VPN

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VPN

Beitrag von bronco » 10.11.2016 23:34

Weil letztens im hier mitlesenden Freundeskreis das Thema VPN/IP-Adresse verschleiern aufkam und sich kürzlich eine verblüffend einfache Methode ergeben hat diese Technik zu nutzen, hab ich mal das Thema aufgemacht.

Kurz zur Technik. VPN steht für Virtual Privat Network. Also ein privates Netzwerk, dass man zwischen mehreren (im einfachsten Fall zwei) netzwerkfähigen Geräten erstellt. Innenalb dieses Netzwerkes werden alle Daten zumeist verschlüsselt übertragen und sind somit schwer bis gar nicht zu entziffern. Benötigt wird in jedem Fall ein VPN-Server. Solch ein Server kann heutzutage eigentlich so ziemlich alles sein. Server, PC, Router, NAS, Raspberry, Smartphone etc. Es muss nur eine entsprechende Software laufen, ein VPN-Server.
An diesem melden sich die VPN-Clients an. Auch das kann wieder alles sein worauf eine VPN-Clientsoftware läuft.
Als Träger für die Daten innerhalb des VPN kann dann z.B. das Internet genutzt werden. Server und Clients können also irgendwo verteilt auf der Welt stehen. Und an der Stelle wird es interessant, wenn man seine eigene IP-Adresse und somit seinen (ungefähren) Standort nicht preisgeben möchte. Besten z.B. geeignet um IP-Sperren bei Youtube zu umgehen.

Der VPN-Client nimmt alle Internetanfragen (Upload)an, leitet sie an den VPN-Server weiter und von dort aus gehts dann ins Internet. Die angeforderten Daten (Downloa) nehmen den umgekehrten Weg. Steht der Server z.B. in Großbritannien surft man im Internet als wäre man dort einschließlich britischer IP-Adresse.

VPN-Clients für genau diesen Zweck gibt es viele. Zumeist muss man sich dazu eine kleine Zusatzsoftware installieren und ein Benutzerlogin beim Anbieter kreieren. Das geht kostenlos oder gegen eine gewisse Gebühr, die zumeist monatlich fällig wird. Die kostenlosen VPN-Zugänge sind aber eigentlich alle im verfügbaren Traffic oder in der Bandbreite limitiert.
Unlimited full speed gibt also nur gegen cash.

Anders macht es der kürzlich erschienen Opera 40.
Hier ist der VPN-Client bereits eingebaut. Zusatzsoftware wird nicht gebraucht. Man muss ihn lediglich in den Einstellungen (Menüpunkt "Sicherheit") aktivieren. Fortan steht er per Klick vor der Adressleiste zur Verfügung.
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VPN aus

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VPN an

Supereasy!

Zur Verfügung stehen derzeit fünf verschiedene Standorte von VPN-Servern.
  • Deutschland
    Niederlande
    USA
    Kanada
    Singapur
On top ist hier der Traffic unlimitiert. Auch die Geschwindigkeit ist durchaus gut.
Bild
Speedtest mit eingeschaltetem VPN

Eine Einschränkung gibt es allerdings. Die VPN-Verbindung gilt nur für die Browserdaten und Downloads im Opera. Hat man nebenher noch den Firefox, Chrome, Edge oder ein Downloadtool, wie JDownloader oder Steam laufen, nutzen diese den ganz normalen Internetzugang und haben keine "verschleierte" IP.

Dennoch, ich finde das ist die bisher komfortabelste Methode eine VPN-Verbindung ins Internet zu nutzen
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Re: VPN

Beitrag von fBx » 11.11.2016 08:30

Zum reinen Surfen durchaus interessant. Wie die das auf Dauer finanzieren wollen mit unendlich Traffic und der Geschwindigkeit, ist mir allerdings schleierhaft. Leute - werden - downloaden! Terabytes über Terabytes, jeden Tag! Unmöglich, dass das so bleibt.

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Re: VPN

Beitrag von Bender » 11.11.2016 09:06

Weiteres Problem: der VPN-Server. Dessen Betreiber hat dann deine Verbindungsdaten. Beziehungsweise der, der das Teil hackt :))
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Re: VPN

Beitrag von Bluntman » 11.11.2016 09:12

Sauber, danke dir :bier

Werde heute mal Opera 40 als Zusatzbrowser installieren!
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Re: VPN

Beitrag von Heiner Bremer » 11.11.2016 12:50

Hi,

ansich nichts neues, lässt sich schon seit Jahren im Chrome über das Addon "Hola" nutzen. Vorteil dort ist, Du kannst den Proxy-Server für die VPN-Verbindung landesabhängig bestimmen, was einen z.Bsp. ermöglicht, im Origin-Store von Mexico günstig einzukaufen. Chica chica!

Problem ist nur, das erst im Nachgang bekannt wurde, das Hola die Leitung der Nutzer benutzt, um Bandbreite zu gewährleisten, im Prinzip ein P2P-Netzwerk. So ein Botnetz ist halt für nicht uninteressant, für welche Käufer auch immer...

http://winfuture.de/news,87326.html

Ich glaub wenn man VPN/Proxys usw. sauber nutzen will, kommt man um professionelle und damit kostenpflichtige Anbieter nicht drum rum.
Gruß, Heiner

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Re: VPN

Beitrag von Bluntman » 06.07.2017 06:37

Ich mach das Thema mal wieder auf. Nutzt eigentlich irgendwer hier professionelle VPN-Lösungen, um sich "sicher" zu fühlen im Netz?
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Re: VPN

Beitrag von Heiner Bremer » 06.07.2017 09:11

Hi,

nur dienstlich den VPN-Client von Cisco, privat gar nicht. Für youporn & Co reicht der Inkognito-Modus von Chrome :)).
Gruß, Heiner

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Re: VPN

Beitrag von fBx » 08.07.2017 08:33

Auch wenn der VPN-Anbieter verspricht, keine Daten zu loggen und diese so zu verschlüsseln, dass sie gar nicht mitgelesen werden können, weiß man am Ende immer noch nicht, ob das wirklich stimmt. :pfiff:
der ISP kann (vorausgesetzt es gibt keinen DNS-Leak) nicht mehr sehen, was aufgerufen wird, sondern sieht nur noch eine Verbindung zum VPN-Server. Nützlich, wenn man z.B. hinter Datenlimits wie der Beschränkung von OCH/Torrent/Usenet wie bei VF/Kabel Deutschland steht - die sind dann ausgehebelt. Im Grunde besteht aber die Möglichkeit, dass dafür der VPN-Anbieter jede Internetaktivität mitliest - auch wenn er verspricht, dass sowohl die Verbindung vom Nutzer zum VPN-Server als auch vom VPN-Server zur vom Nutzer angefragten Seite in beiden Richtungen verschlüsselt ist. Ob das wirklich so ist, weiß wohl nur der Anbieter selber.

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Re: VPN

Beitrag von Bender » 08.07.2017 11:38

fBx hat geschrieben:Im Grunde besteht aber die Möglichkeit, dass dafür der VPN-Anbieter jede Internetaktivität mitliest
Genau das ist das Problem.
Im Grunde verlagert man nur die "Gefahr" vom ISP zum VPN-Anbieter.

Was ist eigentlich mit TOR?
Was kann denn der ISP dort alles "mitlesen"?
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Re: VPN

Beitrag von fBx » 08.07.2017 11:57

Bender hat geschrieben:
fBx hat geschrieben:Im Grunde besteht aber die Möglichkeit, dass dafür der VPN-Anbieter jede Internetaktivität mitliest
Genau das ist das Problem.
Im Grunde verlagert man nur die "Gefahr" vom ISP zum VPN-Anbieter.

Was ist eigentlich mit TOR?
Was kann denn der ISP dort alles "mitlesen"?
Die Verbindung zum ersten Tor-Server, das wars. Die wird ja dann mWn. noch weitere drei mal per Zufallsprinzip umgeleitet, und geht dann erst zum angefragten Server.
Das geht natürlich alles zu Lasten der Verbindungsgeschwindigkeit.

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