwas näher am Geschehen steht. So kann ich ja besser sehen. Und ich sehe dort, mitten auf der Lichtung, ein riesen Ding, ein langer, massiver Holzbalken mit einem Korb an dessen Ende wie unten an einem Heissluftballon. Das Ganze verläuft sich am anderen Ende in eine mächtige Konstruktion aus überdimensionalen Holzzahnrädern und stützenden Querbalken. Ein Katapult. Auf einem Schild davor steht:
"Flugschuler - Eigentum des Vereins für prä-flügge Jungpioniere e.V."
Im Zurückrennen denke ich an die "menschliche Kanonenkugel" und muss lachen. Auch weil es cool ist, dass ich nicht einfach so zurück renne, sondern weil ich einen Plan habe. Ja, einen tollen Plan.
"Los komm, du...Mann! Ich weiss was wir tun!" Pack den Menschen beim Arm während er die Pfeife ausklopft, wohl in der Überzeugung, ich hätte es nicht wirklich eilig. Als wir bei meinem Buschausguck ankommen habe ich endlich die Pfeife in den Beutel gesteckt und zeige damit, noch ein Arm verfangen in den Lederriemen, auf das Gerät und schaue Mann an. Er schaut mich an und denkt dasselbe.
"Wir nehmen eins dieser kleinen Mistviecher und..."
"Was für Mistviecher - ach da. Genau. Und werfen es dann auf den Auslöser!"
Bei 3 rennen wir los, beide auf das kleine Vieh zu, das sich nahe des Beschleunigers grad die häutigen Flügel leckt und stossen mit den Köpfen zusammen. Weil beide das Schweinchen packen wollen. Mann nimmt es nach kurzem Stöhnen, ein abartiges Gequietsche von dem Kleinen lässt einen Tumult aufkommen. Die anderen Jungpioniere haben keine Lust, sich das Schauspiel mit anzusehen, sondern rennen, ebenfalls quietschend, auf den Wald zu. Und da sehen wir ein Mitglied dieses Fördervereins, mit einem Schal um seinen hässlichen Hals und einer riesigen Pike in der Pfote. Er schwingt sie und rennt wütend grunzend, aber immer noch ein bisschen verpennt auf uns zu.
Nur schnell keine Zeit verlieren, das Schweinchen wird in den Korb geschmissen, der stark unter potentieller Energie nahe des Bodens hängt und wir springen hinterher. Nanu, der Katapult ist drehend gelagert, also verändern wir unsere Ausrichtung, halten kurz inne, aber nur solange bis der Wütende uns gefährlich nahe kommt, und Mann wirft den armen Kleinen auf den Auslöser.
"Ssssssssst....klock"
Und wir sausen durch die Lüfte, immer höher steigen wir. Ich sehe noch, wie der Kerl wieder seinen Arsch in Flugrichtung nach vorne bringt - so wie er es beim Flugzeug gelernt hat - und nehme situationsbedingt die Form eines riesigen Schwartemagens an (ein Laie würde mich in der Luft mit einer astreinen Kanonenkugel in Wurstfarbe verwechseln).


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BeitragVerfasst: 29.11.2007 14:48 
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O Gott, was für eine Nacht...allmählich gefalle ich mir in dieser blutrünstigen Rolle. Neben mir liegt mein Bruder Watusnik und schmatz wie er es schon immer während des Schlafes getan hat. Ich werde ihn erstmal nicht wecken. Überhaubt habe ich verstärkt Probleme seine neue Macke zu akzeptieren. Dieses ewige rumgeschleime mit der Tierwelt ekelt mich an, außerdem habe ich ihm noch nicht ganz verzeihen können - vor wenigen Stunden wollte er mich noch umbringen. Wegen eine Schweinetussi! Bah! Egal.
Unser Dritter im Bunde sitz im Regen und fasselt schon wieder eine neue Verschwörungstheorie vor sich her. Mag sein das uns das irgendwann mal weiterhilft, aber er könnte ja wenigstens einmal mitkämpfen...hmm, vielleicht beim nächten Mal. Wird ja der Erfahrung nach nicht mehr lange dauern. Mein Bruder ist munter.
Er küsst seinen rechten Igel, ungefähr dort wo früher einmal sein Zeigefinger war. Erst nach dreimaligen Ansprechen kann er sich von dieser Beschäftigung lösen. Wir stehen gemeinsam auf und laufen zum Ausgang der Höhle. Es ist ein widerlicher Morgen. Grau in Grau in Grau. Direkt vor uns eine Vielzahl lebloser Huftierkadaver, der Regen hat das viele Blut bereits weggespült. Auf einmal ruft Fenster laut: "Brainbug". Ich drehe mich um und erkläre ihm jetzt zum bestimmt zehnten Mal, dass ich "Schattenwal" heiße und er endlich mit dieser Brainbugscheiße aufhören soll. Ich drohe ihm an, bei nächsten mal nicht mehr zu reagieren. Er nickt ängstlich - gleiche Reaktion wie immer.
Vor ihm liegt ein aufgeschlagenes Buch...ich lese kurz:

Die Steine des Untergangs


Ebenenen der ewigen Schönheit, Dünen des Treibsandes , Weiden
des Bösen, Land der Dunkelheit, die hohen Spalten des
Untergangs, Moor des Vergessenen und Wald der Kreaturen.

„Die Last liegt auf den Schultern der Verdammten die in diese
Welt gekommen.
Auf ewig eingeklemmt im Strudel des Bösen.
Geister, Demonen, Kreaturen mächtige Beschwörungen, hinterhältige Fallen kreuzen ihren Weg. ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
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Das Podest zum Tempel des Zeilon hat seit tausenden von Jahren nie einer Betretten.
Nur ein kleiner Spalt
Zwischen Sieg und Niederlage wird das Schicksal der Verdammten
Entscheiden.
Ein jeder ist seines eignen Schicksals Schmied. Nur einige Ausnahmen bestättigen die Regel.“

Wachet meine Sechs Wächter des Tempel von Zeilon


...es klingt wie aus einem billigen Fantasyfilm der achtziger Jahre. Ich kann kaum glauben, dass uns das tatsächlich weiterbringen soll. Mein Bruder ist da natürlich wie immer anderer Meinung - er erwähnt im ständigen Wechsel die Worte "Hoffnung" und "Rettung". Als wenn es die für Tierficker irgendwo gäbe. Mist...anscheinend wird das mit dem Verzeihen doch schwerer als gedacht. Ich schlage vor etwas zu essen. Wir holen gemeinsam eines der toten Huftiere und machen ein kleines Feuer am Rande der Höhle...Fenster sammelt ein wenig Regen.

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BAM.

Wir prasseln durch's Unterholz, schlagen IM morastig-weichen Waldboden auf. Im Steilflug habe ich noch sehen koennen, wie wir auf ein Licht am Boden zuflogen. Ueberflogen fuer's erste, klar.

Komm, Junge!

sag ich zu meinem Weggefaehrten.

Lass uns sehen, aus-checken, was da fuer ein Licht war. Dieses Rumgefliege muss aufhoeren, sage ich Dir, was meinst Du? Wie machst Du das, dass Du immer mit dem Arsch zuerst landest. Wie auch immer, alles klar bei Dir sonst?


WIr laufen ein paar Minuten durch dichtes Farngestruepp, hoeren ploetzlich ein:

HALT. Freund oder Feind. Wer da? Komme er raus, dass wir ihn sehen koennen!

Wir rufen wie aus einem Mund

FREUND

und treten heraus. Woher dieses Vertrauen? Man wird sehen...Vorerst stellten sich die Gesellen als Schattenwal (nicht Brainbug, Fenster, verdammt, Schattenwal, SCHATTENWAL), Fenster und Watusnik.


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Schattenwal: He Leute, bin gleich wieder da, muss kurz seichen. Ihr Wichser.

Watusnik: Halt's Maul oder ich tret dir mit nem Basi deine Fresse aus der Schnauze.

Fenster: Ey ihr verfickten Kunden. Labert nicht so eine Scheisse.

Ich: Fcikt euch doch alle.

Alle: Du schwanzloses Arschloch!

Ich: Eh halt's Maul oder was.

Watusnik: Bist jetzt vollkommen verbloedet?

Schattenwal: Watusnik du Schweinepriester, halt einfach die Schnauze du Wichser.

Fenster: Ich dreh durch, Schattenwal ist verflucht scheisse daneben. Halt einfach die Fresse.

Ich wache auf. Geh Sitzpissen. Und sage:

Koennt einfach mal eure verfickte Fresse halten?


OINK???

Macht es aus dem Unterholz.


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BeitragVerfasst: 16.01.2008 22:15 
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Spielt gerade: mit seinen Gedanken
Gedankenversunken laufe ich durch den Regen im Wald um die Lichtung. Schattenwal hatte was von Wasser suchen gefasselt. Soll doch einfach den Mund aufmachen, von oben kommt doch genug, oder an seiner durchnässten Kleidung saugen.
Wie es ausieht wird es nämlich noch sehr lange regnen. Schattenwal(wie er jetzt genannt werden möchte, der kleine Brainbug, pffff..muss mich ja ni glei soangehen wegen so einem bekackten Namen, whatever sollange er er bleibt, dann kann er sich nennen wie er will) Watusnik und der Namenlose halten eine Keule, von den zurückgeblieben Kadavern des nächtlichen Kampfes ins Feuer. NoNo will anscheind keine Keule und baut sich aus Ästen so ne Drehvorrichtung, wie beim Spiessgrillen. Ich muss leicht schmunzeln über soviel Engagement. Naja er hat vielleicht wieder bissle viel von diesem gefunden Tabak geraucht. Ich will garnicht wissen wie dick das Päckchen mal war. Schattenwal und Watusnik starren nur Wortlos und für sich selbst ins Feuer.

Als ich das sehe, besinne ich mich auch wieder auf meine vorherigen Gedanken, mir will einfach nicht dieses blöde Buch und dieser komische Text nicht aus dem Kopf. Ich schlage das Buch nochmal auf und lese nochmal die Zeilen, obwohl ich sie schon fast auswendig bringe. 20 Minuten laufe ich so rum und ich komme einfach zu keinem Schluss, vielleicht is es auch noch zu früh darin irgendetwas zu erkennen oder einfach nur Bullshit. Ich komme zu keinen Schluss und schlage das verdammte Ding zu.

In diesem Moment ruft NoNo nach mir: " Fenster auch nen kleinen Zug zur Entspannung?"
Ich: "Ich?"
NoNo: " Ja heissst hier noch einer Fenster?" etwas angepisst.
Ich: "hmmm nöö, ahjo ich komme"

Ich denke mir so ne kleine Pfeife rauchen kann ja nichts schaden, das ist so fast das einzigste was bissle an Zivilisation erinnert, wiso nicht.
Ich laufe auf die Feuerstelle zu und beuge mich zu NoNo hinunter der sich das Ding im liegen gerade schmecken lässt.
Als ich mich neben ihn setze hält er mir die Pfeife entgegen. Während ich tief an der Pfeife ziehe, drehe ich an seinem selbstgebauten Drehspiess.
Schattenwal und Watusnik sind immer noch total ruhig. Ich frage NoNo ganz leise: "Hast du den auch schon was abgegeben?"
NoNo schüttelt den Kopf.

Dieser Tabak schmeckt unheimlich gut, nach den ganzen erbärmlichen Gerüchen und der ganzen Aufregung genau das Richtige. Ich klopfe NoNo auf die Schulter und sage: "Danke"
Beim hinlegen drückt mir das Buch am Rücken, was ich mir unter den Gürtel gesteckt hatte. Leise fluchend ziehe ich es raus und schaue es noch mal kurz an. "Ach scheiss drauf" und werfe es in Feuer.

Es knistert und zischt, druch die Nässe in den Seiten, steigt Qualm auf. Schattenwal und Watusnik schauen zum erstenmal auf und kucken etwas unglaubig.

Ich sage nur: "Was glotzt ihr so blöde? Sicherlich hat das geschissene Huftier irgend nen Scheiss im Wald gefressen oder was falsches geraucht. Da schreibt man öfters mal son Blödsinn."
Sie schauen immer noch blöde, ich winke ab und haue mich wieder hin.
NoNo und der Unbekannte schlummern schon. NoNo Träum bestimmt wieder von schlimmen "Ugly Coyotestil Partys" mit viel Alk und heissen Bräuten, denn er hat so ein blödes Grinzen auf den Lippen. Ich hoffe nur der Schlafwandelt nicht in der Nacht.

Ich drehe mich mit dem Rücken zum Feuer und schlafe schlagartig ein.

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 Betreff des Beitrags: Re: ANGESCHISSEN - Das Spiel
BeitragVerfasst: 24.02.2008 18:18 
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Die beiden Jungs starren weiterhin ins Feuer, keine Ahnung was los ist. Ich gehe zu ihnen rueber und mache: "Mmh. Mmh"
Keine Reaktion.
"MMH."
Sie wuerdigen mich keines Blickes. Nur ein uebelst lauter Furz. Auf einmal lachen die Gefaehrten. Also, alles in Ordnung mit den beiden, wollen einfach abhaengen. Und ich fange auch an zu lachen.
Ich wache lachend auf.

"Oh man, schon wieder ein sinnloser, nichtssagender Traum." Sage ich mir. Warum kann ich nicht mal von Frauen traeumen?

Dieser Gedanke laesst mich nicht los, ausserdem ist mir zu heiss hier am Feuer.

Ich lasse die kleine Schlacht mit den Schweinen nochmal Revue passieren, schlender ueber unseren Lagerplatz. Schattenwal, was'n Typ. Keiner hatte ne Waffe, und er grad beim Kochen. Irgendwoher hat er Salzbrocken gehabt, schaut die Klumpen in seiner Hand an und dann die Schweine im Gebuesch. Das uebermuetige Oberschwein schreit: "Zum Angriff." Klar, keiner von uns hatet eine Waffe und das haben die Huftiere gesehen. Grad als die Viecher losstuermen, wirft Schattenwal das erste Kochsalz. Jedes getroffene Schwein kriegt so ne Art Starre, faellt um. Aber keiner war schneller im Schalten als unser Koch und hat fix die Bande erledigt.

Watusnik: "Man, wie kann man sich denn raus trauen wenn man auf sowas wie Salz derart abgeht."

Kein schlechter Kampf denke ich mir so im Nachhinein, ich hatte echt kein Bock gehabt auf krasses Geschlachte, und auf jeden Fall keine Lust geschlachtet zu warden. Aber waehrend ich so nachdenke, kommt mir meine Barbeque-Waffe in den Sinn. Ich wuerde sie aufruesten wollen, fuer den Fall dass hier KREATUREN RUMSTREUNEN, DIE AUF DIE GUTE ALTE GEWALT ABFAHREN.

MIT PAAR SCHARFEN KNOCHENSPLITTERN VERSCHAERFEN WILL ICH SIE JETZT. UND ICH DURCHSUCHE DIE KADAVER. ZWEI SCHWEINE SIND NOCH AM STUECK, ABER ICH HABE NUR EINEN KLEINEN SCHARFEN STEIN GEFUNDEN, UND MIT DEM LAESST ES SICH SCHLECHT IN EIN GANZES, UNGEKBRATENES SCHWEIN SCHNEIDEN. WAEHREND ICH SO RUMDOKTOR, FINDE ICH IN EINER TASCHE DER FLUGSCHWEINE-UNIFORM EIN LEDERSTUECK. AUF DEM LEDERSTUECK STEHT WAS GESCHRIEBEN:

VERSCHWOMMENE WORTE, NICHT ZU LESEN IM OBEREN TEIL. NUR AB UND ZU ETWAS VON BOESEM, GEWALT UND FALLEN.

"WIR SIND EIN PAAR AUSERWAEHLTE
DER KREIS MUSS GESCHLOSSEN SEIN
FINDET EUCH UND IHR WERDET MICH FINDEN
DANN WERDE ICH EUCH FUEHREN
IN EINE WELT DES IRRSINNS"

UND WEITER IRGENDWAS VOM TEMPEL DES ZEILON. SCHICKSAL. ENTSCHEIDEN.

ICH RENNE RUEBER ZU FENSTER UND PENETRIERE IHN MIT DER FORDERUNG, SOFORT IN SEINEM GEHIRN NACH DEM WORTLAUT DESSEN ZU SUCHEN, WAS ER EBEN HEUTE ERST VERBRANNT HAT…


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 Betreff des Beitrags: Re: ANGESCHISSEN - Das Spiel
BeitragVerfasst: 25.02.2008 09:22 
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"Sag mal Alter...was zur Hölle hat dich dazu gebracht mit einem Schwein zu ficken?
Mein Bruder Watusnik schaut mit traurigen Blick zu mir und antwortet nur kurz: "Sie war rasiert, überall"
"Achso" sag ich und entscheide mich für einen Abbruch dieser Thematik. Ich glaub es hat keinen Sinn.

Ich steh auf und geh rüber zu den beiden Verschwörungsfans. Mal sehen, vielleicht ist an diesen verwirrenden Zeilen ja doch was dran. Immerhin haben wir ja schon das zweite Indiz gefunden was uns unser Situation näher bringen könnte.

"Das erinnert mich ein wenig an Lost hier" sag ich zu NoNo... "die Serie mit Evangeline Lilly?", erwidert er schwärmerisch.
"Jaja" sag ich.
NoNo fängt kurz an zu zittern, und hechelt leise: "geile sau"

Hmmm, mir wär sie zu alt... aber egal, zurück zum Thema. Der Fenster schaut schon böse, die beiden waren wohl grad mitten im Gespräch. Ich setz mich daneben und beschliesse einfach nur zuzuhören. Beim Hinsetzten schau ich noch mal kurz nach meinem Bruder, er weint schon wieder...mist eh, hätte ich bloss nicht mit dieser Scheiss-Lotte-Sache angefangen.

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Das ist noch lang kein Grund hier so rumzuschreien.


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