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BeitragVerfasst: 31.01.2003 11:23 
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Paper Toss
Nähe

Wie du mir oft
geliebtes Kind
Ich weiss nicht wie
so fremde bist.
Wenn wir im Schwarm
der vielen Menschen sind
Das schlägt mir alle
Freude nieder.

Doch dann
wenn alles still und dunkel
um uns ist,

Erkenn ich dich
an deinen Küssen wieder.

Goethe


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BeitragVerfasst: 28.04.2003 18:06 
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kein gedicht, aber immerhin ein gereimter text. von der titanic-homepage.

MIT 66 JAHREN - ZU EHREN SADDAMS
Musik: U. Jürgens
Text: Konst. Wecker

Ihr werdet euch noch wundern, wenn ich erst Flüchtling bin
Sobald der Krieg vorbei ist, dann lang ich nämlich hin
Aha, aha, uh yeah
Dann föhn ich äußerst lässig den Schnauz und zieh aufs Land
Ich ziehe meine Knarre und mach auf Exilant
Aha, aha, uh yeah
Und sieht man mich in Hanau entrüstet an und streng
Dann sag ich „Tag, ihr Ratten! Ihr seht das viel zu eng
Mit 66 Jahren, da fängt das Leben an
Mit 66 Jahren, da hat man Spaß daran
Mit 66 Jahren fällt nicht der letzte Schuß
Mit 66 ist noch lang noch nicht Schluß!“

Ich kauf mir noch ne Uzi und pfeif auf Dabbelyu
Spiel ich das Lied vom Tod dann hört mir noch jeder zu
Aha, aha, uh yeah
Ich sage laut „Heil Hitler!“ und pfeife Jungfraun nach
Allah, mein „kleiner“ Saddam wird jetzt erst richtig wach
Aha, aha, uh yeah
Und mit den anderen Kumpels vom Menschenrechtsverein
Da mach ich eine Gang auf und wir woxeln ungemein
Mit 66 Jahren, da fängt das Leben an
Mit 66 Jahren, da hat man Spaß daran
Mit 66 Jahren fällt nicht der letzte Schuß
Mit 66, ist noch lang noch nicht Schluß!

Und abends mache ich mich mit Udai auf den Weg
Da gehn wir nämlich foltern, steht uns bloß nicht im Weg!
Aha, aha, uh yeah
Im Sommer bind ich Disteln um meine Lenkerstirn
Und trampe nach Wixhausen, mein „Rheuma“ auskuriern
Aha, aha, uh yeah
Und voller Stolz verkündet mein Enkel Mustafa:
Der exilierte Irre, das ist mein Opapa!
Mit 66 Jahren, da fängt das Leben an.
Mit 66 Jahren, da hat man Spaß daran.
Mit 66 Jahren da hat man einen Schuß
Mit 66 ist mit Diktatur Schluß!


----------
ok, richtig gedacht.
habs nur reingestellt, weil das wort "exilant" darin vorkommt.

...the mighty mighty tschingderassassa has left the building...

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BeitragVerfasst: 26.06.2003 21:05 
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AFRIKANISCHER TAG

(„Meine Damen und Herren, liebe Neger!“
Heinrich Lübke)

Papageienleichte Winde.
Unter dämmrig blauem Zelt
ragen schwer vom zwölften Kinde
volle Brüste in die Welt.

Erste Lippen lächeln zwischen
Farnen, leopardumfaucht.
In den lichtumflirrten Nischen
spielen, wie’s der Dichter braucht,
ach so froh: Urglück im weiten
hellen Augenpaar verströmt,
liebe Neger: Walddurchgleiten,
nacktes Sein, das sich nicht schämt –

Teil des Grüns, nun großer Sonne,
von Vernunft ganz unbeirrt,
ichentfernte Lebenswonne,
die nur ist und niemals wird:
Platon? Zwerenz? Kein Gedanke;
Kant? Vollkommen unbekan(n)t!
Ohne Bruch verläuft die ranke
Linie der Negerhand:

schwielenlos: aus weichen Lehmen
wachsen Mandeln in den Mund.
Negersein, o heil’ges Nehmen!
Früchte, groß und kürbisrund,

fallen von erhöhten Räumen
stets und so, als ob wer riefe
aus dem Reich, da Bäuche träumen,
reif und lecker in die Tiefe –

nun der Nacht: Die Panther streichen
aufs Geäst. Sehr machtgewohnt
thronen sie vor einem bleichen
weichen himmelgroßen Mond.

Und aus Hütten wie von Engeln
dringt das Fiepsen scharfer Feger,
die, durchbohrt von Riesenschwengeln –
liebe Neger, liebe Neger!

---------------------------------------------------
thomas gsella

...the mighty mighty settembrini has left the building....

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BeitragVerfasst: 02.07.2003 11:28 
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...the mighty mighty duracel-häschen enters the room...

Tausend Kirschbäume
im Blütenschimmer
und abertausend.
Das Kind bestaunt
einen Käfer im Gras.

Toyotama Tsuno

unbeirrt und immer weiter,
...the mighty mighty duracel-häschen has left the building...

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BeitragVerfasst: 03.07.2003 19:01 
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Kanzlerkandidat
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Beiträge: 450
FuturZwei

Ich werde mir noch mehr Sorgen gemacht haben
als nötig sein werden
ich werde mir noch mehr Hoffnung gemacht haben
als berechtigt sein wird
ich werde noch mehr Angst gehabt haben
als ich glaube werden aushalten zu können
ich werde übermorgen noch tapferer gewesen sein
als ich morgen sein werde
ich werde noch mehr pläne geschmiedet haben
als sich verwirklichen lassen werden
ich werde mir noch mehr abverlangt haben
als ich leisten können werde
ich reise mit Dunkelgeschwindigkeit
Dunkel ist immer schon schneller als Licht
ich reise mit Futur Zwei
ich werde gelebt haben
das wird mir keiner nehmen können
ich werde dich und vielleicht noch jemand anders geliebt haben
das wird sich herausstellen
ich werde jedenfalls nicht ohne Liebe gelebt haben
von der körperlichen Liebe jedenfalls
wird man das mit Gewißheit sagen können
von der seelischen wird man es
wenigstens annehmen dürfen
ich reise mit Futur Zwei
durch ein Universum von dem sich wenig wissen läßt
es könnte das schlechthin wunderbare Alleroffenste sein
oder ein Tunnel zwischen Nichts und Nichts
aber ich werde gelebt haben
bis zu meinem Tode werde ich nicht erfahren
ob ich umsonst gelebt habe
oder sagen wir besser vergeblich
denn umsonst war es nicht
es hat eine Menge gekostet
mich und andere
ich reise mit Futur Zwei
mit Dunkelgeschwindigkeit
mit Futur Zwei kann man jeden Punkt erreichen
der überhaupt erreichbar ist
das unendlich Traurige daran ist nur
daß man das zu keinem Zeitpunkt
schon bemerkt
aber ich werde gelebt haben
das ist eine Tatsache
und wenn mein Leben nur ein Traum war
dann ist eben dieser Traum eine Tatsache
das ändert nichts
überhaupt nichts
ist doch alles phantastisch
doch
das ist es


Heinz Rudolf Kunze

_________________
ein kultivierter mensch wird einen genuss niemals bereuen. ein unkultivierter mensch weiss nicht einmal was genuss ist.


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BeitragVerfasst: 03.07.2003 20:20 
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Judge Thread
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Beiträge: 10477
Wohnort: ©opper Hill
Spielt gerade: zu wenig
Mein bester Freund, die Kackwurst,
ist mir ein guter Kamerad.
Mein bester Freund, die Kackwurst,
you can't tear us apart.
Mein bester Freund, die Kackwurst,
wird bis zu einem Meter groß.
Mein bester Freund, die Kackwurst,
nur gut mit gelber Soß'.

Die Kackwurst, die Kackwurst, die Kackwurst sucht auch dich!
Die Kackwurst, die Kackwurst, die Kackwurst schäm' dich nicht!

Der größte Feind der Kackwurst ist der schnelle Kackwurstbesen,
von Neid und Hass durch Kackwurst, hab' ich noch nie gelesen.

Mein bester Freund, die Kackwurst muss leider dampfend untergeh'n.
Der letzte Gruß der Kackwurst: ahoi, auf Wiederseh'n.

Der schönste Platz auf Erden, ja das ist das Kackwursthaus!
Der schönste Platz auf Erden, ist wo die Kackwurst blüht!


Thomas Maria Vass auch bekannt als Tommy Wosch

Dieses Werk gibt es HIER vertont zum Download, zusammen mit anderen Meisterwerken des deutschen Lied- und Gedichtguts des selben Künstlers.

_________________
You can not imagine the immensity of the f*ck I do not give.

www.kopftreffer.de ▪ ▪ ▪ twitter.com/bluntman3000 ▪ ▪ ▪ instagram.com/bluntman3000


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BeitragVerfasst: 16.09.2003 05:10 
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Ratgeber
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Beiträge: 197
Wohnort: Meißen
L'Amour, l'Amour

Kurzatmige Rentner in einem Pornokino
Verfolgten ohne rechten Glauben
Die schlecht gefilmten Spiele zweier lasziver Paare;
Eine Handlung gab es nicht.

Da hast du, so dachte ich, das Gesicht der Liebe,
Ihr urechtes Gesicht.
Die einen sind verführerisch; sie verführen immer,
Die anderen schwimmen so mit.

Es gibt weder Schicksal noch Treue,
Nur Körper, die einander begehren.
Ohne jede Zuneigung und vor allem ohne Mitleid,
Man spielt und man zerreißt.

Manche sind verführerisch und daher viel geliebt;
Sie dürfen den Orgasmus erleben.
Doch so viele andere sind müde und haben keinerlei Geheimnis,
Nicht mal Phantasien mehr;

Nur noch Einsamkeit, vertieft durch
Die schamlose Freude der Frauen;
Nur noch eine Gewissenheit: "Das ist nicht für mich",
Ein unscheinbares kleines Drama.

Im Sterben werden sie, das ist sicher, recht ernüchtert sein,
Von poetischen Illusionen befreit;
Sie werden die Kunst des Selbsthasses gründlich beherrschen,
Ganz automatisch.

Ich wende mich an alle, die nie jemand geliebt hat,
Die nie zu gefallen wussten;
Ich wende mich an alle, die im befreiten Sex nicht vorkommen,
Im rohen Sinnengenuss.

Fürchtet Euch nicht, Freunde, da verpasst ihr kaum etwas:
Die Liebe gibt es nirgendwo.
Das hier ist nur ein grausames Spiel, und ihr seid die Opfer;
Ein Spiel für Spezialisten nur.



aus: Houellebecq "Suche nach Glück" - Gedichte
erschienen bei rororo

_________________
Männer und Straßenbahnen soll man nie nachlaufen, es kommen immer wieder neue.


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BeitragVerfasst: 22.10.2003 13:48 
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Ratgeber
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Registriert: 22.07.2003 11:46
Beiträge: 197
Wohnort: Meißen
Herbstblatt

Führst dein Leben zwischen vielen Gleichgesinnten
Und fühlst, wie langsam deine Kräfte schwinden.
Verblasst gen Ende mehr und mehr
Der Absturz rückt schon immer näher.
Und ist der Zeitpunkt der Erlösung gekommen
Hat bereits ein neues Leben begonnen.

_________________
Männer und Straßenbahnen soll man nie nachlaufen, es kommen immer wieder neue.


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BeitragVerfasst: 15.01.2004 14:26 
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Registriert: 21.06.2002 18:57
Beiträge: 367
Wohnort: beim david und beim holm
AN DIE FRAUEN

Kahl an alten Armen, Beinen
Dünner Brust, die Achseln licht
Glänzend leer mein Schopf, denn einen
Solchen Haarwuchs hab ich nicht

Habe: Metastasenbrauen
Schnarche: durch mein Nasenhaar
Neben mir, ihr lieben Frauen
Schlaft ihr gern und bleibt gern da:

Diese Wälder meiner Ohren!
Diese Eier: herrlich kraus!
So: als euer Gott geboren
Strahle ich Erotik aus


thomas gsella

--------------------------

Der Mongole

Still ruht auf spitzem Heu und spuckt
aus unterster Konsole
Schleim in den Frost und rülpst und guckt
verzweifelt der Mongole.

Zum Sextourismus taugt das kaum.
Die Frauen, ach, Schabracken!
Auch ward dank Stalin jeder Baum
gefällt für die Baracken.

In diesen fleht nun allezeit,
daß ihn der Teufel hole
und ihn erlöse, meterbreit
vom Wodka der Mongole.


thomas gsella

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 Betreff des Beitrags: Re: Gedichte
BeitragVerfasst: 28.07.2009 12:09 
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Orakel
Orakel
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Registriert: 30.07.2002 18:38
Beiträge: 5002
Wohnort: Crime City Central
Spielt gerade: Volleyball, Bowling, Gitarre
Änderungen

Wir ändern morgen, wir ändern heut,
wir ändern wütend und erfreut.
Wir ändern, ohne zu verzagen,
an allen sieben Wochentagen.
Wir ändern teils aus purer Lust,
mit Vorsatz teils, teils unbewusst.
Wir ändern gut und auch bedingt,
weil ändern immer Arbeit bringt.
Wir ändern resigniert und still,
wie jeder es so haben will.
Die Alten ändern und die Jungen,
wir ändern selbst die Änderungen.
Wir ändern, was man ändern kann,
und stehen dabei unsern Mann.
Und ist der Plan auch gut gelungen,
bestimmt verträgt er Änderungen.
Wir ändern deshalb früh bis spät,
was alles noch zu ändern geht.
Wir ändern heut und jederzeit,
zum Denken bleibt uns wenig Zeit.

(Änderungen vorbehalten)

_________________
Bild
...im Niveau flexibel.
...und manchmal ahnungslos bis ins kleinste Detail.


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